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Krone der großen Kanarischen Dattelpalme

Die Kanarische Dattelpalme besitzt attraktive lange Wedel. Hierzulande wächst die Pflanze im Kübel zu einer ebenfalls beeindruckenden Pflanze heran. Erfahre im Ratgeber, was du über die Pflege der Dattelpalme wissen musst.

Woher kommt die Kanarische Dattelpalme?

Die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) ist ein Teil der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Zur Gattung Phoenix zählen zwischen 13 und 17 Arten.

Heimisch sind Phoenix-Arten ursprünglich in Vorderasien. Von dort aus haben sie sich nach Indien und Nordafrika ausgebreitet. Dattelpalmen kommen zudem in den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas vor. Auch auf den Inseln im Mittelmeer sowie auf den Kanaren und den Azoren sind sie verbreitet.

Wie der Name vermuten lässt, kommt die Kanarische Dattelpalme von den Kanarischen Inseln. Dort ist sie aber mittlerweile wildwachsend nur noch selten anzutreffen. Allerdings hat sie sich von dort aus auf andere Weise, nämlich als Kübelpflanze, etabliert. So wurde sie weltweit äußerst beliebt.

Die Wurzeln der Echten Dattelpalmen (Phoenix dactylifera) reichen sehr tief. Dadurch kann sie in Oasen gedeihen. Das macht sie wegen ihrer Früchte zu einer wirtschaftlich wichtigen Pflanze. Auch die festen Blätter wurden häufig verwendet. Auch heute noch ist sie in der Mittelmeerregion ein beliebter Baum für Alleen.

Doch Dattelpalmen haben neben der landwirtschaftlichen auch eine große kulturelle Bedeutung. Bereits in der Bibel wurde die Pflanze erwähnt. Auch griechische und römische Geschichtsschreiber schrieben über die Palme. In frühen Zeiten war sie ein Symbol für Gerechtigkeit und steht bis heute sinnbildlich für die Auferstehung.

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Wie sieht die Kanarische Dattelpalme aus?

Datteln an der Kanarischen Dattelpalme

Die Kanarische Dattelpalme wird bis zu 15 m hoch. Die Früchte der asiatischen und afrikanischen Arten sind essbar.

Dattelpalmen sind immergrüne Fiederpalmen. Abhängig von der jeweiligen Art haben sie einen mehr oder weniger ausgeprägten Stamm.

In jungen Jahren besitzt die Kanarische Dattelpalme noch keinen Stamm. Diesen bildet sie erst mit der Zeit aus. Er besteht aus den restlichen Enden der abgestorbenen Blätter. Im hohen Alter ist der Stamm im unteren Teil glatt.

In freier Natur und an einem guten Standort erreicht die Pflanze eine Höhe von 15 m. Als Kübelpflanze bleibt sie deutlich darunter.

Zwerg-Dattelpalmen (Phoenix roebelenii) werden maximal 2 m hoch. Ihr Stamm misst im Durchmesser lediglich 15 cm. Ihre Wedel werden höchstens 2 m lang. Das macht sie besonders beliebt für die Kübelhaltung. Allerdings sitzen am Blattstiel harte, grüne Dornen.

Die grünen Blätter der echten Dattelpalme sind endständig und bogig abstehend. Sie sind zudem unpaarig gefiedert. Auch ihr Blattstiel ist meist mit Dornen gespickt. Die Pflanze bildet ständig neue Blätter. Die alten sterben ab und bilden den Stamm.

Die Früchte der asiatischen und afrikanischen Dattelpalmen sind essbar. Die Datteln sind fleischig mit einem harten Kern, dem Samen.

Bei der Kanarischen Dattelpalme sind die Wedel lang zugespitzt. Sie sind darüber hinaus etwas breiter und nicht so stechend wie bei der echten Dattelpalme. Sie werden bis zu 5 m lang. Am Ende des Stamms bilden sie eine beeindruckende Krone. Die Früchte sind nicht genießbar.

Dattelpalmen blühen in Rispen. Sie sind zweihäusig. Die männlichen Blüten sind weiß und eher unscheinbar. Der kurze Kelch besitzt sechs Staubblätter. Die weiblichen Blüten haben breitere Hüllblätter und drei freie Fruchtblätter.

Die Blütenrispen können bei der Kanarischen Dattelpalme beeindruckende 1,5 Meter erreichen.

