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Ackerwinde mit Blüte im Garten

Kaum ein Unkraut blüht so attraktiv wie Ackerwinden. Doch sie überwuchern mit ihren Schlingtrieben andere Pflanzen. Wir zeigen, wie du Ackerwinden bekämpfen kannst und was du beachten solltest.

Was sind Ackerwinden?

Sowohl die Blüten der Ackerwinden als auch der Zaunwinden sind besonders attraktiv. Leider wuchern beide Schlingpflanzen jedoch ungehemmt. Sie klettern an anderen Pflanzen hoch und können dabei selbst Sträucher ersticken.

In manchem Garten entwickeln sie sich daher zu einer Pest. Diese lässt sich aber mit Fleiß und reichlich Geduld eindämmen.

Welche Standorte bevorzugen Ackerwinden?

Sowohl die Zaun- als auch die Ackerwinde sind in unseren Breiten beheimatet. Die Ackerwinde (Convolvulus arvensis) besiedelt trockenere Wiesen und Brachflächen sowie sonnige Äcker.

Die Zaunwinde (Calystegia sepium) gedeiht gut, wenn sie etwas feuchter steht. Die Böden dürfen auch einen höheren Stickstoffanteil haben. Diese Voraussetzungen findet sie an Feldrainen, in Hochstaudenfluren sowie in Gehölzhecken. Um zu gedeihen, benötigt die Zaunwinde mehr Licht als die Ackerwinde. Allerdings kommt sie auch mit Standorten im Halbschatten noch klar.

Beide Windenarten klettern an anderen Pflanzen empor und stören deren Entwicklung dadurch massiv. Im Garten kann das zu Problemen führen.

Die Ackerwinde und Zaunwinde zu bekämpfen, ist jedoch extrem schwer. Denn beide Kletterstauden wurzeln sehr tief. Die Ackerwinde treibt ihre Wurzeln bis zu 2 m in den Boden.

Außerdem erobern beide Pflanzen mit ihrem Rhizom sowie den Triebknospen an den Wurzeln auch größere Flächen sehr schnell. Zusätzlich verbreiten sie sich durch Samen, die der Wind verteilt.

Weiße Blüten einer rankenden Ackerwinde

Die Ackerwinde ist eine Kletterpflanze. Sie rankt sich an anderen Pflanzen hoch und beeinträchtigt diese so in der Entwicklung.

Müssen Zaun- und Ackerwinde wirklich weichen?

Zum Glück befallen Zaun- und Ackerwinden im Garten in der Regel nur kleinere Bereiche. Oft sind dies Gehölzhecken oder einzelne Sträucher in eher abgelegenen Teilen des Gartens. Wenn die Ackerwinde dort nicht stört, kannst du sie daher auch wachsen lassen. Schließlich hat die Pflanze wie andere Wildkräuter durchaus ihren ökologischen Wert.

Um sie im Zaum zu halten, reicht es dann, die Ackerwinde einmal im Sommer mit der Hacke auf Bodenhöhe abzuschlagen. Ihre Schlingtriebe trocknen danach oft ab. Ein Abklauben von anderen Pflanzen ist daher nicht zwingend nötig. Irgendwann fallen die Triebe von selbst ab.

Zaun- und Ackerwinde bekämpfen?

Ackerwinde bekämpfen

Willst du die Ackerwinde bekämpfen, brauchst du einen langen Atem. Frische Triebe der Pflanze entfernst du immer und immer wieder.

Sollen die Pflanzen doch aus dem Garten verschwinden, sind Mühe und Ausdauer gefragt. Denn ganz leicht lassen sich die beiden Gewächse nicht entfernen.

Wegen der tief hinabreichenden Wurzeln lassen sich Ackerwinde und Zaunwinde durch Jäten kaum dauerhaft beseitigen. Auch ausreißen kannst du die Pflanzen nicht: Ihre dünnen Triebe reißen dabei sofort ab. Ebenso mühselig ist es, die Triebe der Winden von den von ihnen überwucherten Gartenpflanzen zu entfernen.

Willst du die Ackerwinde bekämpfen, brauchst du also viel Geduld und Durchhaltevermögen. Zunächst schlägst du dazu die frisch ausschlagenden Triebe der Ackerwinde den gesamten Sommer über immer wieder mit der Hacke in Bodennähe ab.

Irgendwann sind die im Wurzelstock der Pflanze eingelagerten Reservestoffe aufgebraucht. Sie hat dann nicht mehr genügend Kraft, um erneut auszutreiben. Allerdings dauert es meist die gesamte Saison lang, bis dieser Zeitpunkt erreicht ist.

Mache dir die Arbeit leichter und decke die mit der Ackerwinde bewachsene Fläche mit einem Stück stabiler Pappe zu. Auf diese gibst du dann eine dicke Schicht Rindenmulch. Die Pappe verhindert, dass die Ackerwinde neue Triebe bildet. Sie erstickt dadurch allmählich. Bis diese Methode zum Erfolg führt, dauert es jedoch mindestens ein Jahr.

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Ackerwinde chemisch bekämpfen

In einem Hausgarten Unkrautvernichtungsmittel einzusetzen, ist in der Regel keine gute Idee. Und das gilt nicht nur, weil die Herbizide die Umwelt belasten. Der Aufwand ist zudem meist genauso groß wie die Bekämpfung der Winden mit der Hand.

Immerhin musst du das Unkrautvernichtungsmittel mit dem Pinsel auf jedes einzelne Blatt auftragen. Sonst kommen auch deine Zierpflanzen mit dem Gift in Berührung und gehen ein.

Um die Ackerwinde chemisch zu bekämpfen, lohnen sich allenfalls systemisch wirkende Herbizide, die über die Wurzeln in die Pflanzen eindringen. Aber auch hier musst du die Behandlung regelmäßig wiederholen. Sonst lassen sich die Zaun- und Ackerwinde nicht dauerhaft bekämpfen.

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