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Zierkürbisse in einem Korb.

Zierkürbisse bereichern deine herbstliche Dekoration in Haus und Garten. Viele der ansehnlichen Kürbisse sind allerdings giftig und dürfen keinesfalls verspeist werden. Erfahre hier, woran du Zierkürbisse erkennst, welche giftigen Kürbissorten es gibt und was du tun kannst, wenn jemand versehentlich giftigen Zierkürbis gegessen hat.

Was ist ein Zierkürbis?

Der Kürbis gehört wie Gurke und Melone zur Familie der Kürbisgewächse und es gibt ihn in mehr als 850 Sorten. Viele von ihnen sind sehr schmackhaft und überaus gesund. Eine Unterart des Kürbisses ist der Zierkürbis. Zierkürbisse sehen besonders schön aus und bereichern deine herbstliche Dekoration im Haus und im Garten. Aber Zierkürbisse sind in der Regel giftig und dürfen nicht gegessen werden.

Giftige Zierkürbisse enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin, der beim Verzehr zu schweren Magen- und Darmbeschwerden führen kann. Wichtig ist es daher, die Unterschiede zwischen Zierkürbis und Speisekürbis zu kennen.

Zierkürbisse fallen direkt durch ihre besondere Form und außergewöhnliche Farbgebung auf. Sie sind oft krumm und besitzen knubbelige oder warzenartige Auswüchse an der Schale. Außerdem sind Zierkürbisse meistens kleiner als ihre essbaren Verwandten und sie besitzen relativ wenig Fruchtfleisch.

Allerdings gibt es auch Speisekürbisse, die klein gewachsen sind und eine spezielle Form besitzen. Wenn du nicht sicher bist, ob es sich um einen essbaren Kürbis oder um einen ungenießbaren Zierkürbis handelt, kannst du einen Geschmackstest machen: Schneide dafür mit einem scharfen Messer ein klitzekleines Stückchen des ungekochten Kürbisses ab und beiß ein wenig darauf herum. Schmeckt es bitter, spuckst du das Kürbisstück sofort wieder aus. In diesem Fall handelt es sich um einen ungenießbaren Zierkürbis. Der bittere Geschmack ist recht intensiv, sodass du ihn sicher bemerken wirst. Nutzt du für den Geschmackstest nur ein wirklich kleines Stück und spuckst dieses anschließend aus, besteht in der Regel kein Gesundheitsrisiko.

Hinweis: Bei Kürbissen aus dem Garten kann es passieren, dass sich ein Speisekürbis mit einem Zierkürbis kreuzt. Mach im Zweifel den Geschmackstest, so kannst du sichergehen, dass deine Gartenkürbisse genießbar sind.

Zierkürbisse in einem Korb
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Giftige Zierkürbissorten

Zierkürbisse gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Hier findest du eine kleine Übersicht der beliebtesten Zierkürbissorten:

  • Autumn Wing: Der Autumn Wing ist circa 10 cm bis 15 cm groß und knallig gelb und grün. Er besitzt einen ausgeprägten Hals und flügelartige Kanten. Es handelt sich um eine stark rankende Pflanze. Die Frucht wird gerne zum Dekorieren verwendet.

  • Bischofsmütze: Sie wird auch Turbankürbis genannt. Die markante Form dieses Kürbisses erinnert an eine Bischofsmütze oder an einen Turban. Der Kürbis wird bis zu 30 cm groß und wächst in verschiedenen Farbausprägungen. Es gibt ihn auch als essbaren Speisekürbis.

  • Kronenkürbis: Der Kronenkürbis ist 10 cm bis 15 cm groß und tritt in vielen Farbvariationen auf. Auffällig sind die kronenförmigen Zacken am Rand. Er eignet sich gut für eine herbstliche Dekoration.

  • Pear Biocolor: Dieser Kürbis sieht aus wie eine zweifarbige Birne. Er wird 7 cm bis 10 cm groß. Unten ist die Frucht grün, oben gelb. Der Kürbis ist stark rankend. Er eignet sich ideal zum Basteln und kann dekorativ bemalt werden.

  • Schwanenhals: Der Kürbis kennzeichnet sich durch seinen langen Hals, der wie bei einem Schwan gebogen ist. Er besitzt eine gelbe, warzige Schale. Es finden sich auch Farbvarianten in Orange oder Grün-Weiß.

