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Eine Person erntet Rhabarber im Beet.

Rhabarber schmeckt ein bisschen säuerlich, wirkt aber dafür erfrischend. Außerdem gibt es viele Rezepte für köstliche Gerichte. Im Ratgeber liest du unter anderem, wie du die Stängel richtig erntest und sie haltbar machst.

Rhabarber im Garten

Der Anbau von Rhabarber (Rheum) ist leicht selbst zu bewerkstelligen und die Stängel eignen sich für eine Vielzahl schmackhafter Gerichte. Nutzen kannst du ihn unter anderem für Desserts, Kuchen und Konfitüren.

Ab Mai erntest du Rhabarber im Garten. Bei einer reichen Ernte kannst du das Stielgemüse haltbar machen, indem du die Stiele einfrierst. So hast du länger etwas von ihnen und bei Bedarf immer Rhabarber parat.

Gärtner unterscheiden drei Gruppen von Rhabarber:

  • Grünstielige Sorten: Die Stängel haben grünes Fleisch. Die Pflanze wird groß und beschert einen reichen Ertrag. Sie schmeckt recht sauer. Eine Sorte ist beispielsweise „Goliath“.

  • Rotstielige Sorten: Sie sind deutlich milder. Ihr Fleisch ist ebenfalls grün. Zu ihnen gehört die Sorte „Frambozen Rood“.

  • Rotstielige Sorten mit rotem Fleisch: Diese Sorten enthalten wenig Säure, das Fleisch ist meist zart. Sie werden auch als Erdbeer- oder Himbeer-Rhabarber bezeichnet. Eine Sorte ist beispielsweise „Holsteiner Blut“.

Einige Rhabarbersorten kannst du bereits ab April ernten. Beim sogenannten Herbst-Rhabarber geht die Saison sogar bis in den Oktober hinein.

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So erntest du Rhabarber

Eine Person erntet eine Rhabarberpflanze im Beet.

Bei vielen Rhabarbersorten kannst du ab Mai mit der Ernte beginnen. Ernte die Stiele, nachdem sich die Blätter entfaltet haben.

Die meisten Sorten sind ab Mai erntereif. Die Ernte hört mit dem Johannistag (24. Juni) auf. Dann steigt der Gehalt an Oxalsäure in den Stängeln stark an. Das wirkt sich negativ auf den Geschmack aus.

Von den rotfleischigen Sorten verwendest du die Stiele komplett. Die grünfleischigen Sorten schälst du.

Je älter die Stiele werden, desto holziger sind sie. Wenn du die Stängel abschneidest, merkst du bereits, ob sie faserig sind. Die Fasern kannst du mit einem Messer abziehen.

Daher erntest du die Stiele am besten, sobald sich die Blätter entfaltet haben. Dann sind sie noch jung und zart. Generell solltest du nicht mehr als die Hälfte ernten.

Rhabarber einfrieren

Rhabarber auf einem Schneidebrett mit Messer

Den geernteten Rhabarber kannst du auch einfrieren. Schneide ihn dafür in kleine Stücke und gib ihn dann in einen Gefrierbeutel.

Häufig kannst du nicht gleich die komplette Ernte verwerten. Es sind oft einfach zu viele Stängel. Dann frierst du den Rhabarber ein und verwendest den Rest später.

Vorher putzt und schälst du die Stängel und schneidest sie in kleine Stücke. Diese füllst du in Gefrierbeutel und frierst sie ein.

Hast du viel Platz zur Verfügung, legst du die Stücke zunächst einzeln in den Gefrierschrank. Nach etwa zwei Stunden kommen sie dann in einen Gefrierbeutel. So kannst du sie später einzeln entnehmen.

Hinweis: Eingefrorener Rhabarber ist etwa ein Jahr lang haltbar.

Rhabarber im Garten richtig pflegen

Ein Mann gießt Rhabarberpflanzen in einem Beet.

Rhabarber braucht vor allem in längeren Trockenphasen viel Wasser. Gieße ihn regelmäßig, sonst werden die Stängel holzig.

Rhabarber gedeiht am besten an einem sonnigen Standort. Aber auch an einem lichten Schattenplatz kann er sich gut entwickeln. Der Boden sollte locker sein.

In trockenen Sommern oder Dürrephasen gießt du die Pflanze regelmäßig. Sie verdunstet über ihre Blätter viel Wasser. Bekommt der Rhabarber im Frühjahr zu wenig Wasser, werden die Stängel holzig.

Die Rhabarber-Pflanze benötigt viele Nährstoffe. Ab März gibst du daher 3 l bis 5 l reifen Kompost hinzu. Hast du den nicht zur Hand, gibst du zweimal im Jahr eine Handvoll Hornspäne oder Hornmehl.

Rhabarber aus dem Topf ernten

Rhabarber ist sehr robust. Du kannst ihn auch auf dem Balkon im Topf anbauen. Am besten eignen sich dafür rotstielige Sorten wie „Holsteiner Blut“. Sie bleiben etwas kleiner als die grünstieligen Sorten.

Hast du ein Gewächshaus, stellst du den Topf ab Februar dort hinein. Durch das sogenannte Antreiben ziehst du das Ernten vor. Allerdings zehrt dieses Antreiben die Pflanze sehr aus. Du solltest das daher nur maximal alle zwei Jahre machen. Nach der Ernte stellst du die Töpfe in den Halbschatten. Im Garten gräbst du sie halb ein.

Reine Balkon-Töpfe gedeihen am besten im Halbschatten. Achte auf eine gute Wasserversorgung. Gegen die Verdunstung hilft etwas Mulch auf dem Topfballen.

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