
Federborstengras
Wir zeigen dir im Ratgeber, wie du Federborstengras pflanzt und pflegst, damit es bis in den Winter zum Hingucker wird. Außerdem erfährst du Wissenswertes über die Herkunft und das Wachstum der Pflanze.
Woher kommt Federborstengras?
Ursprünglich spricht man beim Federborstengras vom Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides), einer besonders beliebten Art innerhalb der Gattung Pennisetum. Es gehört zu den Süßgräsern (Poaceae) und kommt aus Australien, China, Korea und Japan. Dort wächst es auf sonnigen Ebenen.
Rund 80 Arten gibt es in der Gattung der Federborstengräser (Pennisetum). Viele von ihnen sind hierzulande aufgrund ihrer Frosthärte sehr beliebt.
Größe des Federborstengrases
Das auffälligste Merkmal von Federborstengras ist sein Blatthorst. Dieser bildet bogig überhängendes Laub. Im Spätsommer wachsen darüber feine Blütenähren. Das Laub wächst als kleiner Busch unterhalb der Ähren. Es entwickelt sich in Form einer Halbkugel. Dabei wird es so breit, wie es hoch wird. Teilweise dehnt es sich auch weiter in die Breite aus.
Federborstengras erreicht in der Regel eine Höhe zwischen 60 cm und 90 cm. Andere Sorten wie „Paul’s Giant“ können aber auch auf bis zu 150 cm heranwachsen. Dabei wird die Höhe der Blütenstände gemessen. Der Blatthorst ist in der Regel 20 cm niedriger. Zwergsorten wie „Little Honey“ oder „Little Bunny“ schaffen es nur auf eine Wuchshöhe von 30 cm.
Blätter am Federborstengras
Die Pflanze bildet sehr schmale Blätter. Maximal wachsen diese auf eine Breite von 12 mm heran. Federborstengras hat im Sommer graugrüne Blatthorste. Diese verfärben sich im Herbst goldgelb.
Manche Sorten des Grases haben eine besondere Herbstfärbung. Dazu zählt „Cassian“ mit seinem rötlichen Laub. Die Sorte „Hameln“ verfärbt sich nach dem Sommer bernsteinfarben.
Das Lampenputzergras ist ein „Warm-Season-Gras“. Das bedeutet, dass es erst spät austreibt. Der Vorteil ist, dass das Ziergras im Winter immer noch gut aussieht.
Federborstengras-Blüten

Federborstengras blüht im Spätsommer. Ungefähr von August bis Oktober zeigen sich die Ähren.
Im Spätsommer, ungefähr im August, fängt das Federborstengras an zu blühen. Die Blütenähren erinnern dabei an kleine Flaschenbürsten oder Fuchsschwänze. Bis in den Oktober hinein blüht das Ziergras.
Ist die Blütezeit vorbei, zerfallen die Blüten nicht direkt. Sie bleiben auch noch im Winter erhalten. Je nach Sorte hat das Gras andersfarbige Blüten. Mal ist die Blütenfarbe bräunlich, mal rosarot. Die Sorte „Cassian“ blüht dafür elfenbeinfarben. Violette Blüten hat „Moudry“.
In kurzen Sommern wird die Blütezeit verkürzt und das Federborstengras bildet seine Blüten nicht komplett aus. Dies ist auch der Fall, wenn es zu regnerisch ist oder die Pflanze in einem rauen Klima wächst.
Standort und Boden
Für Federborstengras brauchst du einen frischen und nährstoffreichen Boden. Zudem ist eine gute Drainage notwendig. Wenn du die Zierpflanze in den Garten setzt, achte auf einen warmen Platz in der Sonne. Halte den Untergrund gleichmäßig feucht. Mit Trockenheit kommen nur gut eingewachsene Pflanzen zurecht. Vermeide auch verdichtete, schwere Böden sowie Staunässe.
Federborstengras pflanzen – im Beet und im Kübel
Im Beet setzt du das Federborstengras in Einzelstellung. So hebst du den besonderen Wuchs und die Blüten der Pflanze hervor. Es eignet sich aber auch für die Pflanzung in kleinen Gruppen in einem Beet. Stehen zu viele Pflanzen zusammen, geht die Pflanze in der Masse unter.
Möchtest du das Ziergras in einem Topf kultivieren, bieten sich kleine und mittelgroße Sorten an. Dazu gehört zum Beispiel „Hameln“. Achte auf eine ausreichende Größe des Gefäßes. Bei „Hameln“ ist ein Topf mit einem Erdvolumen von mindestens 10 l notwendig. Noch mehr Platz braucht die Sorte „Cassian“. Der Topf sollte ein Volumen von mindestens 15 l haben. Die Sorte „Little Bunny“ passt auch in Töpfe mit einem Fassungsvermögen von 3 l.
Bei der Topfpflanzung ist eine gute Drainage notwendig. Dafür legst du auf dem Untergrund eine Schicht aus Blähton in den Kübel. So kann das Wasser gut ablaufen.
Freiflächen in Beeten eignen sich am besten für Federborstengras. Daher solltest du auch entsprechende Pflanznachbarn wählen. Gute Kombinationen sind zum Beispiel möglich mit Hohen Fetthennen (Sedum Telephium-Hybriden), Katzenminzen (Nepeta), Sonnenhut (Rudbeckia) und Astern. Auch Rosen, Stauden und Bodendecker lassen sich hervorragend mit dem Ziergras kombinieren und sorgen für ein abwechslungsreiches Bild im Garten.
Tipp: Die Blütenähren eignen sich nach dem Schnitt für spätsommerliche und herbstliche Blumensträuße.

