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Ast einer Berberitze mit roten Früchten im Garten

Dieser Ratgeber liefert dir Informationen zu den Eigenschaften der Berberitzen. Lies hier, welchen Standort und Boden Berberitzen bevorzugen und wie du sie am besten pflanzen, pflegen, vermehren und vor Schädlingen schützen kannst.

Woher kommen Berberitzen?

Mit Ausnahme von Australien kommen Berberitzen in allen gemäßigten und subtropischen Regionen der Welt vor. Es gibt etwa 500 verschiedene Arten von Berberitzen. Das Gehölz gehört zur Familie der Sauerdorngewächse, weshalb sie auch als Sauerdorn bekannt sind. In Deutschland ist der Gewöhnliche Sauerdorn heimisch. Dieser trägt auch den Namen Essigbeere.

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So sehen Berberitzen aus

Berberitzen wachsen als kleine bis mittelhohe Sträucher. Sie sind sommer- bis immergrün und ihr Gehölz hat längliche oder eiförmige Blätter. Die Kronen wachsen dicht und hängen in der Regel über. Die langen, dünnen Triebe bilden spitze Dornen.

Du erkennst Berberitzen auch an der hellgrauen Farbe der Äste und Zweige. Das Holz der Pflanze ist recht spröde und auffallend gelblich gefärbt. Im Herbst nehmen die sommergrünen Arten meist eine gelbe bis leuchtend rote Farbe an. Dies gilt auch für einige wintergrüne Vertreter. Es gibt auch immergrüne Sorten, die im Winter ihre Laubfarbe ändern. Da diese Arten das ganz Jahr über ein dichtes Blattwerk haben, kannst du sie gut als Sicht- und Windschutz einsetzen.

Das Gehölz bildet auch Blüten, die klein und gelblich sind und viele Insekten anlocken. Aus den Blüten entwickeln sich kleine, kugelige bis eiförmige Beeren. Diese haben eine leuchtend rote, violette oder fast schwarze Haut. Die Früchte sind essbar und auch Vögel nutzen Berberitzen als Nahrungsquelle.

Gelbe Blüten an einem Ast der Berberitze

Die Blüten der Berberitze sind klein und gelb. Sie ziehen viele Insekten an.

Standort und Boden

Pflanze deine Berberitzen an einen sonnigen Standort. Immergrüne Arten des Gehölzes setzt du absonnig bis halbschattig. Im Winter besteht ansonsten die Gefahr, dass das Laub bei Frost und starker Sonneneinstrahlung geschädigt wird.

Große Ansprüche an den Boden haben Berberitzen nicht. Wichtig ist nur, dass er durchlässig und nicht zu humusarm ist. Die Pflanzen wachsen auf allen kultivierten, mäßig trockenen bis mäßig feuchten, sauren bis alkalischen Untergründen.

Berberitzen pflanzen

Berberitzen kaufst du meist im Topf. Daher hast du das ganze Jahr über Zeit, sie zu pflanzen. Für immergrüne Vertreter sind die optimalen Pflanzzeiten im Frühjahr und im Frühsommer.

Im Herbst setzt du die Pflanzen besser nicht an sonnige Standorte, denn im Winter drohen dort Blattschäden. Humusarme Sand- und Lehmböden reicherst du mit Laubkompost an, um gute Bedingungen für die Berberitze zu schaffen.

Berberitzen pflegen

Sind Berberitzen gut eingewachsen, brauchen sie weder Dünger noch zusätzliches Wasser. Decke lediglich den Wurzelbereich mit Rindenmulch ab, denn dadurch bleibt der Boden gleichmäßig feucht. Außerdem unterdrückt die Schicht Unkraut.

Gerade bei niedrigen Arten stören die Dornen der Berberitzen beim Jäten von Unkraut. Daher ist es ratsam, Arbeitshandschuhe mit Kautschukbeschichtung zu tragen, wenn du die Pflanzen pflegst. Auch spezielle Rosenhandschuhe eignen sich, damit sich Dornen nicht bis in die Hand bohren können.

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Grün-rot gefärbter Berberitzen-Strauch im Garten

Gut eingewachsene Berberitzen sind sehr pflegeleicht. Sie brauchen nicht viel Wasser und auch keinen Dünger.

