
Minze pflanzen und pflegen
Von der Minze gibt es zahlreiche Arten und Sorten. Wir zeigen dir, wie du das Heil- und Gewürzkraut anpflanzt, pflegst und für was du es verwenden kannst.
Herkunft der Minze
Heimisch ist die Minze im Mittelmeergebiet und in Vorderasien. In der Natur wächst das Kraut vor allem auf feuchten Wiesen, an Ufern und Gräben. Minze lässt sich leicht kreuzen. Dadurch sind in den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche neue Arten entstanden.
Nicht alle davon schmecken typisch nach Minze, also nach Menthol. Einige haben ein herbes, balsamisches oder scharfes Aroma. Das Kraut hat auch fruchtig-frische Vertreter.
Die Minze ist ein vielseitig im Haushalt einsetzbar. Mit dem Kraut aus der Familie der Lippenblütler würzt du kalte Getränke, verfeinerst Salate und Soßen oder du nutzt es als Tee bei Verdauungsbeschwerden, Übelkeit oder Erkältungen.
Wie sieht Minze aus?

Minze wird bis zu 1 m hoch. Sie wächst buschig. Im Garten neigt sie dazu, stark zu wuchern.
Minze wächst in der Regel niedrig bis buschig. Dabei erreicht das Kraut eine Höhe von bis zu 1 m. Du erkennst die Pflanze an ihren kantigen Stängeln, eiförmigen Blättern und weiß bis purpurfarbenen Blüten. Im Garten neigt die Minze dazu, stark zu wuchern. Deshalb ist es wichtig, sie regelmäßig zu teilen.
Richtiger Boden und Standort für die Minze
Pflanzt du Minze in deinem Garten an, achte dabei auf einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Zudem braucht die Pflanze einen humus- und nährstoffreichen Boden. Die Minze gedeiht auch in Pflanztöpfen. Dafür verwendest du torffreie Erde und stellst das Kraut an einen halbschattigen Platz.
Minze pflanzen
Im Beet ist es ratsam, dass du nur eine Minzen-Art anpflanzt. Ansonsten kreuzen sich die unterschiedlichen Sorten von allein. Wenn du mehrere unterschiedliche Arten anpflanzt, nimm dafür Töpfe ohne Boden und setze sie so ins Beet. Auf diese Weise breiten sie sich nicht unkontrolliert aus.
Damit dein Boden nicht auslaugt, pflanzt du Minze nur für zwei bis drei Jahre im selben Beet an. Anschließend machst du eine Anbaupause von vier bis fünf Jahren. In dieser Zeit kannst du dort andere Lippenblütler wie zum Beispiel Salbei, Thymian oder Zitronenmelisse anpflanzen. Auch Kartoffeln oder Getreide sind eine gute Alternative. Bevor du Jungpflanzen setzt, lockerst du den Boden tiefgründig auf.
Minze pflegen und ernten

Vom Frühjahr an bis in den Herbst hinein kannst du Minze ernten. Nutze sie sofort in der Küche oder trockne sie für einen späteren Einsatz.
Die Minze benötigt vor allem im Sommer regelmäßig Wasser. Wenn du das Kraut düngst, verwende dafür Beinwelljauchen oder Kompost.
Schneide Minze am besten im Frühjahr. So bleibt sie kompakt. Im Herbst oder vor dem Austrieb im nächsten Frühjahr schneidest du sie bodennah mit einer Gartenschere zurück.
Du verhinderst eine zu starke Ausbreitung, indem du die Wurzelausläufer abtrennst. Dafür eignet sich auch eine Kultur im Topf. Alle zwei Jahre ist es sinnvoll, die Minze auszugraben und die Wurzeln zu teilen. Ziehst du das Kraut im Topf, braucht es alle zwei Jahre frische, nährstoffreiche Erde.
Die Blätter der Minze erntest du von Frühjahr bis Herbst. Ein besonders intensives Aroma erhältst du, wenn du sie im Hochsommer pflückst. Verwendest du die Blätter nicht sofort, kannst du sie trocknen. Dafür schneidest du große Teile der Pflanze ab. Nach kurzer Zeit treibt sie wieder aus.
Überwintern von Minze
Im Winter brauchen die meisten Arten der Minze keinen besonderen Schutz, denn das Kraut ist winterhart. In den kalten Monaten ist aber eine Mulchdecke aus Laub oder Reisig eine gute Unterstützung.
Verwendungsmöglichkeiten für Minze

