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Woher kommen Forsythien?

Weltweit gibt es nur sieben Arten von Forsythien. Die meisten stammen aus Ostasien. Aus Südeuropa kommt die „Forsythia europaea“. Die Gewächse sind auch als Goldglöckchen bekannt. Sie gehören zu den Ölbaumgewächsen (Oleaceae) – ebenso wie der Olivenbaum.

Bei Garten-Forsythien handelt es sich stets um Hybride. Sie sind eine Kreuzung aus den ostasiatischen Arten „Forsythia suspensa“ und „Forsythia viridissima“.

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Aussehen und Wuchs von Forsythien

Forsythien erreichen eine Höhe von 2 m bis 3 m. Die Sträucher wachsen zunächst aufrecht. Je älter sie werden, desto überhängender ist der Wuchs. Bis ins hohe Alter bildet auch das ältere Holz an der Basis und in der Mitte neue Triebe. Sie wachsen straff aufrecht. Die jungen Triebe haben eine olivgrüne Rinde. Mit der Zeit verfärbt sie sich ockergelb bis graugelb. Dabei wachsen auffallend große Korkwarzen. Sie werden auch Lentizellen genannt.

Blätter, Blüten und Früchte des Goldglöckchens

Forsythien haben sommergrüne Blätter. Sie färben sich im Herbst gelblich bis violett, sofern sie an sonnigen Standorten mit trockenen und nährstoffarmen Böden stehen. Das Laub ist 8 cm bis 12 cm lang. Es ist eiförmig und hat eine längliche Spitze. Am Rand ist das Laub gesägt. Die Blattspreite sind in der Regel hell- bis frischgrün.

Ab Mitte März blühen Forsythien. Die Blüten sind gelb und glockenförmig. Sie bestehen aus vier Blütenblättern. Der Durchmesser beträgt etwa 3 cm. Die Blüten wachsen nahezu auf der gesamten Länge der Triebe. Besonders viele Blüten bilden sich an zwei- bis dreijährigen Trieben. Die Blüten enthalten weder Nektar noch verwertbare Pollen.

Entweder sind Hybridsorten steril oder bilden nur wenige Früchte. Eine Ausnahme ist die Sorte „Beatrix Farrand“. Sie ist zuverlässig fruchtbar. Aus ihren Blüten entstehen braune Kapselfrüchte.

Blüte an der Forsythie

Forsythien haben zwar viele Blüten, Insekten finden darin allerdings keinen Nektar oder Pollen.

Geeignete Standortbedingungen

Vollsonnige Standorte fördern die Blüte von Forsythien. Die Sträucher wachsen aber auch im Halbschatten und Schatten. Dort blühen sie jedoch nicht so stark. Außerdem wachsen die Kronen lichter als in der Sonne.

Als Boden eignen sich Untergründe, die sauer bis alkalisch, durchlässig und nicht zu trocken sind. Enthalten sie zu viel Kalk, färbt sich das Laub unter Umständen gelb. Die Sträucher wachsen besonders gut auf humusreichen Böden.

Forsythien pflanzen

Häufig erhältst du Forsythien im Topf. Sie wachsen schnell und lassen sich einfach vermehren. Wenn du sie in deinem Garten pflanzt, achte auf einen Boden mit guter Wasserhaltekraft. Arbeite den Boden wenn nötig mit reifem Kompost und Laubhumus auf. Bedecke den Boden nach dem Pflanzen mit Rindenhumus.

Forsythie pflegen und schneiden

Eine Person schneidet eine Forsythie mit einer Baumschere

Nach der Blüte schneidest du die Forsythie radikal zurück. Entferne alle Äste, die älter als drei Jahre sind.

Ist es im Sommer trocken, gießt du Forsythien rechtzeitig. Bei Hitze und trockenen Böden hängen die Blätter herab. Zudem führt Wassermangel dazu, dass sich im nächsten Jahr weniger Blüten bilden.

Regelmäßiges Düngen ist bei den Sträuchern nicht notwendig. Bearbeite auch den Boden im Wurzelbereich deiner Forsythien nicht. Wachsen Wildkräuter durch die Mulchschicht, entfernst du sie am besten mit der Hand.