Zuschnitt der Pflanzen

Kleine Exemplare der Berberitze benötigen nach dem Anpflanzen einen Pflanzschnitt. Schneide die Triebe um rund ein Drittel bis die Hälfte ab, damit sie sich besser verzweigen können. Weitere Schnitte nimmst du an den Sträuchern im Regelfall nicht mehr vor.

Willst du die Kronen der Pflanzen neu aufbauen, schneidest du die Berberitzen nach Bedarf. Sie vertragen alle Schnitte sehr gut und alte Äste treiben zuverlässig neu aus.

Nutzt du die Pflanzen als Hecke oder Formgehölz, dann stutzt du sie ein- bis zweimal im Jahr. Bringe sie mit einer Heckenschere auf die gewünschte Höhe und Breite. Als Hecke und für Einfassungen eignen sich sommergrüne Arten wie Thunbergs Berberitze sowie die Buchsbaumblättrige Berberitze.

Zur Begrünung von Flächen oder als pflegeleichte Grabbepflanzung verwendest du die Schnee-Berberitze. Sie ist immergrün und wächst gedrungen und breit.

Aus höheren immergrünen Arten legst du geschnittene oder frei wachsende Hecken an. Alle größeren Berberitzen eignen sich bestens zur Grundstückseinfriedung. Ihre dornigen Triebe halten unerwünschte Gartenbesucher wie beispielsweise streunende Katzen fern. Außerdem haben sie einen hohen ökologischen Wert: Die Pollen und der Nektar sind wichtige Nahrungsquellen für viele Insekten. Vögel nutzen hoch gewachsene Berberitzen auch als katzensichere Brutplätze.

Berberitzen kommen auch in öffentlichen Anlagen zum Einsatz. Sie stehen meist in Gehölzgruppen, sehen aber auch in Einzelstellung gut aus. Setze besonders reichblühende Arten wie die Nadelblättrige Berberitze in deinem Beet oder deinen Rabatten ein.

Für die Kultivierung im Kübel eignen sich schwachwüchsige Arten, die wenig Wasserbedarf haben.

Heimwerker schneidet Berberitzen-Strauch mit Hand-Heckenschere und Arbeitshandschuhen zu.

Stutze die Berberitze ein- bis zweimal im Jahr, wenn du sie als Hecke oder Formgehölz nutzt.

Früchte verarbeiten

Die Früchte der Gemeinen Berberitze sind essbar. Sie enthalten viel Vitamin C, schmecken aber sehr sauer. Die Samen solltest du nicht mitessen. Verwende zur Verarbeitung weniger saure Sorten, manche gibt es auch ohne Samen. Am besten eignet sich die Ertragssorte der Koreanischen Berberitze „Rubin“, die sehr große Beeren hat.

Aus den Beeren kannst du Gelee, Mehrfruchtkonfitüre oder Saft herstellen. In der Vergangenheit wurde der Berberitzensaft ähnlich wie Zitronensaft gegen Fieber verwendet. Ihm wurden auch positive Eigenschaften bei Lungen-, Leber- und Darmerkrankungen nachgesagt.

Auf Märkten persischer Kulturen gibt es auch getrocknete Berberitzenfrüchte. Sie werden oft in Reis gemischt, um ihm mehr Aroma zu verleihen.

Hinweis: Die Früchte anderer Arten gelten als schwach giftig, denn in der Rinde aller Berberitzen befindet sich ein giftiges Alkaloid.

Wie vermehrt man Berberitzen?

Berberitzen vermehrst du im Frühsommer durch schwach verholzte Stecklinge. Mit Steckhölzern vermehrst du stärker wachsende sommergrüne Arten, zu denen auch die Ottawa-Berberitze gehört. Grundsätzlich ist die Anzucht aus Samen ebenfalls möglich, jedoch für Hobbygärtner nicht ratsam.

Heimwerker schneidet Berberitzen-Stecklinge für die Vermehrung zu.

Berberitzen vermehrst du über Stecklinge. Der Frühsommer ist die beste Zeit dafür.

Krankheiten und Schädlinge

Immergrüne Berberitzen sind besonders robust und kaum anfällig für Krankheiten. Dafür befällt der Dickmaulrüssler die Gehölze häufig. Echter Mehltau hingegen kann den sommergrünen Berberitzen häufiger schaden.

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