
Tomaten pflanzen
Willst du Tomaten pflanzen, kann das so gut wie überall gelingen: Auf dem Balkon, im Garten oder auch im Gewächshaus reifen die farbenfrohen Früchte heran. Wir geben dir Tipps, wie du Tomaten pflanzen kannst und welche Sorten sich für den Anbau am besten eignen.
Wie lassen sich Tomaten pflanzen?
Tomaten sind bei Hobbygärtnern besonders beliebt. Sie sind schmackhaft und außerdem gesund. Mit der richtigen Vorgehensweisen sind die Nachtschattengewächse auch recht pflegeleicht. Sie brauchen nur wenig Platz und enttäuschen selten bei der Ernte.
Damit der Ertrag der Ernte üppig ausfällt und die Früchte ihren vollen Geschmack entfalten, pflanzt du Tomaten am besten im Tomatenhaus. Bei der Wahl der Sorte kommt es unter anderem darauf an, wie viel Platz du hast. Stabtomaten wachsen kontinuierlich und benötigen mehr Platz, während du Strauch- und Cocktailtomaten auch gut in einem Kübel oder kleinem Beet pflanzen kannst. Suche dir zudem widerstandsfähige Sorten, die besser gegen Pilzbefall und Braunfäule gewappnet sind. Je nach Sorte fügst du den Pflanzen einen geeigneten Dünger hinzu.
In unserer Videoanleitung zeigen wir dir, wie du Stabtomaten anziehen und pflanzen kannst und geben dir nützliche Tipps für eine üppige Ernte. Die dazugehörige Schritt-für-Schritt Anleitung kannst du dir auch herunterladen und ausdrucken oder als PDF abspeichern.
Wann ist die beste Zeit, um Tomaten zu pflanzen?
Mit dem Vorziehen deiner Tomaten kannst du schon Ende Februar oder Anfang März in der Wohnung beginnen, etwa 6 bis 8 Wochen vor dem letzten Frost. So können die jungen Pflanzen kräftig heranwachsen, bevor sie ins Freie gesetzt werden. Vor Mai solltest du deine Tomaten nicht auspflanzen, da es noch zu frisch ist für das Nachtschattengewächs. Die Nachttemperaturen sollten stabil über 10 Grad liegen. Wenn du deine Tomaten im Gewächshaus anbauen möchtest, kannst du sie schon etwas eher pflanzen. Achte trotzdem darauf, dass die Temperaturen im Gewächshaus nicht zu stark absinken.
Bevor du die Jungpflanzen ins Freiland setzt, solltest du sie etwa eine Woche lang abhärten. Das bedeutet, dass du die Pflanzen tagsüber nach draußen stellst und sie nachts wieder reinholst, um sie allmählich an die Außenbedingungen zu gewöhnen.
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Tomaten anbauen – Videoanleitung
Tomaten pflanzen – Schritt für Schritt
5 Schritte
1Tomaten vorziehen

Auf einen Blick
Anzuchtbecher mit Pflanzenerde befüllen
Tomatensamen in die Erde drücken
Bewässern und an einem sonnigen Ort platzieren
2Tomaten auspflanzen

Auf einen Blick
Jungpflanzen umsetzen
Etwas Dünger zur Erde geben
Tomaten nach draußen setzen
3Tomaten düngen und pflegen

Auf einen Blick
Tomaten hochbinden
Jungpflanzen vor Rege und Nässe schützen
Pflanzen regelmäßig düngen
4Tomaten ausgeizen

Auf einen Blick
Geiztriebe zwischen Haupttrieb und Blatt entfernen
Vorgang alle zwei Wochen wiederholen
5Tomaten ernten und vermehren

Auf einen Blick
Tomatenpflanzen rütteln
Blätter bis zum ersten Fruchttrieb entfernen
Früchte mit Keimblättchen und Stiel ernten
Wie gesund sind Tomaten?
Tomaten sind voller wichtiger Nährstoffe: Ganze 13 Vitamine stecken in den roten Früchten, 17 Mineralstoffe und außerdem sekundäre Pflanzenstoffe.
Auch die rote Farbe ist wichtig, denn sie enthält den Farbstoff Lycopin. Der gehört zur Gruppe der Carotinoide. Man sagt ihm nach, er sei gut für die Haut, könne das Herz-Kreislauf-System unterstützen und Entzündungen bekämpfen.
Wie viel gesunde Stoffe in deinen Tomaten stecken, hängt vom Reifegrad ab. Außerdem ist entscheidend, wie du die Tomaten anbaust: Forscher haben herausgefunden, dass Bio-Tomaten besonders viele Antioxidantien enthalten, wenn sie nur sehr wenig gedüngt werden. Besonders viel Lycopin und Carotinoide stecken in Züchtungen wie beispielsweise „Licobello“ oder „Prolyco“.
Die richtige Tomatensorte

