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Pampasgras

Zuletzt aktualisiert: 24.11.20205 MinutenVon: OBI Redaktion
Buschiges Pampasgras vor blauem Himmel.

Das Pampasgras ist in den Weiten Südamerikas und in Neuseeland heimisch. Im eigenen Garten macht es jedoch eine besonders imposante Figur. Wie du das Ziergras pflanzt und richtig pflegst, zeigt dir der Ratgeber.

Wo kommt Pampasgras her?

Das Pampasgras (Cortaderia selloana) zählt etwa 14 Arten, die alle ursprünglich in den tropischen und gemäßigten Regionen Südamerikas und Neuseelands heimisch sind. Dort besiedeln sie Sand- und Schwemmböden. Botanisch wird Pampasgras der Familie der Süßgräser (Poaceae) zugeordnet. Das Erkennungsmerkmal des Ziergrases sind große, weiße Blütenrispen.

Das Aussehen von Pampasgras

Die grau-grünen, schmalen und scharfkantigen Blätter des Pampasgrases wachsen nur etwa 80 cm hoch. Die Blütenrispen können jedoch bis zu 2,5 m hoch werden. Die einzelnen Blätter des Pampasgrases sind recht steif. Dennoch hängen sie im oberen Bereich bogenförmig über.

Etwa ab August bis in die Wintermonate hinein blüht das Pampasgras. Die Blütenispen erinnern dabei mit ihrem Aussehen an Staubwedel. 

Der richtige Standort

Pampasgras steht gern sonnig. Außerdem solltest du einen windgeschützten Platz wählen, denn die langen Halme sind bruchgefährdet.

Der Boden für Pampasgras sollte reich an Nährstoffen, tiefgründig und humos sein. Auch im Sommer darf er nicht vollständig austrocknen. Vermeide auch einen zu feuchten Boden, da das Pampasgras sonst fault. Der Fuß eines Hangs oder das Ende einer Schräge sind daher kein guter Platz für die Pflanze.

Pampasgras im Garten

Üppig gewachsenes Pampasgras.

Du kannst Pampasgras sowohl alleine pflanzen als auch mit anderen Pflanzen kombinieren.

Aufgrund seiner Üppigkeit kommt Pampasgras als Solitärpflanze im Garten am besten zur Geltung. Allerdings lässt sich das Ziergras auch mit Stauden kombinieren.

Besonders dekorativ wirkt es neben filigranen Stauden wie Prachtkerzen oder Patagonischem Eisenkraut. Geeignete Partner sollten jedoch vor allem einen vergleichbar hohen Nährstoffbedarf und ähnliche Ansprüche an ihren Standort haben wie das Pampasgras.

Wenn du Pampasgras in Staudenpflanzungen integrierst, plane den Platz ein, den das ausgewachsene Gras benötigt. Eine einzelne Pflanze hat nicht selten einen Durchmesser von weit mehr als 1 m.

Tipp: Die Blütenwedel des Pampasgrases lassen sich trocknen und sehen dann besonders schön in hohen Vasen und Gefäßen aus. Am besten schneidest du sie noch, bevor sich die Blüten vollständig öffnen. Die abgeschnittenen Halme trocknest du zwei Tage lang an einem schattigen Platz.

Pampasgras pflanzen und pflegen

Pampasgras pflanzt du am besten spät im Frühjahr. Idealerweise nach den Eisheiligen, da die Pflanze zum Anwachsen Wärme benötigt.

Das Gras bevorzugt einen nährstoffreichen Boden. Es ist eines der wenigen Ziergräser, die an Standorten mit magerem Boden regelmäßig gedüngt werden sollten. Nur so treiben sie ihre Blütenstände bis zur vollen Höhe aus.

Optimal eignet sich organischer Dünger wie Kompost. Diesen bringst du einmal im Jahr aus, wenn die Pflanze anfängt, ihr Laub auszutreiben. Bis das Pampasgras im August blüht, kannst du es regelmäßig düngen.

Steht das Gras zusammen mit anderen Stauden im Beet, kannst du die Pflanzen zusammen düngen. In der Regel nimmst du dazu in Abständen von mehreren Wochen 50 g bis 80 g organischen Dünger pro m². Nur Pampasgras im Topf benötigt etwa alle 14 Tage Dünger.

Gieße Pampasgräser nur sehr zurückhaltend. Mit Trockenheit kommt die Pflanze besser klar als mit Nässe.