Die Pflanzen halten starke Wurzelkonkurrenz aus. Somit hast du die Möglichkeit, Bodendecker als Unterpflanzung gegen Unkraut zu setzen.

Forsythien vergreisen schnell. Außerdem werden sie blühfaul. Dem kannst du aber entgegenwirken. Dafür ist ein Rückschnitt sinnvoll. Schneide den Blütenstrauch zwischen Mitte und Ende April nach der Blüte. Lichte ihn jährlich bis maximal alle drei Jahre aus. Verwende dafür eine Astschere. Dabei entfernst du alle Äste, die über drei Jahre alt sind. Alternativ schneidest du sie über einem jüngeren Seitentrieb ab. Neue Triebe wachsen aus der Strauchbasis. Von diesen vorjährigen Trieben lässt du so viele stehen, wie du überalterte Äste abgeschnitten hast.

Einen radikalen Rückschnitt auf den Stock nimmst du vor, wenn du deine Forsythie jahrelang nicht geschnitten hast. Die Krone fällt dabei meist auseinander. Nach dem Schnitt bildet der Strauch kräftige Jungtriebe. Dadurch wird die Krone neu aufgebaut.

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Forsythien im Garten verwenden

Die typischen gelben Blüten öffnen sich im Frühjahr. Mit ihrer Farbe ziehen sie die Blicke im Garten auf sich. Als Heckenpflanze wirkt die Forsythie schnell zu dominant. Pflanze sie in kleinen Gruppen mit bis zu drei Exemplaren oder in Einzelstellung. Kombiniere sie beispielsweise mit blauen Zwiebelblumen wie Traubenhyazinthen.

Wichtig ist, die Forsythien mit anderen Blütensträuchern oder Stauden zu kombinieren, die nach der Forsythienblüte die Lücke füllen. Denn ist diese vorbei, verliert der Strauch schnell an Wirkung. Er besitzt weder eine besondere Wuchsform noch auffällige Blätter. Daher eignet sich das Gewächs vor allem als Hintergrundbepflanzung für Staudenbeete. Diese blühen ab Mitte April, wenn die Forsythien nicht mehr blühen.

Für Pflanzkübel bieten sich niedrige Sorten an. Dazu zählt „Week-End“. Sie ist robust genug, um im Topf zu wachsen. Die Blüte ist jedoch recht kurz und die Pflege aufwendig.

Die Zweige der Forsythien sind beliebte Osterdekorationen. Aber auch an Weihnachten bringen sie Farbe in deine Wohnung. Schneide sie dafür am Barbaratag, dem 4. Dezember, ab. An Weihnachten blühen sie dann in der Regel.

Eine blühende Forsythie im Garten

Die Forsythie läutet im Garten den Frühling ein. Zu Ostern sind die Zweige eine beliebte Dekoration.

Sorten von Forsythien

Es gibt drei Hauptsorten der Forsythie: „Beatrix Farrand“, „Lynwood“ und „Spectabilis“. Sie unterscheiden sich nur in wenigen Punkten. „Beatrix Farrand“ wächst stark und hat kräftige Triebe, die steif wirken. Die Blüten und Blätter sind groß.

Hellgelb blüht „Lynwood“. Die Blüten von „Spectabilis“ sind hingegen dunkelgelb. Eine kompakte Sorte ist „Week-End“. Sie wird zwischen 1,5 m und 2 m hoch und bildet helle Blüten.

Forsythien vermehren

Forsythien vermehrst du mit Steckholz oder Stecklingen. Letztere verwendest du für schwächer wachsende Sorten im Frühsommer. Mit Steckhölzern ziehst du neue höhere Sorten.

Potenzielle Krankheiten und Schädlinge von Forsythien

Steht die Forsythie sonnig auf einem ausreichend feuchten Boden, wird sie kaum von Krankheiten befallen. Im Frühjahr droht ab und zu ein Befall durch die Monilia-Spitzendürre. Ist dein Strauch infiziert, schneidest du alle befallenen Zweige rechtzeitig und großzügig aus der Krone.

Eine häufige Krankheit ist der Echte Mehltau. Langfristige Schäden richtet er aber nicht an.

Zu den potenziellen Schädlingen zählen vor allem Blattläuse und Dickmaulrüssler.

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