Woher kommen Zucchini?
Die Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina) gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die ursprüngliche Heimat der Zucchini ist Südeuropa. Daher ist die Sortenauswahl in Frankreich und Italien auch am größten. Auch hierzulande wird der kleine Kürbis immer beliebter in Gemüsegärten. Die meisten Zucchini-Sorten werden sehr groß und wachsen während der Erntezeit rasch und zahlreich.
Wie sehen Zucchini aus?
Die Zucchini ist ein einjähriges Gemüse und bildet einen Haupttrieb, aus dem Blattstiele und Blütentriebe wachsen. So wird eine buschige, große Pflanze daraus. An den langen, hohlen und behaarten Stielen sitzen die meist herzförmig gelappten Blätter.
Die Blüten sind groß und gelb. Sie sind einhäusig, das heißt, eine Pflanze besitzt sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Die weiblichen Blüten besitzen kurze Stängel, die männlichen sitzen auf langen, dünnen Stielen.
Die Früchte der Zucchini können grün, gelb oder weiß gestreift sein. Große Exemplare werden bis zu 5 kg schwer. Mittlerweile gibt es auch runde Zucchini. Am zartesten ist das Fruchtfleisch der gelben, länglichen Sorten.

Der richtige Standort
Die Zucchini gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort sowie auf einem lockeren und humosen Boden mit vielen Nährstoffen.
Im Gemüsegarten muss eine Fruchtfolge eingehalten werden. Als Vorfrucht sind Salat, Radieschen oder Puffbohnen gut geeignet. Willst du nach den Zucchini andere Kürbissorten anbauen, warte vier Jahre.
Zucchini säen und pflanzen

Zucchini-Pflanzen kannst du ab April vorziehen. Du legst ein Samenkorn in einen etwa 4 cm bis 8 cm großen Topf mit Anzuchterde. Halte die Samen warm, ideal sind etwa 20 °C. Dann zeigen sich nach gut einer Woche die ersten Keimlinge. Ins Beet kommen die Jungpflanzen ab Mitte Mai. Hast du keine Pflanzen vorgezogen, kannst du die Samen dann direkt ins Freiland säen.
Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte 80 cm x 80 cm oder besser noch 100 cm x 100 cm betragen. Zwei Pflanzen befruchten sich dabei gegenseitig. Bedenke bei der Pflanzung, dass du pro Pflanze bis zu fünf Früchte pro Woche ernten kannst. Alternativ kannst du Zucchini auch im Kübel auf der Terrasse oder deinem Balkon kultivieren.
Zucchini richtig pflegen
Als Starkzehrer benötigen Zucchini viele Nährstoffe. Arbeite daher bei der Vorbereitung des Beetes 3 l bis 5 l Kompost in den Boden ein. Auch Brennnesseljauche im Gießwasser sorgt wöchentlich im Verhältnis 1:10 für die optimalen Bedingungen. Gießen solltest du reichlich, sonst werden die Früchte bitter und verformen sich.
Die Befruchtung der Zucchini bringt oft Probleme mit sich, da sich zuerst männliche Blüten bilden. Die weiblichen wachsen erst, wenn es warm genug ist und die Pflanze genug Blätter gebildet hat. Häufig werfen die Zucchini ihre weiblichen Blüten aber schon binnen kurzer Zeit wieder ab. Ist es zu warm, werden die männlichen Blüten unfruchtbar und bei regen verklebt der Pollen.
Willst du die Pflanze unterstützen, schneide eine bis drei der männlichen Blüten ab und entferne die Blütenblätter. Mit einem Pollenpinsel betupfst du dann die weibliche Narbe.
Zucchini ernten und verwenden

Hast du Zucchini-Pflanzen ins Freiland gesetzt, dauert es sechs bis acht Wochen, bis die ersten Früchte reif sind. Du erntest sie mit einem scharfen Küchenmesser, indem du die reifen Zucchini 1 cm hinter dem Ansatz des Stiels abschneidest. Sie schmecken am besten, wenn die länglichen Früchte zwischen 10 cm und 15 cm groß sind.
Bei runden Zucchini (Rondini und Patisson) sollte der Durchmesser 5 cm bis 6 cm nicht überschreiten. Es ist ratsam, die Pflanzen alle zwei Tage nach reifen Früchten abzusuchen, damit sie nicht wässrig werden.
Auch Zucchiniblüten können für einen Salat verwendet werden. Dafür werden ausschließlich die männlichen Blüten genutzt. Zucchinifrüchte halten sich im Kühlschrank für eine Woche.

Sorten-Tipps
Eine reiche Ernte versprechen Sorten wie „Ambassador“, „Black Jack“ oder „Diamant“. Dies alles sind buschig wachsende F1-Hybriden. „Zuboda“ ist samenfest und eine biologisch-dynamische Züchtung.
Rund und hellgrün sind die Früchte von „Tondo Chiaro di Nizza“. Sie werden geerntet, sobald sie etwa tennisballgroß sind. Die Pflanze wächst anfangs buschig, später rankt sie sich an Gerüsten in die Höhe.
Willst du Zucchini im Kübel anbauen, solltest du auf buschige Sorten setzen. Gut geeignet ist „Golden Rush“ mit ihren gelben Früchten. Die Blätter sind auffällig gefleckt und stark gelappt. Ebenfalls recht kompakt wächst die Sorte „Marrow Bush Baby“.
Ein Klassiker unter den italienischen Züchtungen ist die grün-gestreifte „Cocozelle von Tripolis“. Die hellgrüne Sorte „Alberello di Sarzana“ besitzt eine dünne, zarte Schale und ist meist sehr früh reif.










