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Pflanzen mit Regenwasser richtig gießen

Regenwasser bietet sich zum Bewässern an. Es ist weder zu warm noch zu kalt. Außerdem beeinflusst nährstoffarmes Regenwasser den pH-Wert und Nährstoffgehalt des Bodens kaum.

Einige Pflanzen wie Rhododendron und Hortensien bevorzugen Regenwasser, denn es enthält in der Regel deutlich weniger Kalk als Leitungswasser. Regenwasser ist außerdem kostenlos und schont natürliche Ressourcen.

Regenwasser lässt sich in einer Regentonne oder unterirdisch in einer Zisterne sammeln. So steht dir stets ausreichend Gießwasser im Garten zur Verfügung.

Eine Person füllt eine Gießkanne mit Regenwasser aus der Regentonne.

Einige Pflanzen bevorzugen kalkarmes Regenwasser. Mit einer Regentonne kannst du es im Garten sammeln.

Wie und womit gießt man richtig?

Vor allem im Hochsommer bietet sich ein Rasensprenger zum Bewässern von Grünflächen im Garten an. Achte bei der Nutzung eines Rasensprengers darauf, dass du ihn nicht während der prallen Mittagssonne nutzt, da das Wasser ansonsten schnell verdunstet. Besser ist es, wenn du die Bewässerung am Morgen, am Abend oder in der Nacht durchführst. Zudem reagieren einige Pflanzen empfindlich auf Sprühwasser. In diesem Fall solltest du eher auf eine Gießkanne oder einen Gartenschlauch zum Wässern zurückgreifen.

Blühpflanzen gießt du am besten von unten und auch bei Gemüsepflanzen solltest du es vermeiden, die Blätter zu benetzen, wenn du mit dem Gartenschlauch oder der Gießkanne wässerst.

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Automatische Bewässerungssysteme

Um dir die Bewässerung deiner Kübel- und Beetpflanzen zu erleichtern, kannst du ein Bewässerungssystem installieren. Dabei stehen dir verschiedene Systeme zur Auswahl.

Durch die Nutzung eines Bewässerungscomputers kannst du das Wässern deiner Pflanzen automatisieren. App-gesteuerte Bewässerungssysteme lassen sich zum Beispiel bequem per Smartphone oder Tablet bedienen. Sie ermöglichen eine flexible Steuerung, auch von unterwegs oder im Urlaub, und reagieren oft auf Wetterdaten oder Bodenfeuchtesensoren.

Für abgelegene Gartenbereiche ohne Stromanschluss bieten sich solarbetriebene Systeme an. Diese nutzen Sonnenenergie, um Pumpen oder Steuerungseinheiten zu betreiben.

Tröpfchenbewässerung

Für Kübelpflanzen eignet sich die Tröpfchenbewässerung – auch Micro-Drip-System genannt –, um den Bereich um die Wurzeln durchdringend zu wässern und die Wasserzufuhr automatisch zu steuern. So kommt das Wasser genau dort an, wo es gebraucht wird. Außerdem geht weniger Wasser durch Verdunstung verloren und du beugst Pilzkrankheiten vor.

Das Stecksystem der Tröpfchenbewässerung besteht aus verschiedenen Tropfern, die das Wasser ans Erdreich abgeben, und individuell kürzbaren Schläuchen. Auf diese Weise hast du die Möglichkeit, das System ideal an die Gegebenheiten auf deiner Terrasse oder deinem Balkon anzupassen und jede Kübelpflanze mit einem Tropfer auszustatten.

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Perlschlauch

Für Beete, Blumenwiesen und Co eignet sich die Installation eines oder mehrerer Perlschläuche. Anders als bei der Tröpfchenbewässerung wird das Wasser nicht an einzelnen Tropfern ans Erdreich abgegeben, sondern über die gesamte Oberfläche des Schlauchs.

Den Perlschlauch kannst du entweder oberirdisch oder unterirdisch um deine Pflanzen herum platzieren. Letzteres bietet den Vorteil, dass nur wenig Wasser verdunstet und es direkt an die Wurzeln der Gewächse abgegeben wird.

