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Echten Salbei pflanzen, pflegen und ernten

Zuletzt aktualisiert: 12.10.20215 MinutenVon: OBI Redaktion
Violett blühender Salbei im Garten

Salbei macht sich ganz hervorragend in der Küche. Aber er schmeckt nicht nur gut, die Pflanze hat auch eine heilende Wirkung. So pflanzt, pflegst und verwendest du die Heilpflanze richtig.

Wo kommt Salbei her?

Es gibt gut 900 Salbei-Arten. Der Echte Salbei (Salvia officinalis) ist die bekannteste Art. Er wird auch Küchen- oder Garten-Salbei genannt. Wie alle anderen Salbei-Arten gehört er zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Sein lateinischer Namensbestandteil „salvia“ ist verwandt mit dem Adjektiv „salvus“, was „gesund“ bedeutet. Es zeigt an, wie Salbei über die Jahrhunderte hauptsächlich verwendet wurde: als Heilpflanze. In Klostergärten hat er daher seit Jahrhunderten seinen Platz.

Salbei ist ursprünglich im Mittelmeerraum sowie in Nordafrika heimisch. Dort wächst die Staude bevorzugt an kalkhaltigen Standorten.

Aussehen von Salbei

Blühender Salbeistrauch

Salbei wächst etwa 80 cm hoch. Seine graugrünen Blätter sind behaart und schmecken bitter.

Echter Salbei wächst strauchig und hat einen weitverzweigten Wurzelstock. Er wird bis zu 80 cm hoch.

Salbei hat samtig behaarte, graugrüne Blätter. Sie wachsen zu etwa 5 cm langen Ellipsen heran. Wenn du sie zerreibst, geben sie ihr süß-säuerliches Aroma frei. Im Geschmack sind sie jedoch recht bitter.

Die violett-blauen Lippenblüten des Salbeis sind von Juni bis August eine Bienen- und Insektenweide. Sie wachsen an charakteristischen länglichen Scheinähren, deren Stiele dicht mit den rund 2 cm langen Blüten besetzt sind.

Der richtige Standort

Echter Salbei mag es sonnig und warm. Einen idealen Standort findet er daher im sonnigen Kräuterbeet oder in einer Kräuterspirale.

Pflanze Salbei in trockenen, kalkhaltigen und durchlässigen Böden. Denn Staunässe mag die Pflanze nicht. Echter Salbei lässt sich alternativ auch im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse ziehen. Dort verwendest du als Substrat am besten Kräutererde.

Salbei pflanzen und pflegen

Salbei wird im Beet gepflanzt.

Ab Mai pflanzt du jungen Salbei im Garten aus. Ein Abstand von 30 cm bis 40 cm zwischen den Pflanzen ist wichtig.

Ab März kannst du Salbei auf der Fensterbank vorziehen oder im Gewächshaus ansäen, ab Mai dann auch im Freien. Da die Jungpflanzen schnell wachsen, solltest du sie relativ zügig auf 30 cm bis 40 cm Abstand vereinzeln.

Trotz seiner Vorliebe für sonnige Standorte möchte Salbei regelmäßig leicht gegossen werden. Achte dabei darauf, dass sich keine Staunässe bildet.

Willst du dir Sämlinge im Garten ersparen, sammelst du die verwelkten Blüten des Salbeis einfach ab.

Da Salbei immergrün ist, sieht er auch im Winter gut aus und sorgt für etwas Farbe im winterlichen Grau. Allerdings empfiehlt es sich, ihn in der kalten Jahreszeit mit Reisig und Tannenzweigen und seine Krone mit Wintervlies zu schützen, denn Kahlfröste verträgt die Staude in der Regel nicht. Ihre buntlaubigen Sorten sind besonders empfindlich und brauchen daher reichlich Schutz vor der Kälte.

Tipp: Grabe nicht-winterharten Salbei vor dem ersten Frost aus und schneide die Blütentriebe zurück. Die Pflanze kann dann in einem Topf mit Erde im Gewächshaus überwintern.

Salbei schneiden

Schneide den Halbstrauch einmal im Jahr zurück, da er mit dem Alter verholzt. So hältst du den Salbei in Form und verhinderst, dass die Pflanze im Wuchs auseinanderbricht.

Der Schnitt regt Salbei außerdem dazu an, neue Triebe zu bilden. Wenn du ihn nicht schneidest, gibt es also irgendwann keine frischen Triebe mehr, die du ernten kannst. Schneide Salbei allerdings nicht zu weit ins alte Holz zurück.

