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Blühender Agapanthus

Agapanthus, oder auch Schmucklilien, sind dekorative Stauden für dein Beet. Hier erfährst du, woher die Pflanze stammt, welche Standorte sie bevorzugt und wie du sie richtig pflegst.

Woher kommt Agapanthus?

Agapanthus sind Staudengewächse und gehören zur Familie der Lauchgewächse (Alliaceae). Unter den zehn Arten finden sich sommer- und immergrüne Gewächse. Die Schmucklilie stammt aus Südafrika, wo sie offenes Grasland sowie felsige Regionen besiedelt. Immergrüne Arten von Agapanthus sind in den küstennahen, milden Gebieten des Landes zu Hause. Die sommergrünen Arten finden sich auch in den kühleren Gegenden im Landesinneren. Sie sind Kälte gegenüber etwas widerstandsfähiger.

In südafrikanischen Gärten findet sich häufig die Art „Agapanthus praecox subsp. orientalis“. Auch bei uns ist die immergrüne Art eine der am weitesten verbreiteten Arten der Schmucklilie. Beliebt sind auch die immergrüne Art „Agapanthus africanus“ sowie die sommergrüne „Agapanthus campanulatus“.

Immergrüne Arten gedeihen hierzulande am besten im Kübel und sollten zum Überwintern ins Hausinnere gebracht werden. Sommergrüne Arten lassen sich in milden Regionen dagegen auch im Beet kultivieren.

Der Name Agapanthus leitet sich von den griechischen Wörtern „agape“ (Liebe) und „anthos“ (Blüte) ab. Daher ist die Schmucklilie auch als Liebesblume bekannt.

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Wie sieht Agapanthus aus?

Violette Blüten am Agapanthus

Der Agapanthus wird auch Schmucklilie oder Liebesblume genannt und blüht meist violett oder weiß.

Schmucklilien setzen mit ihren glockenförmigen, blau-violetten und weißen Blüten im Juli und August Akzente im Garten. Die Blüten stehen auf langen Stielen über den Blättern. Auch der grüne Blattschopf der Staude wirkt mit seinen glatten und bogig überhängenden Blättern dekorativ.

Die verschiedenen Arten und Sorten von Agapanthus bilden Blätter von 10 cm bis 1 m Länge aus. Einige tragen grünes andere gestreiftes oder weiß gerändertes Laub. Je nach Sorte werden Schmucklilien zwischen 30 cm und 1,80 m hoch.

Der richtige Standort für die Schmucklilie

Schmucklilien wachsen an einem sonnigen und windgeschützten Standort am besten, blühen aber auch im Halbschatten. Pflanzt du Agapanthus in einen Topf, bringst du zunächst eine rund 10 cm hohe Drainageschicht aus Blähton oder Kies ein. Sonst faulen die fleischigen Wurzeln der Schmucklilie schnell.

Den Rest des Topfes füllst du mit Kübelpflanzenerde. Das Behältnis sollte zudem nur wenig größer sein als der Wurzelballen. Sonst lässt die Blühfreudigkeit des Agapanthus nach. Umtopfen solltest du Schmucklilien daher auch nur, wenn der bisherige Topf deutlich zu klein geworden ist.

Zwei Agapanthus-Gewächse im Weide-Töpfen auf einer Terrasse

Agapanthus benötigt im Topf eine Drainageschicht. Die Wurzeln können sonst faulen.

Pflege von Agapanthus

Während der Blüte braucht der Agapanthus viel und regelmäßig Wasser. Allerdings sollte kein überschüssiges Wasser im Untersetzer verbleiben. Staunässe vertragen die Pflanzen nicht.

Schmucklilien benötigen zudem viele Nährstoffe. Deshalb solltest du den Agapanthus zwischen April und August einmal monatlich mit einem hochwertigen flüssigen Kübelpflanzendünger versorgen. Häufiger solltest du die Pflanze nicht düngen. Denn bekommt der Agapanthus zu viel Dünger, setzt er zwar viele Blätter, aber kaum Blüten an.

Agapanthus schneiden

Schmucklilien musst du generell nicht schneiden. Nur verwelkte Blüten solltest du regelmäßig einschließlich des Blütenstiels entfernen. So bilden sich leichter neue Blütenansätze.

