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Blühender Waldmeister

Waldmeister ist eine Wildpflanze, die auch im Garten und in Kübeln wächst. In diesem Ratgeber erfährst du, welcher Standort und welcher Boden sich eignet, wie du Waldmeister pflegst und wofür du ihn verwendest.

Woher kommt Waldmeister?

Waldmeister (Galium odoratum) ist auch als Wohlriechendes Labkraut, Maikraut, Mäserich, Schumarkel und Waldmännchen bekannt. Er ist eine beliebte Heil- und Würzpflanze und wird oft als Aroma für Brausepulver und Wackelpudding oder als Zutat in Maibowle eingesetzt.

Das Kraut ist als Teil der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) weit verbreitet. Es wächst im gemäßigten Klima Europas und Asiens. Du findest Waldmeister meist in kühlen Waldregionen – vor allem in schattigen Buchenwäldern. Dort bedeckt er große, lichte Stellen.

In früheren Zeiten spielte Waldmeister eine große Rolle als Heilkraut. Weil er aber starke Nebenwirkungen hervorrufen kann, wird er mitterweile nur noch sparsam verwendet.

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So wächst Waldmeister

Waldmeister wird 15 cm bis 60 cm breit und 20 cm bis 30 cm hoch. Dabei bildet er lockere bodendeckende Teppiche.

Das krautige Gewächs gehört zu den Stauden. Es wird 15 cm bis 60 cm breit und 20 cm bis 30 cm hoch. Dabei bildet der Waldmeister lockere bodenbedeckende Teppiche.

Die Pflanze ist ausdauernd und bildet kriechende Wurzelstöcke aus. Die Wurzel des Waldmeisters sondert ein Sekret ab, das Unkraut verdrängt.

Blätter und Blüten des Waldmeisters

Blätter und Blütenknospen des Waldmeisters

Der Waldmeister hat schmale Blätter. Sie duften aromatisch.

Waldmeister hat schmal elliptische Blätter, die in Quirlen um die Stiele wachsen. Sie haben eine frischgrüne Farbe, treiben früh aus und verströmen einen aromatischen Duft. Das getrocknete Laub fühlt sich wie Papier an.

Abhängig vom Standort blüht Waldmeister zwischen April und Juni. Die Blütendolden sind klein, sternförmig und weiß. Bienen sowie einige Blatt- und Labkrautspanner-Arten bestäuben das Gewächs.

Früchte des Waldmeisters

Zwischen Juni und September wachsen aus den Blüten 2 mm bis 3 mm große Teilfrüchte. Sie sind rund und haben lange Borsten. Mit diesen halten sich die Früchte an Fell, Kleidung und Gefieder fest. Auf diese Weise legen die Samen weite Strecken zurück.

Standort und Boden

Waldmeister gedeiht in der Natur in Wäldern. Daher braucht die Pflanze humosen, lockeren und kalkreichen Boden. Pflanze ihn an halbschattigen bis schattigen Standorten. Dafür bieten sich beispielsweise Standorte unter Bäumen an.

Er lässt sich aber auch auf dem Balkon und auf der Terrasse in Töpfen kultivieren. Verwende dafür lockeres, durchlässiges und nährstoffreiches Substrat und halte den Boden der Pflanze gleichmäßig feucht. Einen Winterschutz braucht Waldmeister nicht.

Waldmeister bedeckt den Boden eines Buchenwaldes.

Auf einem humosen und lockeren Boden gedeiht Waldmeister am besten. In Buchenwäldern sieht man ihn recht häufig.

Waldmeister aussäen

Waldmeister ist ein Kaltkeimer. Daher bringst du seine Samen im Winter aus. Säe ihn in eine flache Schale mit Anzucht- oder Kräutererde. Stelle die Schale an einen Ort im Freien.

Schütze sie dort vor Regen und Schnee. Halte die Erde gleichmäßig feucht, bis die Samen keimen. Die Jungpflanzen pikierst du im Frühjahr in kleine Töpfe. Später setzt du sie ins Freiland.

Etwas weniger Aufwand hast du mit einer Direktsaat. Allerdings hat diese nur Erfolg, wenn der Boden frei von Unkraut ist.

Waldmeister pflanzen und pflegen

Vorgezogene Waldmeister-Jungpflanzen setzt du im Frühjahr an einen halbschattigen bis schattigen Standort. Steht sie richtig, vermehrt sich die Pflanze selbst. Dafür bildet sie feine Rhizome. Über die Jahre entsteht auf diese Weise ein flächendeckender Teppich. Gieße Waldmeister regelmäßig, wenn es heiß ist.

Im Frühsommer vor oder während der Blüte ist es Zeit, die Pflanze zu ernten. Schneide die Stängel mit einer sauberen Schere über dem Boden ab. Danach spülst du die Pflanze kurz mit Wasser ab und tupfst sie trocken. Du kannst Waldmeister frisch oder getrocknet verwenden.

Die Pflanze zieht sich im Herbst zurück. Im Winter häufst du eine schützende Laubschicht auf.

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Waldmeister in Garten und Küche verwenden

Waldmeisterzweige und Schere auf einer Holzbank

Waldmeister bildet weiße, duftende Blütenteppiche. Schneide das Kraut dicht über dem Boden ab.

Pflanze Waldmeister in deinem Kräutergarten oder verwende ihn als Randbepflanzung für dein Beet. Er eignet sich auch als Bodendecker. Setze ihn dafür in schattige, humusreiche Bereiche unter Bäume oder Sträucher. Waldmeister passt auch in Naturgärten. Raupen unterschiedlicher Nachtfalter nutzen das Gewächs als Nahrungsquelle.

Sein bekanntes Aroma bildet Waldmeister erst, wenn er getrocknet wird. Ursache für den Geruch ist der Inhaltsstoff Cumarin. Wenn du Waldmeister verwendest, nimm immer ganze Blätter und schneide ihn nicht klein.

Hinweis: Wird Cumarin überdosiert, können Schwindel und Kopfschmerzen auftreten und bei häufigem Verzehr Leberschäden verursacht werden.

In niedriger Dosis wird Waldmeister eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Er soll darüber hinaus krampflösend, gefäßerweiternd und beruhigend wirken. Frische Waldmeisterblätter sollen auch bei der Wundheilung unterstützen. Sie enthalten außerdem Labferment, das als Säuerungsmittel für die Käseherstellung dient.

Möchtest du nur den Duft genießen, trocknest du Waldmeister und füllst ihn zusammen mit Salbei oder Lavendel in ein Duftkissen, das auch Motten abschreckt.

Waldmeister vermehren

Wenn du Waldmeister vermehren willst, teilst du ältere Pflanzen im Frühjahr oder Herbst. Dafür nimmst du eine Schaufel und stichst Teile der Pflanzen mitsamt der Wurzeln gezielt ab.

Krankheiten und Schädlinge

Waldmeister hat praktisch keine natürlichen Feinde und gilt als besonders robust. Falls er kümmerlich wächst, überprüfe den Standort und den Boden.

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