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Kaffeepflanze – Eigenschaften im Überblick

Zuletzt aktualisiert: 19.01.20225 MinutenVon: OBI Redaktion
Kaffeepflanze mit Frucht

Kaffeepflanzen kannst du auch zu Hause kultivieren. Mit unseren Tipps, Geduld und etwas Glück tragen sie sogar die begehrten Früchte, in denen die Kaffeebohnen heranwachsen.

Herkunft der Kaffeepflanze

Die Kaffeepflanze (Coffea arabica) gehört zur Familie der Krappgewächse (Rubiaceae). Beheimatet ist sie in den Bergwäldern Äthiopiens.

Die Kaffeepflanze ist auch unter ihrem lateinischen Namen bekannt. Ihre geröstete Fruchtkerne sind in den meisten Kaffeesorten enthalten. Rund drei Viertel der Kaffee-Ernte weltweit wird aus den Sorten der Kaffeepflanze gewonnen. Erkenntlich ist dies oft durch den Hinweis "Arabica Kaffee".

Der botanische Name verweist auch auf die Vergangenheit der Kaffeepflanze: Lange Zeit wurde sie großflächig in Arabien angebaut. Mittlerweile wird der beliebte Kaffeestrauch überall dort angepflanzt, wo es ein geeignetes, also tropisches Klima zulässt.

Als Kübelpflanze im Gewächshaus, Wintergarten oder in der Wohnung wird die Kaffeepflanze erst seit Kurzem in unseren Breiten gehalten.

Wuchs, Blatt und Blüte der Kaffeepflanze

Die Kaffeepflanze ist ein immergrüner Strauch, der ein dichtes Laubwerk bildet. Aus einem aufrechten Haupttrieb wachsen die Zweige waagerecht zur Seite.

In der Natur erreicht die Kaffeepflanze eine Höhe von 3 m bis 5 m. Als Plantagenpflanze wird sie jedoch meist gekappt, damit sich mehr Zweige und damit mehr Früchte bilden. Im Kübel werden Kaffeepflanzen hierzulande selten über 1 m bis 2 m hoch.

Die Pflanze bildet breit lanzettliche Blätter, die 10 cm bis 15 cm lang werden. Sie wachsen gegenständig an den Trieben. Die Blätter kennzeichnet ein glänzendes Dunkelgrün und leicht gewellte Ränder.

Die Blüten öffnen sich ab April und blühen bis in den Mai hinein. Die kleinen weißen Sternblüten bilden sich büschelweise in den in den Blattachseln. Typisch für Coffea arabica ist der angenehme Duft der Blüten. Bis die ersten Blüten entstehen, vergehen meist drei oder vier Jahre.

Kaffeepflanze mit roten Früchten vor dunkelgrünen Blättern

Die Früchte der Kaffeepflanze werden nicht zu Kaffee verarbeitet. Man verwendet dafür die darin enthaltenen Kerne.

Aus den befruchteten Blüten entstehen die begehrten Früchte. Arabica wird als die beste Kaffeepflanze gehandelt. Ihre Früchte kennzeichnet ein feines Aroma und wenige Bitterstoffe.

Zu Kaffee werden jedoch nicht die Früchte selbst verarbeitet, sondern die in ihnen enthaltenen Samen, also die Kerne der Steinfrüchte. Jede Frucht enthält zwei der Kaffeebohnen. Frisch sind sie weiß bis hellbeige. Ihre typische dunkle Farbe bekommen sie erst durchs Rösten.

Möchtest du deine eigenen Kaffeebohnen ernten, kannst du die Blüten mit einem weichen Pinsel befruchten. Zwar ist der Kaffeestrauch selbstfruchtend, das gelingt jedoch gerade als Zimmerpflanze eher selten.

Sobald die Früchte abfallen, sammelst du sie auf, öffnest sie und holst die Samen heraus. Dann entfernst du das Fruchtfleisch, trocknest die Kerne und röstest sie. Anschließend brauchst du nur noch eine Kaffeemühle und heißes Wasser.

Tipp: Kaffeesatz eignet sich sehr gut als Dünger für Topf- und Gartenpflanzen.

Der richtige Standort

Als Tropenbewohner braucht die Kaffeepflanze einen Ort, der ganzjährig hell, feucht und ausreichend warm. Vermeide allerdings einen Platz in der prallen Sonne.

Durch ihre Herkunft genügen ihr Temperaturen von 18 °C bis 22 °C. Diese sollten konstant herrschen, denn auf Temperaturschwankungen reagiert die Pflanze empfindlich.