Minze schmeckt im Tee genauso wie im Cocktail oder Salat. Sehr gut macht sie sich auch zusammen mit Wassermelone.
Die Einsatzmöglichkeiten von Minze sind vielfältig. Frische oder getrocknete Blätter eignen sich für Tee. Dieser hilft gegen Blähungen, Koliken, Verdauungsbeschwerden und Übelkeit. Die ätherischen Öle der Minze lindern unter anderem auch Spannungskopfschmerzen und verfügen über antiseptische, desinfizierende und kühlende Eigenschaften.
Im Sommer geben Minzblätter kühlen Getränken wie Zitronenlimonade eine besondere Note. Die Blätter schmecken aber auch in Eierspeisen, Salaten und Soßen. Möchtest du sie konservieren, legst du sie in Essig und Öl ein.
Verschiedene Arten der Minze
Von der Minze gibt es zahlreiche unterschiedliche Arten. Es gibt sie mit oder ohne Menthol. Zu letzteren gehören unter anderem Krause Minze, Ananasminze und Ingwerminze. Die Krause Minze hat einen kräftigen Wuchs und blüht violett oder rosafarben. Sie hat einen kümmelartigen Geruch.
Ananasminze ist eine der beliebtesten Arten. Sie riecht fruchtig und schmeckt besonders gut zu frischen Früchten. Die Ingwerminze hat ihren Namen zu Recht, da sie einen Ingwerduft verströmt.
Minze mit Menthol kennen die Meisten. Die bekanntesten Arten sind die Grüne Minze und die Pfefferminze. Die Grüne Minze erreicht eine Höhe von 60 cm und bildet malvenfarbene Blüten. Die Pfefferminze hat einen hohen Anteil an Menthol. Sie ist eine Hybride aus der Grünen Minze und der Wasserminze.
Darüber hinaus gibt es weitere Sorten der Minze. Eine besondere ist die Mentha x piperita „Citrata“. Der Geschmack erinnert leicht an Pfefferminze.
Die Mentha x piperita „Logee“ wird bis zu 45 cm hoch. Sie bildet blassviolette Blüten in endständigen, zylindrischen Ähren. Eine besondere Blattfarbe hat die Pfefferminze „Black Spearmint“. Die Blätter sind purpurrot überhaucht und helfen bei Verdauungsproblemen. Zudem schmecken sie gut zu Süßspeisen, da sie ein zurückhaltendes Minzaroma haben.

Ananasminze ist besonders beliebt. Sie enthält kein Menthol und riecht sehr fruchtig.
Minze vermehren
Minze breitet sich in der Regel von allein aus. Willst du selbst entscheiden, wann und welche Pflanze du vermehren möchtest, gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist, die Minze nach der Blüte zu teilen. Alternativ trennst du die Wurzelausläufer ab und pflanzt diese ein. Neue Triebe bilden sich bereits nach rund zwei Wochen.
Stecklinge eignen sich ebenfalls, um Minze zu vermehren. Dafür schneidest du im Spätfrühling weiche Stecklinge ab. Diese stammen von nicht blühenden neuen Trieben. Einige Minze-Arten kannst du auch durch Aussaat vermehren.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge der Minze

Der Minzen-Blattkäfer frisst die Blätter der Minze. Schneide die Triebspitzen ab, sollte deine Pflanze betroffen sein.
Minze ist sehr anfällig für den Rostpilz (Puccinia menthae). Dieser heißt auch Pfefferminzrost. Du erkennst einen Befall an kleinen, rostartigen Flecken auf der Blattunterseite. In einer späteren Phase bilden sich zusätzlich beulenartige, rötlich-gelbe Wucherungen. Ist deine Minze vom Rostpilz befallen, musst du schnell handeln. Schneide die betroffene Pflanze sofort ab und wirf sie in den Hausmüll.
Außerdem ist Minze durch Wurzelfäule bedroht. Diese tritt bei feuchtwarmer Witterung auf. Wenn du die Anbaupause des Krauts nicht beachtest, können die Wurzeln ebenfalls abfaulen. Der Minzen-Blattkäfer ist eine zusätzliche Gefahr für die Pflanze. Den Befall erkennst du an Blattrandfraß. In diesem Fall schneidest du die Triebspitzen ab.