Zierkürbis Bischofsmütze

Ein Zierkürbis der Sorte Bischofsmütze.

Welche Kürbissorten sind essbar?

Speisekürbis gilt als ein sehr gesundes und schmackhaftes Gemüse, das sich vielseitig gekocht, im Backofen oder zum Teil auch roh zubereiten lässt. Bei Kürbisgewächsen, die für den Verzehr kultiviert wurden, wie Kürbis, Zucchini, Gurken oder Melonen, wurde der Bitterstoff Cucurbitacin herausgezüchtet.

Hast du deinen Kürbis im Supermarkt gekauft, ist er normalerweise als "nicht essbar" deklariert, sofern es sich um einen Zierkürbis handelt. Bei Kürbissen aus dem Garten ist es manchmal schwer zu erkennen, welche Sorten sich zum Verzehr eignen. Im Folgenden eine kleine Übersicht der bekanntesten essbaren Kürbissorten:

  • Hokkaido-Kürbis: Der Hokkaido ist wohl der bekannteste aller essbaren Speisekürbisse. Er ist leuchtend orange und sehr schmackhaft. Neben dem Fruchtfleisch kann auch seine Schale für vielfältige Gerichte verarbeitet werden.

  • Butternut-Kürbis: Der Butternut-Kürbis ist birnenförmig, in cremefarbener bis brauner Farbausführung. Er kann roh oder gegart verzehrt werden. Das Fruchtfleisch besitzt ein buttriges Aroma.

  • Muskatkürbis: Der Muskat ist ein sehr großer Kürbis, bis zu 20 kg schwer. Du kannst ihn aber lange lagern. Die Schale ist dunkelgrün bis braun, das Fruchtfleisch ist orange bis gelb.

  • Spaghetti-Kürbis: Dieser Kürbis besitzt ein faseriges Fruchtfleisch, das nach dem Garen wie Spaghetti aussieht. Die Schale ist cremefarben bis sonnengelb. Die Früchte erinnern an Honigmelone.

Erfahre mehr über Speisekürbisse, deren Anbau, Pflege und Ernte im OBI Ratgeber
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Zierkürbis gegessen – Was tun?

Zierkürbisse enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin, der sehr gefährlich für den Körper werden kann. Dieser Bitterstoff ist hitzebeständig und verschwindet daher auch beim Kochen nicht. Darum solltest du vor der Zubereitung von Gartenkürbis im Zweifel einen Geschmackstest eines kleinen Stückes machen. Wurde versehentlich Zierkürbis verzehrt, kann es zu den folgenden Vergiftungserscheinungen kommen:

  • Übelkeit

  • Erbrechen

  • Bauchschmerzen

  • Durchfall

  • Allgemeines Unwohlsein

Durchfall und Erbrechen sind wichtige natürliche Reaktionen des Körpers, um die Giftstoffe schnellstmöglich wieder loszuwerden. Wird das Gift nicht rechtzeitig wieder ausgeschieden, kann es sich im Körper verbreiten und dort zu weiteren Problemen führen. Besonders Kinder, ältere oder immungeschwächte Menschen sind bei einer Vergiftung gefährdet. Tritt einer oder mehrere der genannten Symptome auf, solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen oder bei schweren Reaktionen umgehend einen Notarzt rufen.

Zierkürbis giftig für Tiere?

Auch viele Tiere haben Kürbis zum Fressen gerne. Die überaus gesunden Inhaltsstoffe von Kürbis können das übliche Tierfutter optimal ergänzen und den Speiseplan bereichern.

Bedenke, dass Zierkürbisse nicht nur für den Menschen, sondern auch für Tiere sehr gefährlich sein können. Die enthaltenen Bitterstoffe, die Cucurbitacine, können auch bei Hunden, Katzen und anderen Haustieren schwere Vergiftungen auslösen. Dabei treten unterschiedliche Krankheitssymptome bei Tieren auf, wie etwa Erbrechen, Durchfall, vermehrte Speichelbildung oder Kreislaufbeschwerden.

Achte daher darauf, dass dein Tier im Haus oder im Garten nicht an Zierkürbisse gelangen kann. Hat zum Beispiel dein Hund oder deine Katze dennoch versehentlich vom giftigen Kürbis gefressen, solltest du zur Sicherheit umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

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