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Wie viel und wie oft sollte man Pflanzen gießen?

Weiter oben liegende Bodenschichten trocknen vergleichsweise schnell aus. Pflanzen, die flache Wurzeln ausbilden, gießt du deshalb häufiger. Mitteltief und tief wurzelnde Gewächse benötigen seltener Wasser. Wenn du sie wässerst, achte aber darauf, dass der Boden bis zur Hauptwurzelzone durchfeuchtet wird.

Im Gemüsebeet reichen etwa 10 l bis 15 l Wasser pro 1 . An warmen Sommertagen benötigen Blumen und andere Pflanzen im Garten schon mal mehr Wasser: 20 l bis 30 l pro 1 .

Im Gegensatz zu im Freiland eingesetzten Pflanzen können Topfpflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon kein Wasser aus tieferen Lagen entnehmen. Im Sommer sind sie deshalb auf regelmäßige Wasserzufuhr angewiesen. An heißen Tagen solltest du sie mitunter sogar zweimal gießen. Achte aber darauf, dass sich in den Töpfen keine Staunässe bildet.

Tipp: Prüfe vorab mit dem Finger, ob die Erde trocken ist und die Pflanzen Wasser benötigen.

Ein eingewachsener Rasen gibt sich in der Regel mit weniger Wasser zufrieden. Pro Woche kannst du mit etwa 10 l pro 1 rechnen.

Zum Gießen von Pflanzen gibt es eine Faustregel. Sie besagt, dass für eine 1 cm tiefe Erdschicht 1 l Wasser pro 1 m² nötig ist, um den Boden zu durchfeuchten. Möchtest du eine 20 cm tiefe Erdschicht durchfeuchten, brauchst du also 20 l pro 1 m².

Tipp: Die Menge des benötigten Gießwassers verringert sich, wenn es zuvor stark geregnet hat. Ein Regenmesser hilft dir, das Wasser richtig zu dosieren.

Eine Übersichtstabelle zum Wasserbedarf gängiger Gartenpflanzen

Pflanze
Gemüse (hoher Bedarf)
Beispiele
Tomate, Gurke, Zucchini
Wasserbedarf
Hoch
Gießmenge
Täglich gießen, Boden feucht halten
Pflanze
Gemüse (mittel)
Beispiele
Möhren, Salat, Spinat
Wasserbedarf
Mittel
Gießmenge
Alle 2–3 Tage, gründlich
Pflanze
Stauden
Beispiele
Lavendel, Fetthenne, Salbei
Wasserbedarf
Gering
Gießmenge
Nur bei Trockenheit, Staunässe vermeiden
Pflanze
Rasen
Beispiele
Zierrasen, Spielrasen
Wasserbedarf
Mittel–Hoch
Gießmenge
2–3× pro Woche, lieber viel statt oft
Pflanze
Kübelpflanzen
Beispiele
Geranie, Oleander, Petunie
Wasserbedarf
Hoch
Gießmenge
Täglich, bei Hitze auch 2× täglich
Pflanze
Hecken
Beispiele
Liguster, Buchs, Kirschlorbeer
Wasserbedarf
Hoch
Gießmenge
2–3× pro Woche, durchdringend wässern
Pflanze
Bäume
Beispiele
Apfelbaum, Ahorn, Birke
Wasserbedarf
Hoch
Gießmenge
1–2× pro Woche, langsam und tief
PflanzeBeispieleWasserbedarfGießmenge
Gemüse (hoher Bedarf)
Tomate, Gurke, Zucchini
Hoch
Täglich gießen, Boden feucht halten
Gemüse (mittel)
Möhren, Salat, Spinat
Mittel
Alle 2–3 Tage, gründlich
Stauden
Lavendel, Fetthenne, Salbei
Gering
Nur bei Trockenheit, Staunässe vermeiden
Rasen
Zierrasen, Spielrasen
Mittel–Hoch
2–3× pro Woche, lieber viel statt oft
Kübelpflanzen
Geranie, Oleander, Petunie
Hoch
Täglich, bei Hitze auch 2× täglich
Hecken
Liguster, Buchs, Kirschlorbeer
Hoch
2–3× pro Woche, durchdringend wässern
Bäume
Apfelbaum, Ahorn, Birke
Hoch
1–2× pro Woche, langsam und tief

