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Rotlaubige Glanzmispel am Wasser

Die Rotlaubige Glanzmispel eignet sich als Solitär- und Heckenpflanze für den Garten. Erfahre mehr über die unterschiedlichen Sorten und wie du den immergrünen Strauch richtig pflegst.

Woher kommt die Rotlaubige Glanzmispel?

Die Gattung der Glanzmispeln (Photinia) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und umfasst etwa 60 Arten. Der Name der Gattung Photinia leitet sich vom griechischen „photeinos“ ab, das „leuchtend hell“ bedeutet. Ein Hinweis auf das bronzefarbene bis feuerrote Blattwerk der unterschiedlichen Sorten liegt damit bereits im Namen. Ursprünglich sind die Pflanzen in Süd- und Ostasien beheimatet. Eng verwandte Arten gibt es außerdem in Nordamerika.

Als Ziersträucher werden meist Hybride wie die Rotlaubige Glanzmispel (Photinia x fraseri) eingesetzt, die auch als Frasers Glanzmispel bekannt ist. Hierzulande ist die Sorte Photinia × fraseri „Red Robin“ als Heckenpflanze und Zierstrauch sehr beliebt.

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Wuchs der Glanzmispeln

Die Rotlaubige Glanzmispel wächst ausladend und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 3 m. Im Alter legt der Strauch vor allem in der Breite zu, weshalb er als Heckenpflanze beliebt ist. Die Sorte „Red Robin“ wird etwa 2 m hoch, „Indian Prince“ bleibt knapp darunter.

Während es durchaus laubabwerfende Photinia gibt, sind die Sorten der Frasers Glanzmispel immergrün. Im Frühjahr und Sommer erscheinen die schmalen, etwa 8 cm bis 15 cm langen Blätter in kräftigen Rottönen. Auffällig ist, dass die Oberseite etwas dunkler als die Unterseite ist. Der Rand der glänzenden, wechselständig angeordneten Blätter ist fein gesägt und spitz zulaufend.

Von Mai bis Juni bilden sich kleine weiße Blüten an der Pflanze. Sie wachsen in etwa 10 cm breiten Schirmrispen, die einen milden Duft verströmen. Aus den Blüten entwickeln sich bis zum Herbst etwa 1 cm große rote Früchte, die eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel im Winter darstellen.

Hinweis: Für Menschen und die meisten Haustiere sind die Beeren giftig.

Rotlaubige Glanzmispel mit Blüten

Von Mai bis Juni blüht die Rotlaubige Glanzmispel weiß. Bis zum Herbst entwickeln sich aus den Blüten die roten Beeren.

Standort und Boden

Der ideale Boden für die Rotlaubige Glanzmispel ist mäßig trocken, durchlässig und nährstoffreich. Der Strauch kommt dabei mit unterschiedlichen pH-Werten zurecht und gedeiht auch auf saurem und alkalischem Boden.

Als Standort bevorzugt die Pflanze einen geschützten Platz im Garten, der sowohl sonnig als auch halbschattig sein kann. Da die meisten Sorten lediglich bedingt winterhart sind, sollte die Heckenpflanze nur in wintermilden Gebieten gepflanzt werden, wie zum Beispiel in einer Weinbauregion. Die Sorte „Robusta“ ist aber winterhart.

Pflanzung und Pflege

In Gegenden mit kalten Wintern ist das Frühjahr der optimale Zeitpunkt zum Einpflanzen. So hat die Heckenpflanze bis zum Winter genügend Zeit, um anzuwachsen. In wärmeren Regionen kannst du die Rotlaubige Glanzmispel aber auch im Herbst nach Abschluss der Wachstumsphase noch einsetzen.

Bei einer Hecke beträgt der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen etwa 40 cm bis 50 cm. Hebe mit dem Spaten jeweils ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß wie der Topfballen ist.

In das Pflanzloch füllst du etwas Kompost, gemischt mit lockerer Erde. Bevor du die Glanzmispel aufrecht mittig einsetzt, stellst du die Pflanze mit dem Topfballen in einen mit Wasser gefüllten Eimer, damit sie sich vollsaugen kann. Dadurch lässt sich die Rotlaubige Glanzmispel auch leichter aus dem Topf lösen.

Beim Einpflanzen sollte die Ballenoberfläche auf einer Höhe mit dem Gartenboden abschließen. Zum Schluss füllst du das Loch mit Erde auf, trittst den Untergrund fest und gießt die Pflanze durchdringend an.

In den ersten Wochen nach dem Einsetzen ist die Rotlaubige Glanzmispel bei eher trockenen Bedingungen auf eine regelmäßige Wasserzufuhr angewiesen.

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Rotlaubige Glanzmispel schneiden

Pro Jahr legt die Rotlaubige Glanzmispel etwa 20 cm bis 40 cm zu. Rund ums Jahr empfiehlt es sich daher, lange Triebe in regelmäßigen Abständen zu entfernen. Das ist bei Solitärpflanzen allerdings weniger wichtig als bei Heckenpflanzen.

