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Rosmarin pflanzen und ernten

Zuletzt aktualisiert: 10.06.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Rosmarinzweige liegen mit Blüten auf weißem Holz.

Die Blätter des Rosmarins sind fester Bestandteil in der mediterranen Küche und können frisch als auch getrocknet für zahlreiche Gerichte verwendet werden. Wie du deinen eigenen Rosmarin anpflanzt, pflegst und vermehrst, erfährst du hier im OBI Ratgeber.

Wo kommt Rosmarin her?

Rosmarin gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und besiedelt im Mittelmeerraum bevorzugt Felshänge. Auch sein lateinischer Name „Rosmarinus“ – zu Deutsch: „Tau des Meeres“ – deutet auf die Bevorzugung von Küstenregionen hin. Der Name könnte allerdings auch vom griechischen „rhops myrinos“ herkommen, was „balsamischer Strauch“ bedeutet und auf den hohen Gehalt an ätherischen Ölen hinweist.

Rosmarin ist unter seinem botanischen Namen „Rosmarinus officinalis“ bekannt, gehört jedoch seit 2020 der Gattung Salbei an und heißt deshalb nun „Salvia rosmarinus“.

So sieht Rosmarin aus

Rosmarinstrauch mit blauen Blüten.

Rosmarin wächst sehr aufrecht und teilweise auch ausladend. Der Halbstrauch ist mehrjährig.

Rosmarin ist ein mehrjähriger Halbstrauch, weil seine Triebspitzen bis zum Winter nicht vollständig verholzen. Er bildet einen dichten, aufrechten Busch, der im Alter sehr ausladend werden kann. Einige Sorten erreichen an optimalen Standorten eine Höhe bis zu 2 m.

Von März bis April bilden sich in den Blattachseln der Triebenden des Rosmarins die ersten röhrenförmigen Lippenblüten. Ihr Farbspektrum reicht je nach Sorte von Blauviolett über Hellblau bis zu Rosa und Weiß.

Der richtige Standort für Rosmarin

Der Rosmarin wächst am besten an sonnig warmen und geschützten Standorten. In milderen Regionen lässt er sich im Beet wie in Kübeln pflanzen. Der Boden sollte trocken, durchlässig sowie kalkhaltig sein. Auch steinige Böden eignen sich für die Pflanzung.

Rosmarin pflanzen

Bei kälteren Temperaturen ist es ratsam, Rosmarin in einem Pflanzkübel auf der Terrasse oder dem Balkon zu kultivieren. Dann kannst du ihn in der kalten Jahreszeit problemlos ins Haus holen.

Wenn du Rosmarin im Topf halten möchtest, solltest du die Kübelerde mit viel Sand oder Tongranulat mischen, da der Halbstrauch am besten in humusarmen, mineralischen Substraten gedeiht. Rosmarin solltest du zwar regelmäßig, aber immer nur wenig gießen. Außerdem muss der Topf ein Abzugsloch haben, durch welches das Gießwasser schnell abfließt.

In Weinbauregionen kannst du Rosmarin auch im Freien anbauen. Dort steht er am besten in Kräuterspiralen zusammen mit Lavendel, Thymian oder Ysop am höchsten und sonnigsten Punkt. Allerdings solltest du ihn als Freilandpflanze unbedingt schon im Frühjahr in magere und durchlässige Erde setzen. Düngen musst du Freilandpflanzen nicht, jedoch brauchen sie in der kalten Jahreszeit einen guten Winterschutz.

Ob im Kübel oder Beet: Ende März schneidest du alle Triebe der Pflanze auf kurze Stummel zurück. Steht der Rosmarin im Topf, verträgt er im Sommer zwei- bis dreimal eine kleine Gabe Flüssigdünger.

Tipp: Je älter ein Rosmarin wird, desto seltener musst du ihn umtopfen. Pflanze ihn daher am besten von Anfang an in einen ausreichend großen Topf.

Jemand schneidet einen Rosmarinzweig mit einer Gartenschere ab.

Willst du Rosmarin verwenden, schneide mit der Schere einen oder auch mehrere Zweige der Pflanze ab.

Richtiger Winterschutz für den Rosmarin

Frost bis -10 °C hält Rosmarin unbeschadet aus, weshalb du ihn auch als Topfpflanze so lange wie möglich im Freien stehen lassen solltest. Wenn du ihn hereinholst, dann idealerweise in ein unbeheiztes Gewächshaus. Dieses muss nicht unbedingt frostfrei sein.

Auch eine dunkle Überwinterung in der Garage bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt ist möglich. Hier verliert er zwar meist alle Blätter. Im Frühjahr treibt er aber wieder aus.

Gib Rosmarin im Winter nur so viel Wasser, dass sein Wurzelballen nicht ganz austrocknet. Steht Rosmarin im Beet oder in einer Kräuterspirale, deckst du seinen Wurzelbereich im Winter mit einer dicken Schicht Herbstlaub ab. Seine Krone kannst du zusätzlich mit Wintervlies einwickeln oder mit Tannenreisig abdecken.

Rosmarin ernten

Rosmarin kannst du ganzjährig ernten. Dazu nimmst du einzelne Blätter oder schneidest ganze Triebspitzen mit einem scharfen Messer ab.

Die Ernte eignet sich frisch und mitgekocht zum Verfeinern von Fleisch und Geflügel. Rosmarin schmeckt auch hervorragend in Gemüse-Aufläufen, Kartoffelgerichten und süßen Desserts. Frische Zweige kannst du zudem in Öl einlegen und zu Rosmarinöl verarbeiten. Sie lassen sich aber auch einfrieren oder trocknen, ohne dass sie dabei an Aroma verlieren. Getrocknet eignet sich Rosmarin auch für Kräuter-Potpourris und Tees. Rosmarin-Tee wirkt wegen der ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe kräftigend und hilft gegen Kopf- sowie Nervenschmerzen.

Rosmarin vermehren

Rosmarin wird durch Stecklinge vermehrt. Dazu schneidest du von der Pflanze 10 cm lange Triebspitzen ab, die im unteren Bereich schon etwas verholzt sind. Von diesen streifst du die unteren Blätter ab und pflanzt sie einzeln oder zu mehreren 5 cm tief in Töpfe mit Anzuchterde. Diese feuchtest du an, bevor du einen durchsichtigen Folienbeutel über den Topf stülpst. Wenn sich an der Triebspitze frische grüne Blätter zeigen, hat der Steckling Wurzeln gebildet und kann vereinzelt werden.

Rosmarin kannst du auch durch Aussaat vermehren. Allerdings sind Sämlinge sehr empfindlich für Pilzkrankheiten und wachsen nur sehr langsam.

Jemand hält einen Rosmarinsteckling in der Hand.

Mit Stecklingen kannst du Rosmarin vermehren. Etwa 10 cm sollten sie lang sein, damit sie sich gut entwickeln.

Krankheiten des Rosmarins

Rosmarin ist kaum anfällig für Krankheiten. Oft befällt ihn allerdings Echter Mehltau. Ist die Erde zu nass, faulen außerdem seine Wurzeln und fördern so den Befall mit anderen Pilzkrankheiten.

Sehr selten suchen Blattläuse, Wollläuse oder Spinnmilben die Pflanze heim. Die meisten Schädlinge werden von der Pflanze jedoch wegen ihres hohen Gehalts an ätherischen Ölen nicht angelockt.

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