Eine gleichmäßig hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 50 % ist für die Kaffeepflanze ebenfalls wichtig. Dazu kannst du sie entweder regelmäßig mit Wasser besprühen, oder einen Luftbefeuchter für eine konstante Luftfeuchte nutzen.

Kaffeepflanzen richtig pflegen

Die Erde für die Kaffeepflanze sollte gut durchlässig sein und viel Humus enthalten. Sie darf leicht sauer sein, ideal ist ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Dafür mischst du am besten Gartenerde mit Sand und nährstoffreicher Komposterde. Setze sie in lockere feuchte Erde, damit sie gut anwachsen kann.

Gieße Kaffeepflanzen ausschließlich mit weichem Wasser. Es sollte dabei stets zimmerwarm sein. Kaltes Wasser kann die Wurzeln beschädigen. Der Wurzelballen im Kübel ist am besten immer leicht feucht. Achte aber darauf, dass keine Staunässe entsteht. Prüfe die Feuchtigkeit der Erde einfach mit dem Zeigefinger. So vermeidest du Gießen, wenn nur die obere Erdschicht angetrocknet ist, die restliche Erde aber noch nass ist.

Zwischen April und September versorgst du die Kaffeepflanze einmal pro Woche mit einem Dünger für Blütenpflanzen. Über den Winter düngst du nur noch alle vier bis sechs Wochen.

Wird sie als Kübelpflanze kultiviert, braucht die Coffea arabica spätestens alle zwei Jahre einen neuen Topf. Ältere Exemplare musst du dagegen nur selten in neue Pflanzgefäße setzen. Der optimale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr.

Zwischen November und März legen Kaffeepflanzen ihre natürliche Ruhephase ein. Während dieser Zeit stehen sie am besten etwas kühler. An dem kühleren Standort sollte der Strauch trotzdem weiterhin viel Sonne bekommen. Die Temperatur darf auch im Winter nicht unter 15 °C fallen.

Wegen der geringeren Temperatur reduzierst du jetzt auch die Wassermengen, um Staunässe zu verhindern. Achte weiterhin darauf, dass die Wurzeln niemals vollständig durchtrocknen.

Kaffeepflanze im Becher

Gieße die Kaffeepflanze mit weichem Wasser. Idealerweise ist es zimmerwarm.

Kaffeepflanze schneiden

Hältst du den Kaffeestrauch zur Zierde, ist ein regelmäßiger Schnitt nicht nötig. Legst du aus optischen Gründen Wert auf viele Verzweigungen und üppiges Laub, kannst du ihn gelegentlich in Form schneiden.

Bei älteren Kaffeepflanzen lohnt es sich, sie ab und an auszulichten. Schneide dafür mit einer kleinen Gartenschere ältere, nicht mehr blühende Zweige ab. So können junge Triebe nachwachsen. Zudem lässt sich der Strauch aufasten, also vom eher strauchartigen Wuchs in ein Bäumchen ziehen.

Sorten-Tipps

Einige Sorten der Kaffeepflanze haben vielversprechende Namen wie Bourbon oder Mocca. Da sie vor allem im landwirtschaftlichen Kaffeeanbau relevant sind, sind diese Arten kaum für den Hausgebrauch erhältlich.

Kaffeepflanze vermehren

Kaffeepflanzen in Anzuchttöpfen

Die Kaffeepflanze kannst du durch Aussaat oder mit Kopfstecklingen vermehren.

Willst du die Kaffeepflanze vermehren, klappt das am besten durch Aussaat oder Kopfstecklinge. Samen solltest du zügig aussäen, sonst keimen sie nicht mehr. Sie benötigen zudem eine Temperatur von 25 °C, eine hohe Luftfeuchte und konstant feuchte Erde, damit die Keimlinge überhaupt entstehen.

Krankheiten

Als Tropenpflanze kommt die Kaffeepflanze mit trockener Raumluft nicht gut zurecht. Sie begünstigt Schädlingsbefall. Am häufigsten wird sie von Spinnmilben, Schildläusen und Wollläusen befallen, die du jedoch alle bei stärkerem Befall mit entsprechenden Schädlingsbekämpfungsmitteln recht einfach behandeln kannst. Mit ausreichend hoher Luftfeuchte reduzierst du das Risiko eines Befalls..

Bedrohlicher für die Pflanze ist dagegen dauerhafte Staunässe, die Pilzerkrankungen an den Wurzeln befördert.

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