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Großer Berglorbeer – Eigenschaften im Überblick

Zuletzt aktualisiert: 19.01.20225 MinutenVon: OBI Redaktion
Weiße Blüten vom Großen Berglorbeer

Der große Berglorbeer ist eine beliebte Alternative zu Rhododendren und Azaleen. Alles Wissenswerte über Standort, Boden und Pflege erfährst du in diesem Ratgeber.

Großer Berglorbeer – Herkunft und Größe

Der Berglorbeer (Kalmia latifolia) ist ein kompakter Strauch, der im Garten eine Höhe und Breite von etwa zwei Metern erreicht und 10 cm bis 20 cm pro Jahr wächst. Er kommt ursprünglich aus Nordamerika, wo er noch größer wird. Dort erreicht er in freier Wildbahn eine Höhe von bis zu fünf Metern.

Die Pflanze wird auch als breitblättrige Lorbeerrose bezeichnet und wächst vor allem auf sauren Böden. Während der Berglorbeer in niedrigen Gebieten dicht wächst, entwickelt er in zunehmenden Höhenlagen einen lockeren Wuchs.

 

Blütezeit und Wuchs

Weiße Blüte vom Großen Berglorbeer.

Der große Berglorbeer bildet ovale beziehungsweise elliptische und bis zu 12 cm lange Blätter aus. Sie sind dunkelgrün und werden mit zunehmendem Alter etwas heller.

Im Frühsommer entwickelt die Kalmia latifolia 8 cm bis 10 cm große Doldentrauben mit leicht klebrigen und becherförmigen Blüten. Diese Blüten sind etwa 2 cm groß und variieren in ihren Farben von Weiß bis Rosa-rot. Die Früchte des Berglorbeers befinden sich in Kapseln mit fünf Kammern und sind knapp einen Millimeter groß.

Der richtige Standort

Der ideale Standort für die breitblättrige Lorbeerrose ist sonnig. Auch ein heller, halbschattiger Platz ist für die Pflanze geeignet. Der Berglorbeer ist windempfindlich – schütze ihn an seinem Standort also entsprechend. Das gelingt dir, indem du Kübelpflanzen zum Beispiel mit Vlies oder Folie umwickelst oder die Kalmia latifolia zwischen andere Sträucher pflanzt.

Verwende einen lockeren und durchlässigen Boden mit einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5 für die Pflanze. Das Substrat sollte also leicht sauer sein. Vermeide kalkhaltige Böden – diese verträgt der Berglorbeer weniger gut und wächst dann langsamer.

Die Pflanzzeit der Kalmia latifolia ist entweder im Herbst oder im Frühjahr. Mische Sand oder kleine Kieselsteine und Humus in den lockeren Boden, bevor du den Berglorbeer einpflanzt.

Hinweis: Besonders ältere Pflanzen können empfindlich darauf reagieren, wenn du sie umsetzt. Vermeide es deshalb, ältere Lorbeerrosen zu versetzen.

Gartengestaltung mit dem großen Berglorbeer

Großer Berglorbeer mit rosa Blüten steht in einem Garten, davor eine Naturbank aus einem großen Stein.

Im Garten lässt sich die Lorbeerrose mit Rhododendren und Azaleen kombinieren. Im Halbschatten der Rhododendren gedeiht der Berglorbeer gut und ist gleichzeitig windgeschützt.

Wenn Lorbeerrosen älter werden, neigen sie manchmal dazu, im unteren Teil ihre Blätter zu verlieren und kahle Stellen zu bilden. In diesem Fall kannst du Stauden und Purpurglöckchen in die Freiräume pflanzen, um Stellen ohne Blätter zu überdecken.

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Pflege und Schnitt

Der Berglorbeer ist nicht besonders pflegeintensiv. Verwende organischen Dünger oder Kompost, um ihn im Frühjahr zu düngen. Achte außerdem darauf, dass dir die Kalmia latifolia im Sommer nicht austrocknet. Wässere sie bei anhaltender Trockenheit und verwende dabei kalkfreies Wasser.

Auf den Schnitt kannst du grundsätzlich verzichten. Der Berglorbeer wächst langsam und muss daher nur selten in Form gebracht werden. Schneide lediglich trockene Äste ab, die ineinander verwachsen. Wenn du das Blütenwachstum deiner Pflanze anregen möchtest, empfehlen wir dir, regelmäßig die verwelkten Blüten abzuzupfen.

Hinweis: Der Berglorbeer ist giftig. Verwende deshalb Handschuhe, Augen- und Mundschutz, wenn du an der Pflanze arbeitest. Achte unbedingt darauf, dass deine Haustiere nicht an den Strauch kommen. Das Gift kann bei ihnen Atemwegsbeschwerden, Übelkeit, Schwindel und sogar Herzversagen auslösen.

Sorten

Rote Blüten des Großen Berglorbeers.

Der Berglorbeer untergliedert sich in variantenreiche Sorten. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Blütenfarbe und der Blütenanzahl. Die Sorte „Ostbo Red“ ist zum Beispiel aufgrund ihrer roten Knospen bekannt.

Die Sorte „Sarah“ bildet kräftig rosafarbene Blüten und die Blüten von „Clementine Churchill“ sind außen rot und innen pink. Weitere Sorten wie „Peppermint“ oder „Vanilla Creme“ bilden farbige Streifen auf den Blüten.

Vermehrung des großen Berglorbeers

Eine Lorbeerrose zu vermehren, ist schwierig. Die Stecklinge verwurzeln nur schwach. Bei den meisten Pflanzen aus dem Handel handelt es sich um Zuchtformen, die sich per Aussaat nur schwer im Garten vermehren lassen. Wenn dir die Aussaat gelingt, dauert es mindestens fünf Jahre, bis sich die ersten Blüten bilden.

Am erfolgversprechendsten ist es, die Kalmia latifolia per Absenker zu vermehren. Hierzu platzierst du eine Sprosse der ursprünglichen Pflanze in weiterer Entfernung in einen geeigneten Boden. Dabei darfst du sie nicht von der Pflanze trennen. Die Sprosse bildet manchmal eigene Wurzeln und es entsteht eine genetisch gleiche Pflanze.

Schädlinge und Krankheiten

Der einzige gefährliche Schädling für die Kalmia latifolia ist der gefurchte Dickmaulrüssler. Wenn du Buchtenfraß an deiner Pflanze erkennst, deutet das auf einen Befall hin. Gelangt der Dickmaulrüssler an die Wurzeln der Lorbeerrose, kann sie absterben.

Weitere Schäden an der Lorbeerrose entstehen durch Nekrosen an den Rändern der Blätter. Sie werden in den meisten Fällen durch eine zu starke Düngung oder durch Salzschäden verursacht.

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