Kombiniere Federborstengras mit passenden Pflanzpartnern. So ergibt sich ein harmonisches Bild im Garten.
Federborstengras richtig pflegen und schneiden

Federborstengras schneidest du im späten Frühjahr. Kürze die Pflanzen dann auf eine Handbreit über dem Boden ein.
Pflanze Federborstengras im Frühjahr. Achte dabei auf einen ausreichenden Abstand zu anderen Pflanzen. Dann kommen die Blütenähren am besten zur Geltung. Ist der Boden eher schwer, lockerst du ihn mit Sand oder Kies auf.
Federborstengras eignet sich nicht für die Unterpflanzung von Gehölzen. Dies liegt daran, dass es nicht mit Wurzelkonkurrenz umgehen kann. Außerdem ist ein Platz in der prallen Sonne nötig. Im Schatten wächst die Pflanze eher kümmerlich.
Im Vergleich zu anderen Ziergräsern treibt Federborstengras erst sehr spät aus. Dafür bleiben die Blüten auch im Winter erhalten. Der Blatthorst schützt das Gras im Winter vor Schäden. Igel nutzen die Pflanze deshalb gern als Rückzugsort.
Teile das Federborstengras alle drei bis vier Jahre. Ansonsten vergreist es und bildet nur noch wenige Blüten. Neu eingepflanzte Teile wachsen allerdings manchmal schwierig an. Einige Sorten lassen sich auch durch Aussaat vermehren.
So schneidest du Federborstengras richtig
Im späten Frühjahr ist der Zeitpunkt gekommen, dein Federborstengras zurückzuschneiden. Warte damit bis kurz vor dem Austrieb. Eine Handbreit über dem Boden schneidest du das Ziergras dann mit der Gartenschere ab.
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Häufige Fehler vermeiden
Auch wenn Federborstengras als pflegeleicht gilt, schleichen sich bei der Standortwahl und Pflege oft typische Fehler ein. Diese lassen sich leicht vermeiden, wenn man einige Punkte beachtet:
Falsche Standortwahl: Federborstengras benötigt viel Sonne. Ein zu schattiger Platz führt zu schwachem Wuchs und weniger Blüten.
Staunässe: Nasser Boden schadet den Wurzeln. Achte auf gute Drainage, um Fäulnis vorzubeugen.
Zu dichter Pflanzabstand: Pflanzen, die zu nah gesetzt werden, konkurrieren um Licht und Nährstoffe.
Ungeeigneter Schnittzeitpunkt: Ein Rückschnitt im Herbst schwächt die Pflanze. Du solltest Federborstengras immer erst im Frühjahr schneiden.
Falsche Pflege im Winter: Viele Arten sind zwar robust, doch während eines besonders kalten Winters kann ein Schutz aus Laub oder Reisig Frostschäden verhindern.