Damit als Hecke gepflanzte Exemplare ihren kompakten Wuchs behalten, nimmst du regelmäßig einen Rückschnitt mit der Heckenschere oder Gartenschere vor.

Totes Holz entfernst du am besten mit einem Rückschnitt im Herbst. Wer im Winter auf die dekorativen Beeren nicht verzichten möchte, lässt dabei welke Blüten stehen.

Hinweis: Befinden sich kleine Kinder im Haushalt, solltest du im Herbst aber auch die Blüten wegschneiden.

Im Frühjahr entfernst du die alten Beerenrispen und kannst die Pflanze noch einmal mit einem Schnitt in Form bringen.

Verwendung im Garten

Rotlaubige Glanzmispel im Garten in Einzelstellung.

In Einzelstellung wirkt die Rotlaubige Glanzmispel sehr gut im Garten. Dort setzt sie einen farbigen Akzent.

Ob als Hecke, einzeln im Garten oder als Kübelpflanze auf der Terrasse – die Rotlaubige Glanzmispel bietet jede Menge Gestaltungsspielraum. Der Strauch lässt sich zudem gut mit Jasmin, Kirschlorbeer, Pfeifenstrauch oder Forsythie kombinieren.

Im Winter setzt die Rotlaubige Glanzmispel einen attraktiven Farbakzent im Garten. Der Neuaustrieb ab dem Frühling dauert bis zu vier Monate. Zu dieser Zeit sind die rötlichen Triebe ein besonderer Blickfang im Garten.

Sortentipps

  • Red Robin“ ist als Ziergehölz und Heckenpflanze hierzulande weit verbreitet.
  • „Little Red Robin“ ist eine Zwerg-Glanzmispel, die sich als Kübelpflanze anbietet und sehr schnittverträglich ist.
  • „Cailvy“ besitzt tiefrotes Laub, das einen dekorativen Blickfang im Garten darstellt.
  • „Indian Princess“ bietet sich mit ihrem kompakten Wuchs besonders für Hecken an.
  • „Birmingham“ bildet glänzende ledrige Blätter aus.
  • „Pink Marble“ hat dreifarbiges Laub in den Tönen Pink, Weiß und Grün und wirkt vor allem gut als Solitärgehölz.
  • Von den Ziersträuchern verträgt „Robusta“ am besten Kälte und gilt als winterhart.
Rotlaubige Glanzmispel der Sorte „Red Robin“

Die Sorte „Red Robin“ ist mit ihren feuerroten Blättern ein beliebtes Ziergehölz.

Rotlaubige Glanzmispel vermehren

Die Rotlaubige Glanzmispel lässt sich grundsätzlich über Aussaat, abgesenkte Triebe sowie mithilfe von Stecklingen vermehren.

  1. Die reifen Beeren des Strauchs eignen sich zum Aussäen im Frühbeet. Darin sollten die Jungpflanzen auch frostfrei überwintern. Ab Ende Mai, wenn kein Frost mehr droht, ziehen die Pflänzchen dann an ihren endgültigen Standort im Garten um.
  2. Ein biegsamer gesunder Zweig lässt sich als Absenker verwenden. Grabe zunächst ein etwa 30 cm tiefes Loch neben den Strauch, das du mit Anzuchterde oder Kompost füllst, bevor du den Zweig zu Boden biegst. An der aufliegenden Stelle ritzt du den Zweig mit einem scharfen Messer ein. Beschwere den Absenker dann mit einem Stein und nutze etwas Draht, um den Zweig am Boden zu fixieren. Bis sich Wurzeln an der Schnittstelle bilden, können mehrere Monate vergehen. Neue Triebe zeigen an, dass es funktioniert hat und du den Absenker von der Mutterpflanze trennen kannst.
  3. Um die Rotlaubige Glanzmispel über Stecklinge zu vermehren, schneidest du im Sommer etwa 20 cm bis 30 cm lange halbverholzte Triebe von der Pflanze. Sie sollten mindestens drei Blattpaare aufweisen. Die untersten Blätter entfernst du, bevor du den Steckling in Töpfe mit Anzuchterde steckst und gut angießt. Stülpe Plastikfolie über den Anzuchttopf, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Die Stecklinge lässt du dann in einem Frühbeet frostfrei überwintern. Nach mehreren Wochen bilden sich die ersten Wurzeln und die Jungpflanzen können in einen größeren Topf umziehen.

Krankheiten und Schädlinge

Feuerbrand kann zu Blattflecken an der Rotlaubigen Glanzmispel führen. In der Regel sorgen Kälte- oder Frostschäden für Verfärbungen. Gelbe Ränder in Verbindung mit Laubabwurf können Anzeichen für den Blattfleckenpilz sein. Nimm dann die befallenen Blätter ab und versorge die Pflanze mit Wasser sowie allen wichtigen Nährstoffen.

Blattläusen beugst du mit Knoblauchsud vor. Sprühe die Pflanzen im Frühjahr damit ein. Bei einem Befall bieten sich außerdem Mittel auf Rapsölbasis an.

Gegen den Dickmaulrüssler setzt du Parasitäre HM-Nematoden ein. Das Absammeln der Schädlinge allein reicht nicht.

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