Achte darauf, nur die wirklich reifen Früchte zu ernten. Sie schmecken am besten.
Grundsätzlich sind Tomaten eher unempfindlich gegen Krankheiten. Doch die Kraut- und Braunfäule tritt immer häufiger an den Pflanzen auf. Die Sporen des Pilzes werden durch den Wind übertragen.
Mittlerweile gibt es mehrere, zum Teil sehr aggressive Varianten dieser Erkrankung. Die Krankheit befällt auch als resistent geltende Sorten. Es werden jedoch nur ältere Blätter befallen, sodass die Früchte meist ungestört weiterwachsen können.
Züchtungen für Bio-Tomaten wie „Dorenia“ oder „Quadro“ liefern eine besonders zuverlässige Ernte. Und das selbst dann, wenn die Bedingungen am jeweiligen Standort nicht ideal sind. Besonders widerstandsfähig sind auf robuste Wildtomaten veredelte, starkwüchsige Sorten. Diese liefern auch bei eher kühlem Wetter gute Ernteergebnisse.
Fleischtomaten
Fleischtomaten sind bekannt für ihre großen, fleischigen Früchte und ihren intensiven Geschmack. Sie gehören zu den beliebtesten Tomatensorten für den Anbau im Garten oder im Gewächshaus. Zu den bekannten Sorten gehören „Brandywine", „Coeur de Boeuf" und „Marmande".
Für den Anbau von Fleischtomaten im Freiland benötigst du einen sonnigen und gut durchlüfteten Standort. Die Pflanzen benötigen mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. Alternativ kannst du Fleischtomaten ebenfalls im Gewächshaus anbauen, um sie vor Witterungseinflüssen und Schädlingen zu schützen. Fleischtomaten benötigen viel Platz und stabile Rankhilfen, um die schweren Früchte zu stützen. Sie haben ein unbestimmtes Wachstum, wachsen also kontinuierlich weiter und produzieren Früchte, bis sie durch Frost oder andere Faktoren gestoppt werden.

Buschtomaten
Buschtomaten oder auch Strauchtomaten wachsen überhängend. Dadurch sind sie perfekt für Balkonkästen oder Hängeampeln geeignet. Sorten wie „Tumbling Tom Red“ ziehst du mehrtriebig. So sparst du dir das Ausgeizen.
Achte auf hochwertige Tomatenerde, damit die Pflanzen trotz des geringen Platzes für die Wurzeln gut gedeihen. Etwas Flüssigdünger einmal pro Woche fördert das Wachstum. Düngst du zu stark, rollen sich die Blätter aufgrund des Nährstoffüberschusses ein. Buschtomaten haben einen determinierten Wuchs, das heißt, sie wachsen bis zu einer bestimmten Größe und hören dann auf, neue Triebe zu bilden. Sie können daher auch gut in Kübeln auf Balkon oder Terrasse gedeihen.
Tipp: Sind deine Buschtomaten im Topf auch noch im Herbst gesund, kannst du versuchen, sie zu überwintern.

Cocktailtomaten
Cocktailtomaten sind bekannt für ihre kleinen, süßen Früchte, die in Trauben wachsen. Die Pflanzen können sowohl determiniert als auch unbestimmt wachsen. Unbestimmte Sorten benötigen Rankhilfen und regelmäßiges Ausgeizen, während determinierte Sorten kompakt wachsen und weniger Unterstützung benötigen. Insbesondere determinierte Sorten eignen sich gut für verschiedene Anbauarten, einschließlich kleiner Gärten, Kübel und Balkone.
Grüne Tomaten: Lecker oder giftig?

Die Tomatensorte „Green Zebra“ bleibt grün, selbst wenn sie reif ist.
Solange die Tomaten grün und unreif sind, solltest du sie nicht ernten. Sie enthalten dann giftiges Solanin. Der Stoff zerfällt auch beim Erhitzen nicht. Isst man das unreife Gemüse dennoch, drohen Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall.
Anders sieht es bei den grünen Sorten aus. Grüne Tomaten der Sorte „Green Zebra“ oder „Green Grape“ behalten auch bei Vollreife ihr schönes Grün und schmecken erfrischend und leicht säuerlich. Je später du sie vom Strauch pflückst, umso weniger Solanin enthalten sie. Ob die grünen Sorten genussreif sind, testest du mit dem Drucktest. Geben sie dem Druck leicht nach, kannst du sie ernten.
Jungpflanzen: Achte auf Qualität
Lege beim Kauf von vorgezogenen Tomatenpflanzen Wert auf die Qualität. Der Wurzelballen sollte fest sein, die grünen Blätter ohne Flecken und der Stängel kräftig. Zwischen den Blattansätzen und Blütenrispen sollten kurze Abstände liegen.
Ziehst du deine Setzlinge selbst, säst du sie frühestens Anfang März aus, da sie sich sonst gegenseitig den Platz wegnehmen und aufgrund der schwachen Lichteinstrahlung zu stark in die Länge wachsen. Dadurch gedeihen weniger Blüten und Tomatenfrüchte. Achte auch bei deinen Setzlingen darauf, dass du bevorzugt die qualitativ hochwertigeren Pflanzen weiterziehst.