Regionale Unterschiede: Bodenarten & Gießverhalten

Der Bodentyp spielt eine zentrale Rolle beim Gießen, da er beeinflusst, wie viel Wasser gespeichert werden kann und wie oft gegossen werden muss.

  • Sandiger Boden: Sandige Böden haben eine grobe Struktur und können Gießwasser somit schlecht halten. Das Wasser versickert schnell in tiefere Schichten, wo es von den Wurzeln kaum noch erreicht werden kann. Daher ist es wichtig, häufiger, aber in kleineren Mengen zu gießen, damit das Wasser im Wurzelbereich bleibt.

  • Lehmiger Boden: Lehmböden sind feinporig und speichern Wasser deutlich besser. Sie halten die Feuchtigkeit länger im Boden, wodurch seltener gegossen werden muss. Dafür sollte bei Gießen ausreichend Wasser gegeben werden, damit es tief in den Boden eindringt.

  • Humusreicher Boden: Humusreiche Böden bieten eine gute Balance zwischen Wasserspeicherung und Belüftung. Sie nehmen Wasser gut auf und geben es langsam an die Pflanzen ab. Hier genügt ein regelmäßiges, dem Wetter angepasstes Gießverhalten.

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Wann sollte man gießen?

Jemand gießt Pflanzen im Gemüsebeet in der Morgensonne.

Um deine Pflanzen richtig zu gießen, solltest du diese am frühen Morgen mit einer Gießkanne oder einem Schlauch mit Brauseaufsatz bewässern.

Der optimale Zeitpunkt zum Gießen ist in den frühen Morgenstunden. Wenn es draußen noch nicht so warm ist, kann das Wasser versickern und verdunstet nicht so schnell. Perfekt geeignet für das Gießen mit der Gießkanne oder einem Gartenschlauch mit Brauseaufsatz.

Hinweis: Vermeide es in jedem Fall, die Pflanzen bei praller Sonne zu gießen. Die Wassertropfen können sonst wie Brenngläser wirken und zu Verbrennungen an den Pflanzen führen.

Beim Rasen ist der Zeitpunkt zum Gießen nicht ganz so wichtig, denn auf den schmalen Halmen bilden sich nur vergleichsweise kleine Tropfen. Außerdem stehen die Grashalme fast senkrecht, sodass der Einfallswinkel des Sonnenlichts sehr steil ist. Das Risiko für Verbrennungen ist dementsprechend gering.

Gießt du am Abend, hält sich die Feuchtigkeit länger. Dadurch sind auch Fressfeinde wie Schnecken länger aktiv. Die erhöhte Feuchtigkeit begünstigt außerdem Infektionen wie Pilzkrankheiten.

Tipp: Wer abends gießt, sollte direkt an der Wurzel bleiben – z. B. mit einem Tropfschlauch oder einem automatischen Bewässerungssystem.

Bewässerung planen und gestalten mit dem Gartenplaner

Wenn du bei der Gestaltung deiner Wunschbewässerung Hilfe benötigst, lass dich vom OBI Gartenplaner kostenlos beraten.

Anzeichen für fehlerhaftes Gießen

Pflanzen zeigen recht deutlich, ob sie zu viel oder zu wenig Wasser bekommen. Wer typische Anzeichen kennt, kann frühzeitig reagieren und Schäden vermeiden.

Zu wenig Wasser: Anzeichen für Unterversorgung

Bei Trockenstress sehen Pflanzen oft schlaff oder matt aus. Die Blätter verlieren ihre Spannung und hängen herab. Besonders an heißen Tagen kann das mittags sichtbar werden, auch wenn morgens noch alles in Ordnung schien.