Agapanthus schneiden

Verwelkte Blüten schneidest du regelmäßig ab. Entferne dabei auch den Blütenstiel.

Agapanthus überwintern

Immergrüne Schmucklilien solltest du vor dem ersten Frost in ein helles Winterquartier bringen. Dort sollte die Temperatur nicht unter 5 °C bis 8 °C sinken. Die Standortbedingungen, beeinflussen bereits die Blüte des kommenden Jahres. Ist es dort zu warm, bildet der Agapanthus im nächsten Jahr weniger Blütenknospen aus. Ist es der Pflanze zu dunkel, vergilben ihre Blätter.

Gießen musst du während der kalten Jahreszeit nur so viel, dass die Erde nicht austrocknet. Sind die letzten Spätfröste vorüber, kannst du den Agapanthus im April oder Mai wieder ins Freie stellen.

Im Beet gepflanzte sommergrüne Arten deckst du während ihres ersten Winters gut mit Herbstlaub oder Rindenmulch ab.

Erfahre hier mehr zur richtigen Überwinterung deines Agapanthus.

Vermehrung von Agapanthus

Agapanthus vermehren

Agapanthus lässt sich durch Teilung vermehren. Im März und April ist die beste Zeit dafür.

Agapanthus kannst du durch Teilung vermehren. Besonders wenn ein Exemplar zu groß geworden ist, empfiehlt es sich, die Pflanze zu teilen. Am besten gelingt das im März und April, grundsätzlich ist es jedoch das gesamte Jahr über möglich.

Mit einem scharfen Spaten oder Messer kannst du den Wurzelstock der Staude teilen. Dann solltest du die einzelnen Teilstücke zügig wieder einpflanzen, denn ihre Wurzeln dürfen nicht austrocknen.

Anschließend gießt du die Pflanzen gut an. Bis sie die ersten Blätter ausgetrieben sind, versorgst du sie nur noch gelegentlich mit Flüssigkeit. Bis zur Blütezeit kannst du sie wieder kräftiger gießen.

Du kannst Schmucklilien auch über Samen vermehren. Jedoch entstehen dabei schnell Kreuzungen einzelner Schmucklilien-Arten. Der Nachwuchs entspricht bei dieser Variante daher auch optisch nur selten der Mutterpflanze.

Sorten-Tipps

Von den zehn Arten des Agapanthus sind hierzulande drei Sorten besonders interessant:

  • Der sommergrüne „Agapanthus campanulatus“

  • Der immergrüne „Agapanthus praecox“

  • Der immergrüne „Agapanthus africanus“

Daneben gibt es auch viele Hybriden.

Beim Kauf solltest du darauf achten, ob es sich bei der ausgewählten Schmucklilie um eine immer- oder sommergrüne Sorte handelt. Denn dies hat großen Einfluss darauf, wie winterhart die Pflanze ist.

Die Sorten „Albus“ und „White Heaven“ tragen reinweiße Blüten. Während „Albus“ sommergrün ist und im Beet einen Winterschutz braucht, eignet sich „White Heaven“ nur für den Topfgarten. Die Sorte wird bis zu 1 m hoch und damit rund 20 cm höher als „Albus“.

Bist du auf der Suche nach violetten und blauen Blüten, kannst du auf eine große Auswahl an Sorten zurückgreifen. Die farblichen Unterschiede sind jedoch gering. Empfehlenswert ist die sommergrüne, blaue Hybride „Headbourne“, da sie sehr robust und frostverträglich ist. Auch „Midnight Dream“ hat hübsche violett-blaue Blüten, mit denen du weißblühende Schmucklilien kontrastieren kannst. Ein Klassiker unter den Agapanthus-Sorten ist „Blue Giant“. Sie bildet kräftig blaue Glockenblüten und wird bis zu 120 cm hoch.

Agapanthus der Sorte „Albus"

Die Agapanthus-Sorte „Albus" blüht ihn Weiß. Im Winter braucht sie Schutz vor der Kälte.

Krankheiten der Schmucklilie

Schmucklilien sind sehr widerstandsfähig gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Lediglich Blattläuse befallen ab und zu ihre Blüten. Auf Staunässe reagiert Agapanthus jedoch empfindlich. Achte daher auf eine gute Drainage, wenn du Schmucklilien im Kübel pflanzt.

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