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Rosen schneiden – Tipps & Tricks

Zuletzt aktualisiert: 12.08.20194 Minuten
Gärtner schneidet Rosenstrauch mit Gartenschere.

Führen Sie bei Ihren Rosen regelmäßig Rückschnitte durch, blühen die Gewächse um so schöner. Wichtig ist, dass die Schnitttechnik zur Rosenart passt. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten.

Worauf kommt es beim Rosenschnitt an?

Für den Rosenschnitt benötigen Sie eine geeignete SchereGartenhandschuhe und für Kletterrosen ggf. Rankhilfen. Die Wahl der richtigen Schere hängt vom Schnittgut ab. Sie greifen je nach Rose und Wuchs zur Gartenschere, Astschere oder Heckenschere.

Die Art des Schnitts hängt vom Wuchs- und Blühverhalten der Pflanze ab. Handelt es sich beim jeweiligen Gewächs um eine einmal- oder öfterblühende Sorte? Die verschiedenen Herangehensweisen bei öfterblühenden und einmalblühenden Rosen sowie bei Hochstamm- und Kletterrosen stellen wir Ihnen in diesem Artikel im Detail vor. 

Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist das Frühjahr, wenn die Forsythien blühen. 

Öfterblühende Rosen schneiden

Bei öfterblühenden Rosen schneiden Sie die verblühten Triebe bis zum ersten voll entwickelten Laubblatt mit der Schere zurück. Achten Sie darauf, dass dieses Blatt nach außen weist. Aus der Schnittstelle entwickeln sich später neue Triebe für die nächsten Blüten. Diese weisen dann ebenfalls aus dem Strauch nach außen. Würden die Blüten nach innen wachsen, ergäben sich ungünstige Überkreuzungen einzelner Triebe.

Jedes Jahr im Frühjahr schneiden Sie die Haupttriebe tief herunter. Hierzu verwenden Sie bei Bodendeckerrosen die Heckenschere. Durch den Rückschnitt im Frühjahr wird ein kompakter und kräftiger Wuchs gefördert. Überalterte oder abgestorbene Triebe nehmen Sie an der Basis heraus, sodass immer circa 5 bis 8 kräftige Triebe das Gerüst der Pflanze bilden.

Achten Sie bei der Rosenpflege darauf, dass Strauchrosen vor dem Blühen eine Basis benötigen, die aus Trieben der ersten und zweiten Ordnung besteht. Aus diesem Grund sollte bei Strauchrosen der Schnitt der Triebe aus dem Vorjahr nicht zu stark ausfallen. Kürzen Sie diese Triebe nur um etwa ein Drittel ihrer Wuchshöhe. Strauchrosen schneiden Sie idealerweise Ende März.

Verwenden Sie beim Rosenschnitt immer eine scharfe Schere. Diese setzen Sie bei Kletter- und Strauchrosen circa 0,5 cm oberhalb eines nach außen weisenden „Auges“ schräg an. Mit „Auge“ ist eine schlafende Knospe gemeint. Der schräge Schnitt leitet Wasser vom Auge weg. Somit können sich an der Knospe keine Krankheitserreger bilden.

Skizze eines Rosenbuschs mit Schnittmarkierungen.
Skizze eines Rosenbuschs in geradem Wuchs mit Schnittmarkierungen.

Einmalblühende Rosen schneiden

Die meisten Wildrosen blühen nur einmal im Sommer – und zwar an den seitlichen Abzweigungen der langen Triebe am mehrjährigen Holz. Das gilt auch für Rambler: Kletterrosen mit langen biegsamen Trieben, die sich ohne Kletterhilfe ihren Weg bahnen.

Bei einmalblühenden Rosen lichten Sie ältere sowie kranke Triebe an der Basis aus und entfernen verblühte Triebspitzen. Lange einjährige Ruten ohne Seitentriebe, die weit aus dem Gewächs herausragen, werden ebenfalls um ca. 1/3 eingekürzt, damit der kompakte Wuchs erhalten bleibt. Um die Blüte von Kletterrosen ertragreich zu fördern, leiten Sie die langen Haupttriebe der Rose waagerecht. So wachsen die Seitenverzweigungen der Kletterrose mit dem höchsten Saftdruck nach oben. Wenn Sie verblühte Triebe erst später schneiden, erhalten Sie einen herbstlichen Hagebutten-Schmuck.

Skizze eines einmalblühenden Rosenbuschs mit Schnittmarkierungen.

Hochstammrosen schneiden

Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, werden Hochstammrosen im Frühjahr auf ein kleines Triebgerüst aus circa 5 bis 7 Haupttrieben zurückgeschnitten. Schneiden Sie die Haupttriebe bei Edelrosen, die auf einen Hochstamm veredelt wurden, auf 3 bis 5 Knospen zurück. Bei Beet- und Zwergrosensorten, die als Hochstämmchen kultiviert werden, kürzen Sie die Haupttriebe auf 5 bis 7 Knospen ein. Sehr feine Triebe – dünner als ein Bleistift – schneiden Sie bis auf 2 Knospen vor die Veredelungsstelle zurück. Dann treiben die dünnen Zweige gestärkt aus. Wurde auf den Stamm eine Kletterrose veredelt, entwickelt sich eine kaskadenförmige Krone, die Sie im Frühjahr nur etwas auslichten.

Bei Hochstammrosen treten oft Wildtriebe an der Basis des Rosenstocks auf. Mit dem Herausreißen der Triebe entfernen Sie diese und verhindern erneutes Austreiben.

Skizze einer Hochstammrose mit Rankhilfe aus Holz.

Kletterrosen schneiden

Auch bei Kletterrosen unterscheiden Sie für den fachgerechten Schnitt zwischen einmal- und öfterblühenden Sorten. Climber blühen sowohl an ein- als auch mehrjährigen Trieben mehrmals im Jahr. Im Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, um zu dünne und überalterte Triebe herauszunehmen. Seitenverzweigungen der Haupttriebe können Sie auf bis zu 4 Augen einkürzen, damit die Wuchsform kompakt bleibt.

Kletterrosen wie die Rambler blühen nur am mehrjährigen Holz. Um bei einem Rückschnitt im Frühjahr nicht alle Blütenanlagen zu entfernen, schneiden Sie bei dieser Gruppe nur Totholz und kranke sowie abgeblühte Triebe aus dem Vorjahr heraus. Schneiden Sie bei einer Triebkreuzung den schwächeren Trieb oberhalb einer nach außen weisenden Knospe heraus. Entfernen Sie bei eng stehenden Trieben den älteren Trieb von beiden.

Skizze einer Kletterrose mit Schnittmarkierungen.

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