Typische Anzeichen:

  • Welke, schlaffe oder eingerollte Blätter

  • Braune Blattränder oder vertrocknete Blattspitzen

  • Trockene, rissige Erde

  • Wachstumsstörungen oder kleine Früchte

Tipp: Gieße morgens gründlich und durchdringend, damit das Wasser tief in den Boden eindringen kann. Eine Mulchschicht schützt zusätzlich vor Verdunstung. Achte auf regelmäßige, aber nicht zu häufiges Gießen – lieber seltener, dafür mehr.

Zu viel Wasser: Anzeichen von Überversorgung

Auch wenn man es gut meint: Zu viel Wasser kann Pflanzen schaden. Die Wurzeln bekommen dann zu wenig Sauerstoff, was Fäulnis und Pilzkrankheiten begünstigt.

Typische Anzeichen:

  • Gelbliche, glasige oder matschige Blätter

  • Fauliger Geruch aus dem Boden

  • Pilzbefall an Wurzeln oder Stängeln

  • Abfallende Blätter trotz nasser Erde

  • Sichtbare Staunässe im Übertopf oder Beet

Tipp: Stelle das Gießen sofort ein und lasse die Erde gut abtrocknen. Prüfe die Drainage – vor allem bei Töpfen – und lockere eventuell verdichtete Erde auf. Bei starkem Schaden hilft oft nur das Umtopfen mit frischem Substrat und das Entfernen fauliger Wurzeln.

Wassersparende Pflanzen – schön und pflegeleicht

Wer weniger gießen möchte, setzt auf Pflanzen, die mit Trockenheit gut zurechtkommen. Viele dieser Arten sind nicht nur robust, sondern auch pflegeleicht und attraktiv.

Empfehlenswerte Arten:

  • Mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei oder Oregano – duftend, nützlich und hitzebeständig

  • Sedum-Arten (Fetthenne) – ideal für sonnige Beete oder Dachbegrünungen

  • Lavendel – blüht üppig, zieht Insekten an und braucht kaum Wasser

  • Ziergräser wie Lampenputzergras oder Blauschwingel – dekorativ und trockenheitsresistent

  • Steppen- und Präriepflanzen wie zum Beispiel Steppensalbei oder Federgras – bestens geeignet für sonnige, trockene Lagen

  • Kakteen und Sukkulenten speichern Wasser in ihren Blättern oder Stängeln und brauchen nur sehr selten gegossen zu werden

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8 Tipps zum Bewässern von Pflanzen

  1. Mit einem regelmäßigen Gießrhythmus lassen sich die Pflanzen im Garten konditionieren. Gieße ruhig seltener, dafür aber reichlich. Die Pflanzen bilden dann längere und tiefer in die Erde reichende Wurzeln. So erreichen sie auch in langen Hitzephasen das Wasser in tiefen Erdschichten. Gießt du täglich, aber wenig, verdunstet das Wasser schneller.
  2. Gieße Pflanzen von unten und lasse die Blätter dabei trocken. Vor allem bei Gemüse und Rosen beugst du so Pilzerkrankungen vor.
  3. Sehr durchlässige Böden wertest du mit Humus oder Gründünger auf. So kann das Erdreich mehr Wasser speichern. Gib nach dem Bepflanzen außerdem Mulch auf die Erde. So verdunstet das Wasser nicht so schnell.
  4. Wenn Pflanzen Knospen oder Früchte bilden, brauchen sie mehr Wasser. Tomaten sind ein Beispiel dafür. Gieße diese Pflanzen in der Wachstumsphase häufiger und großzügiger. Gib außerdem bei Bedarf Dünger hinzu.
Eine Person gießt junge Tomatenpflanzen.

In der Wachstumsphase benötigen Tomaten mehr Wasser, um Blüten und später Früchte auszubilden.