Der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist das Frühjahr, wenn es keinen Frost mehr gibt.

Salbei ernten und konservieren

Geernteter Salbei in einem Korb.

Für die Ernte des Salbeis gibt es keine Saison. Du kannst ihn das ganze Jahr über ernten. Besonders aromatisch schmeckt die Pflanze allerdings direkt vor der Blüte.

Junge Salbeiblätter kannst du das ganze Jahr über von der Staude pflücken. Die filzigen Blätter duften stark, besonders vor der Blüte. Somit ist direkt vor der Blütezeit auch der beste Zeitpunkt, um Salbei zu ernten.

Die Blätter lassen sich trocknen oder einfrieren. Sie verfeinern in der mediterranen Küche Fleischgerichte wie Saltimbocca (Kalbfleischröllchen) und Soßen. Auch Öle lassen sich aus ihnen herstellen.

Salbeibutter ist eine leichte und leckere Alternative zu aufwendigeren Pastasoßen. Küchensalbei hat jedoch einen sehr intensiven Geschmack. Du solltest ihn daher nur sparsam verwenden.

Übrigens lassen sich auch die Blüten des Salbeis verzehren. Sie bringen zugleich etwas Farbe mit auf den Teller.

Salbei vermehren

Salbei vermehren

Salbei kannst du mit Stecklingen, durch Teilung oder durch Aussaat vermehren.

Salbei kannst du im Frühjahr aussäen. Teile ihn dann ab Juni oder vermehre ihn durch 10 cm lange Stecklinge. Entferne von den Stecklingen alle Blätter bis auf zwei und setze sie in Anzuchterde ein. Bis zur Wurzelbildung solltest du sie gut feucht halten.

Die heilende Wirkung des Salbeis

Salbeiblätter

In Salbei steckt das Nervengift Thujon. Schwangere sollten die Pflanze daher nicht essen.

Echter Salbei lindert viele Beschwerden, da er zahlreiche ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoide und Rosmarinsäure enthält. Diese haben eine adstringierende, antiseptische und krampflösende Wirkung.

So lassen sich zum Beispiel mit Salbei-Tee Entzündungen im Mund- und Rachenraum behandeln. Bei Halsschmerzen wird er zum Gurgeln verwendet.

Salbei lindert auch Beschwerden im Magen- und Darmtrakt, wirkt schweißhemmend und unterstützt die Rückbildung der Milch bei abstillenden Müttern.

Äußerlich angewendet unterstützen Salbeiaufgüsse und -auflagen die Wundheilung. Auch gegen Insektenstiche helfen sie.

Hinweis: In den ätherischen Ölen befindet sich auch das Nervengift Thujon. Nimm ihn daher nicht auf längere Zeit ein. Schwangere sollten ganz auf Salbei verzichten.

Die wichtigsten Salbeisorten

Die Blüten des Rosa Gewürzsalbeis (Salvia officinalis „Rosea“) locken von Juli bis August zahlreiche Insekten und Bienen an. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Blüten wird er vor allem als Zierpflanze eingesetzt.

Sehr intensiv schmeckt der Bayerische Gewürzsalbei (Salvia officinalis „Mittenwald“). Er ist außerdem besonders langlebig und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Daher ist er der optimale Salbei für den Küchen- und Kräutergarten. Die Sorte „Berggarten“ fällt dabei durch ihren kompakten Wuchs bis zu 40 cm Höhe auf.

Es gibt auch Salbeisorten mit weißen Blüten – etwa „Alba“ oder den Weißen Zwerg-Gewürz-Salbei (Salvia officinalis „Nana Alba“). Der Halbstrauch erreicht eine Höhe von lediglich 20 cm bis 40 cm.

Unter den Sorten, die mit rot, gelb-grün oder grün-weiß verzierten Blättern einen echten Hingucker im Beet abliefern, sind vor allem die Sorten „Purpurascens“, „Icterina“ oder „Tricolor“ zu nennen. Sie sind ganzjährig attraktive Blattschmuckpflanzen und besonders geeignet für den Topfgarten.

Krankheiten

Der Echte Salbei ist ziemlich widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Anders als wir finden Tiere, die ihm Schaden zufügen könnten, sein herbes Aroma nicht besonders anziehend. Deshalb meiden sie die Pflanze.

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