
Hibiskus richtig schneiden
Mit dem richtigen Schnitt kurbelst du das Blütenwachstum von Hibiskus-Gewächsen an. Was es rund um den Hibiskusschnitt zu beachten gibt, erfährst du hier.
Hibiskus schneiden und Blütenwachstum fördern
Willst du üppige Hibiskusblüten genießen, musst du den Zierstrauch auf die richtige Art und Weise schneiden.
Hibiskus ist ein überaus schnittverträgliches Gehölz: Auch Rückschnitte ins alte Holz verträgt die Pflanze gut. Da er recht langsam wächst, dauert es nach dem Schnitt jedoch eine Weile, bis der Strauch wieder dicht gewachsen ist.
Schütze junge Hibiskussträucher im ersten Winter mit geeignetem Mulch vor starkem Frost. Älteren Sträuchern machen niedrige Wintertemperaturen nichts mehr aus.
An einem sonnigen und warmen Standort entwickelt sich der Hibiskus am besten. Schütze ihn außerdem vor kaltem Wind. So steht einer üppigen Blüte nichts mehr im Weg.
Unterschiedliche Schnittarten für Hibiskus

Ein regelmäßiger Schnitt ist beim Hibiskus wichtig. So entwickelt er die meisten Blüten.
Schneide den Strauch regelmäßig, um besonders viele Hibiskusblüten zu erhalten. Der Schnitt hängt dabei vom Alter und von der Erziehung der Pflanze ab. Gönne dem Hibiskus bereits bei der Pflanzung einen Erziehungsschnitt.
Auch für das weitere Wachstum ist regelmäßiges Schneiden wichtig. So bleibt die Krone erhalten, der Strauch wird ausgelichtet und verjüngt. Der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist im Spätwinter oder Frühjahr.
Jungen Hibiskus schneiden
Ein junger Hibiskus bekommt schon beim Pflanzen einen Erziehungsschnitt. Dabei entfernst du alle beschädigten und schwächlichen Triebe. Die restlichen Triebe kürzt du mit einer scharfen Gartenschere um mindestens die Hälfte. Wenn du einen solchen Schnitt auch in den Folgejahren vornimmst, förderst du damit die Verzweigung der Pflanzenbasis.
Älteren Hibiskus schneiden

Entferne bei älterem Hibiskus einzelne Äste direkt am Ansatz. So wirkt der ganze Strauch wieder luftiger.
Indem du die Äste von älterem Hibiskus an der Basis schneidest, wirkt der Strauch insgesamt luftiger. So bekommen auch junge Triebe die Gelegenheit, gesund heranzuwachsen. Konzentriere dich beim Schnitt vor allem auf fünf Aspekte:
- Nach innen wachsende Zweige
Entferne alle nach innen wachsenden Zweige. So kommt mehr Sonnenlicht in die Krone.
- Konkurrenztriebe
Bei Konkurrenztrieben setzt du die Astschere an der Astgabelung an. Einen der beiden Triebe entfernst du. Ansonsten schränken sich die Zweige gegenseitig in ihrer Entwicklung ein. Ist ein Trieb zwar schön gewachsen, aber schwächlich oder eingetrocknet, schneidest du ihn ab.
- Dünne Blütenzweige
Lange, dünne Blütenzweige kürzt du bis auf wenige Knospen ein.
- Verästelte Enden
Stark verästelte Enden entstehen, wenn der Hibiskus längere Zeit nicht geschnitten wurde. Hat ein Trieb viele kurze Jahrestriebe, schneidest du bis ins zweijährige Holz zurück. Unterhalb der Schnittstelle sollte sich ein junger Ast befinden. Auf diesen leitest du ab. Ist ein solcher nicht vorhanden, schneidest du den Trieb über einem nach außen gerichteten Auge ab.
- Krone
Die natürliche Krone des Hibiskus solltest du nach Möglichkeit erhalten. Kürze die mittleren Äste dafür weniger stark ein als die äußeren. Wächst die Krone nach dem Schneiden wieder zu dicht, nimmst du wieder einen leichten Auslichtungsschnitt vor.
Das richtige Werkzeug zum Schneiden ist eine Astschere mit einem geringen Öffnungswinkel. Mit ihr gelangst du problemlos ins Innere des Strauchs und kannst die Schere an der richtigen Stelle ansetzen.
Wie sieht ein Erhaltungsschnitt beim Hibiskus aus?

Schneide abgeblühte Triebe aus dem Vorjahr heraus. Der Hibiskus treibt dann wieder neu aus.
Bist du mit der Krone des Hibiskus zufrieden, reicht es in Zukunft aus, eingetrocknete oder schwache Triebe zu entfernen. Triebe, an denen der Strauch bereits geblüht hat, kürzt du bis auf einige Knospen ein. Allerdings wird der Hibiskus so von Jahr zu Jahr dichter und du musst ihn immer wieder auslichten. Dafür nimmst du komplette Blütentriebe aus dem Vorjahr heraus. Bei verzweigten Trieben schneidest du einen der beiden ebenfalls ab.
Der Verjüngungsschnitt beim Hibiskus

Gönne deinem Hibiskus einen Erholungsschnitt, wenn er blühfaul geworden ist.
Wenn der Hibiskus blühfaul geworden, aus der Form geraten oder einseitig gewachsen ist, führst du am besten einen Verjüngungsschnitt durch. Dazu schneidest du das Astgerüst auf 30 cm bis 50 cm über dem Boden zurück. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Spätwinter oder das zeitige Frühjahr.
In den Monaten nach dem Schnitt treibt der Hibiskus an zahlreichen Stellen neu aus. Lichte den Austrieb bereits im Sommer aus und lass nur die benötigten Triebe stehen. Da der Strauch seine Energie zunächst in neue Triebe steckt, wird er im Jahr des Verjüngungsschnitts nicht blühen. Sollte in der Zeit nach dem Schneiden eine Trockenphase einsetzen, wässerst du den Hibiskus regelmäßig mit einem Gartenschlauch oder einem geeigneten Bewässerungssystem. So förderst du ein schnelles Wachstum.
Wie wird ein Hibiskus zum Hochstämmchen?

Deinen Hibiskus kannst du auch als Hochstämmchen ziehen. So verschönert er zum Beispiel deine Terrasse.
Willst du deinen Hibiskus zu einem Hochstämmchen – beispielsweise in einem Terrakotta-Pflanztopf – erziehen, braucht es etwas Geduld. Zunächst suchst du den kräftigsten Haupttrieb. Diesen lässt du stehen. Alle anderen Triebe schneidest du bodennah ab. In den Folgejahren entfernst du alle Verzweigungen des Haupttriebs am Astring. Den Rest der Pflanze lässt du so lange wachsen, bis die Krone etwas über deiner Wunschhöhe liegt.
Im darauffolgenden Frühjahr kappst du die Spitze. Damit regst du die unten liegenden Knospen zum Austreiben an. Nur die ganz oben ausgetriebenen Seitenzweige ziehst du an einem Stab weiter senkrecht in die Höhe. Die anderen Seitentriebe bilden das Grundgerüst für die Krone. Damit sie sich gut verzweigen, kürzt du sie um die Hälfte ein.