Welche Krankheiten befallen Pampasgras?

Pampasgräser sind sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Am problematischsten ist für die Pflanze Nässe im Wurzelbereich, die jedoch durch die richtige Standortwahl verhindert werden kann. Nur sehr selten wird die Pflanze von Blattläusen befallen. In der Folge entsteht dann oft Rußtau.

Pampasgras richtig schneiden

Eine Person schneidet Pampasgras mit einer Gartenschere.

Sobald kein Frost mehr droht, schneidest du dein Pampasgras zurück. Stutze es auf eine Höhe von 15 cm bis 20 cm.

Im Winter nutzt Pampasgras sein eigenes Laub als Schutz. Deshalb solltest du es erst im Frühjahr zurückschneiden, wenn es nicht mehr zu starken Frösten kommen kann. Sobald es so weit ist, schneidest du alle Halme 15 cm bis 20 cm über dem Boden ab.

Hinweis: Verwende beim Zurückschneiden Handschuhe, da die Blätter sehr scharfkantig sind.

Unterschiedliche Pampasgräser

Die Sorten von Pampasgras unterscheiden sich in der Wuchshöhe sowie durch ihre Blüten. Besonders beliebt ist die Sorte „Pumila“. Sie wächst sehr kompakt. Ihre Blütenstände werden nur 150 cm hoch. „Pumila“ ist außerdem das robusteste Pampasgras.

Die Sorte „Sunningdale Silver“ wird mit bis zu 250 cm deutlich größer. Besonders hübsche Blüten entwickelt die Sorte „Rosea“. Anders als bei den meisten anderen Sorten sind sie rosafarben. Die Sorte „Patagonia“ dagegen zeigt sich in rötlich schimmernden Blütenrispen.

Pampasgras überwintern

Pampasgras übersteht den Winter hierzulande nur mit einem ausreichenden Schutz. Der Pflanze macht vor allem die Winternässe zu schaffen, weniger der Frost. Schneide das Pampasgras deshalb nicht im Herbst zurück. Denn in die abgeschnittenen, hohlen Halme gerät schnell Wasser, das dort dann gefriert. Zugleich schützen die wintergrünen Blätter das Herz der Staude in der kalten Jahreszeit.

Binde daher besser den Blattschopf im Herbst zusammen. Danach deckst du die Pflanze mit trockenem Laub und Reisig ab. Ein zusätzliches Vlies hält darüber hinaus warm und sorgt für einen Luft- und Flüssigkeitsaustausch. Folie eignet sich nicht als Frostschutz, da sich unter ihr leicht Flüssigkeit sammeln kann, die Schimmelbildung begünstigt.

Je nach Region und Witterung kannst du den Winterschutz im Frühjahr ab März oder April wieder entfernen. Wichtig ist, dass es nicht mehr zu starken Frösten kommt. Dann kannst du das Pampasgras zurückschneiden und für den Sommer zurechtmachen.

Pampasgras vermehren

Silber-Pampasgras im Garten.

Pampasgras kannst du durch Teilung vermehren. Der ideale Zeitpunkt hierfür ist der späte Frühling.

Durch Teilung lässt sich das Pampasgras am einfachsten vermehren. Du kannst es zwar auch aussäen, allerdings sind die Samen nur sehr kurz keimfähig. Um sich zu entwickeln, brauchen sie außerdem zuverlässig Temperaturen von rund 20 °C.

Die Vermehrung durch Teilung hat noch einen weiteren Vorteil: Die meisten hierzulande gepflanzten Exemplare des Pampasgrases sind weibliche Pflanzen. Diese entwickeln die imposanteren Blütenstände. Die durch Teilung gewonnenen Jungpflanzen werden daher auch meist weiblich sein. Welches Geschlecht eine ausgesäte Pflanze hat, ist dagegen Zufall.

Da die Nachkommen des Pampasgrases warme Temperaturen benötigen, um gut anwachsen zu können, teilst du die Pflanze am besten spät im Frühling. Dazu stichst du einfach ein beliebiges Stück der Mutterpflanze ab und pflanzt es in einen Topf. Dort ziehst du es heran, bis es groß genug ist, um ins Beet umzuziehen.

Tipp: Wenn du die Möglichkeit hast, Jungpflanzen in einem Gewächshaus zu überwintern, kannst du Pampasgras auch im Herbst teilen.

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