  1. Jungpflanzen brauchen mehr Wasser als bereits eingewurzelte Gewächse. Gieße sie reichlich und häufiger, damit sie richtig anwachsen.
  2. Leere Untersetzer von Topf- und Kübelpflanzen nach starkem Regen aus, um Staunässe zu vermeiden. In der regenreichen Zeit, im Frühjahr und Herbst, verzichtest du am besten ganz auf Untersetzer.
  3. Töpfe aus Terrakotta oder Ton speichern Wasser. Sie sind daher gut für den Balkon und die Terrasse geeignet. Denke daran, dass die Töpfe aber auch Wasser nach außen abgeben, sodass du häufiger gießen solltest als bei Pflanzkübeln aus Kunststoff.
  4. Die Form der Blätter gibt Aufschluss darüber, wie viel Wasser eine Pflanze benötigt. Viele dünne Blätter zeigen einen hohen Wasserbedarf an. Gewächse mit dicken Blättern wie Sukkulenten brauchen weniger Flüssigkeit.

Wie funktioniert die Wasseraufnahme von Pflanzen?

Damit Pflanzen Wasser aus dem Boden aufnehmen können, sind drei physikalische Effekte entscheidend.

1. Diffusion und Osmose

Illustration der Diffusion

Bei der Diffusion kommt es zum Konzentrationsausgleich zwischen zwei Stoffen. Den Vorgang der Diffusion durch eine Membran bezeichnet man auch als Osmose.

Das Wort „Diffusion“ leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet so viel wie „sich ausbreiten“. Der Begriff „Osmose“ stammt hingegen aus dem Griechischen. Die Bedeutung ist „eindringen“. Wissenschaftlich gesehen, dringt bei der Osmose ein Stoff durch eine teilweise durchlässige (semipermeable) Membran.

Da Pflanzen einen höheren Salzgehalt als das Wasser in der Erde aufweisen, kommt es zum natürlichen Ausgleich mittels Diffusion beziehungsweise Osmose. Dabei wird das Wasser durch die teilweise durchlässige Membran in den Wurzeln angesaugt. Das passiert so lange, bis das Gleichgewicht im Salzgehalt zwischen Pflanze und Erde hergestellt ist.

In der Pflanze steigt das Wasser weiter nach oben und verdunstet dort. Das Gleichgewicht ist also nie von Dauer. Daher wird immer weiter Wasser angesaugt.

Ist der Boden versalzen, hat es den umgekehrten Effekt: Der Boden entzieht dann der Pflanze das Wasser und sie geht ein. Als mögliche Ursache kommt zu viel Dünger oder auch Streusalz im Winter infrage.

Illustration der Osmose

Der osmotische Druck treibt den Konzentrationsausgleich an und sorgt dafür, dass Pflanzen Wasser ansaugen.

2. Kapillareffekt

Der Kapillareffekt entsteht in schmalen Röhren oder Hohlräumen. Befindet sich Flüssigkeit darin, wird sie durch die eigene Oberflächenspannung und die sogenannte Grenzflächenspannung zwischen der Flüssigkeit und der Röhre angezogen. Das Wasser steigt in einem Röhrchen dadurch höher, als der eigentliche Flüssigkeitspegel ist. Durch diesen Effekt kann die Pflanze Wasser gegen die Schwerkraft von den Wurzeln zu den Blättern transportieren.

3. Transpiration

Zu den genannten Phänomenen kommt ein weiterer physikalischer Effekt hinzu, der sich vor allem an warmen Tagen beobachten lässt: Transpiration.

Grüne oder noch dunklere Blätter absorbieren Sonnenlicht, sodass sich die Blätter erwärmen. Zugleich werden durch Verdunstung Wassermoleküle abgegeben. In der Pflanze, einem physikalisch gesehen geschlossenen System, entsteht daher ein Unterdruck. Durch diesen Unterdruck werden die Kapillarkräfte verstärkt und Wasser aus dem Erdreich angezogen.

Bis zu einem gewissen Grad können Pflanzen diesen Effekt selbst steuern. Dafür öffnen oder schließen sie die Spaltöffnungen an der Unterseite ihrer Blätter.

FAQ – Fragen und Antworten zum richtigen Gießen von Pflanzen

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