Der richtige Standort für Kanarische Dattelpalmen

Die Wurzeln der Dattelpalmen sollten immer ausreichend feucht und die Krone der Dattelpalme möglichst warm und hell stehen.

Ein helles Zimmer ist dafür ideal. In den warmen Monaten kannst du die Pflanze auch an einem geschützten Platz im Freien auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Über den Winter sind 15 °C eine gute Temperatur. Der Standort sollte aber immer genug Tageslicht abbekommen.

An ihrem Standort benötigen Dattelpalmen zudem genügend Platz, damit die Wedel gut zur Geltung kommen können.

Kanarische Dattelpalme richtig pflegen

Kanarische Dattelpalme im Pflanzkübel auf der Terrasse im Garten

Der Kübel für die Kanarische Dattelpalme muss groß genug sein. Topfe die Pflanze um, wenn die Erde stark durchwurzelt ist.

Die Kanarische Dattelpalme gedeiht am besten in einem durchlässigen, leicht sauren Boden. Bewährt hat sich eine Mischung aus Blumenerde, Sand und Palmenerde. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies sorgt dafür, dass das Gießwasser gut abläuft.

Das Pflanzgefäß sollte ausreichend weit und hoch sein. Die Dattelpalme bildet lange und kräftige Wurzeln. Sonst drückt sich die Pflanze mit der Zeit selbst aus dem Topf heraus.

Das Substrat hältst du stets feucht. Den richtigen Zeitpunkt zum Gießen erkennst du daran, dass die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgst du mit einer gelegentlichen Dusche aus einer Sprühflasche.

Während der Sommermonate benötigt die Kanarische Dattelpalme etwas Dünger. Den gibst du im Zwei-Wochen-Rhythmus niedrig dosiert ins Gießwasser. Im Winter gießt du weniger. Gedüngt wird dann nur noch alle sechs Wochen.

Etwa alle drei Jahre ist es Zeit zum Umtopfen. Ist die Erde stark durchwurzelt, machst du das entsprechend früher. Achte dabei darauf, die Wurzeln der Dattelpalme nicht zu beschädigen.

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Dattelpalmen schneiden

Die Kanarische Dattelpalme musst du nicht schneiden. Es reicht, wenn du die vertrockneten Wedel entfernst. Das tust du jedoch erst, wenn sie komplett vertrocknet sind.

Kanarische Dattelpalme überwintern

Der beste Ort, um die Kanarische Dattelpalme zu überwintern, ist ein Wintergarten oder ein Gewächshaus. Die Temperatur sollte zwischen 10 °C und 15 °C liegen.

Geeignet ist aber auch jeder unbeheizte helle Raum in der Wohnung. Das kann ein Flur oder Treppenaufgang sein.

Während dieser Zeit gießt du die Dattelpalme regelmäßig, jedoch insgesamt weniger als im Sommer.

Kanarische Dattelpalmen vermehren

Junge Kanarische Dattelpalme in einem Kiesbett

Vermehre die Kanarische Dattelpalme mit Samen. Das Frühjahr ist der beste Zeitpunkt dafür. Dann entwickelt sich bald eine Jungpflanze.

Um die Kanarische Dattelpalme zu vermehren, benötigst du die Samen. Der ideale Zeitpunkt zur Aussaat ist das Frühjahr.

Vor der Aussaat lässt du die Samen einige Tage vorquellen. Dann kommen sie in kleine Töpfe mit Anzuchterde. Sie sollten warm und feucht stehen. Die Idealtemperatur liegt bei 20 °C bis 25 °C.

Nach etwa ein bis drei Monaten erscheinen die ersten Blätter. Sie sehen aus wie Gras. Erst dann, wenn die jungen Dattelpalmen etwa zwei bis drei Jahre alt sind, bilden sie ihre typischen Palmwedel.

Krankheiten und Schädlinge

Ist der Standort zu warm und zu dunkel, kann es zur sogenannten Blattschwielenkrankheit kommen. Dabei bilden sich kleine, schwarze Punkte auf den Blättern. Ist es zu kalt oder ist das Gießwasser zu kalkhaltig, fördert das die Blattfleckenkrankheit.

Besonders während der Winterruhe ist die Dattelpalme anfällig für Wollläuse, Schildläuse und Spinnmilben. Das ist ein Zeichen für einen zu warmen Standort.

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