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Obstbaum schneiden – Tipps zum richtigen Schnitt

Zuletzt aktualisiert: 25.10.20193 MinutenVon: OBI Redaktion
Hände in Handschuhen schneiden einen Ast mit Blüten mit einer Baumschere ab.

Wenn Sie Obstbäume schneiden, achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt und die passende Schnittart. Erfahren Sie hier, wie und wann Sie Obstbäume fachgerecht beschneiden.

Wann ist der Obstbaumschnitt sinnvoll?

Bäume benötigen einen regelmäßigen Rückschnitt, um zu wachsen und zu tragen. 

Je nach Pflanze ist der ideale Zeitpunkt für einen Baumschnitt unterschiedlich: Obstbäume schneiden Sie von Februar bis März oder von Juli bis August

Erfahren Sie im Folgenden, wann und wie Sie Bäume in Ihrem Garten beschneiden und mit welchen Werkzeugen Sie den Rückschnitt bei verschiedenen Ästen vornehmen.

Warum muss man Obstbäume schneiden?

Apfelbaum mit roten Äpfeln vor einem blauen Himmel

Bei Obstbäumen ist ein regelmäßiger Gehölzschnitt anzuraten, damit Blüte und Ernte üppig ausfallen. Als Grundregel gilt: Ein starker Rückschnitt ist gut für das Wachstum und den Fruchtansatz der Pflanze. Der erste Obstbaumschnitt sollte immer nach dem Pflanzen geschehen. 

Blüten dienen der Fortpflanzung, kosten die Pflanze aber Energie. Wenn Sie den Fokus bei Ihren Pflanzen zunächst auf das Wachstum legen möchten, entfernen Sie die ersten Blüten. Die Pflanze kann ihre Energie dann in die Wurzelbildung stecken. Mit gestärkten Wurzeln blüht die Pflanze im nächsten Jahr dann wieder.

Erste Tipps zum richtigen Schnitt

Ein Mann schneidet einen Obstbaum mit einer verlängerten Baumschere. Das Foto ist von unten aufgenommen, sodass der Mann volständig bei der Arbeit zu sehen ist.

Für einen fachgerechten Rückschnitt am Baum schneiden beziehungsweise sägen Sie die Äste direkt hinter dem Astring – also an der Wulst der Astbasis – von oben schräg nach unten ab. Große, schwere Äste sägen Sie nicht auf einmal ab, da sonst die Gefahr von Ausbrüchen und Absplitterungen entsteht. Gehen Sie hier besser etappenweise vor.

Obstbäume haben einen Haupttrieb, der die Früchte ausbildet und reifen lässt. Wird der Baum nicht regelmäßig beschnitten, können sich Konkurrenztriebe bilden, die den Fruchtstand am Haupttrieb beeinflussen. Zum Kürzen des Haupttriebs wählen Sie drei bis vier gleichmäßig um den Haupttrieb angeordnete Leitäste aus. Schneiden Sie diese zurück, sodass ihre obersten Knospen gleich hoch sind. Schneiden Sie dann senkrechte Triebe ab und entfernen außerdem nach innen wachsende Triebe.

Darüber hinaus sollten Sie vergreiste Äste abschneiden. Denn hier bilden sich ohnehin keine Blüten mehr.  Außerdem sollten Sie sich kreuzende, scheuernde, kranke Triebe sowie Totholz entfernen. 

Schutz für den Baum

Schneiden Sie Überreste am Ast glatt ab. Überbleibende Stücke bilden einen Nährboden für Krankheiten. Durch den Rückschnitt entstandene Wunden sollten möglichst schnell heilen, damit keine Krankheitserreger in den Baum dringen.

Zum Schutz vor den Raupen des Frostspanners, Blutläusen und Ameisen empfiehlt sich ein Raupen- und Ameisen-Leimring. Um Spinnmilben und Schildläuse zu vermeiden, behandeln Sie die Gehölze kurz vor dem Austrieb mit einem geeigneten Pflanzenschutzmittel.

Der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt

Der optimale Zeitpunkt für einen Gehölzschnitt bei Obstbäumen und -sträuchern ist im Februar/März sowie im Juli/August. Beschneiden Sie Ihre Bäume im Sommer, vertragen diese den Rückschnitt gut, da die Wunden leichter abheilen als im Winter bei Nässe und Feuchtigkeit. 

Obstgehölze im Überblick

Das richtige Werkzeug für den Baumschnitt

Zwei Frauen im Garten schneiden einen Baum. Die Frau links betätigt einen Häcksler, die Frau recht schneidet den Baum mit einer langen Schere. Im Hintergrund schneidet ein Mann die Hecke.

Mit der richtigen Schere geht das Schneiden der Bäume leichter von der Hand. Vom kleinen Zweig bis zum dicken Ast sind unterschiedliche Scherentypen gefragt.

Kleinere Äste schneiden Sie mit der Bypass-Schere. Scharf geschliffene Ober- und Untermesser ergeben bei dünnen Ästen einen präzisen Schnitt. Diese Messer eignen sich aber nicht für dickere Äste, da die Scheren sich leicht spreizen.

Für dicke Äste verwenden Sie stattdessen eine robuste Amboss-Schere. Die keilförmige Klinge gleitet von oben her mit starkem Druck auch durch dicke Äste und spaltet sie. Äste, die weit oben am Baum wachsen, erreichen Sie vom Boden aus bequem mit einer Teleskop-Astschere.

Die Schnittabfälle können Sie mit einem Häcksler zerkleinern und so leicht kompostieren. Gehäckselt können Sie das Schnittgut beispielsweise zum Abdecken von Beeten verwenden.

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