Hauptinhalt
Blühende Bartnelken

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Bartnelken pflanzt und pflegst, woher sie kommen, welche Sorten es gibt und an welchem Standort sie am besten wachsen.

Woher kommen Bartnelken?

Die Heimat der Bartnelken (Dianthus barbatus) liegt in den Bergen Südeuropas, unter anderem in den Pyrenäen, den Karpaten und auf dem Balkan. Außerdem kommen sie in Russland und China vor. Bartnelken gehören zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

online-retail

Produkte im Shop finden

Finde eine große Auswahl an Bartnelken im OBI Onlineshop.

So sehen Bartnelken aus

Bartnelken werden bis zu 60 cm hoch. Am Stielende wächst ein flacher Blütenstand, der aus vielen Einzelblüten besteht. Sie blühen von Weiß über Rosa bis zu Rot. Es gibt einfarbige, gefleckte, gestreifte und gerandete Blüten.

Ein Blütenstand besteht aus einer röhrenförmigen Basis mit verwachsenen Kelchblättern. Einfache Blüten haben fünf Kronblätter, gefüllte Blüten bis zu 60 Kronblätter. Jedes Blütenblatt ist am Rand gefranst. Wenn die Bartnelke verblüht ist, bilden sich Kapseln mit Samen.

Die weichen silbrigen Blätter wachsen gegenständig und in Büscheln. Bartnelken gibt es als ein- oder zweijährige Pflanzen.

Einzelne Blüten der Bartnelke in Großaufnahme

Bartnelken blühen in Weiß, Rosa oder auch Rot. Einige Sorten haben mehrfarbige Blüten.

Der richtige Standort und Boden

Setze Bartnelken an einen sonnigen Standort, an dem die Luft ausreichend zirkulieren kann. Dann bildet sich die Blütenpracht vollständig aus. Verwende frische, nährstoffreiche Erde. Der Boden sollte durchlässig sein – dadurch vermeidest du Staunässe.

Optimal ist ein lehmig-sandiger Untergrund mit einem hohen Kalkanteil.

Bartnelken pflanzen

Einjährige Bartnelken säst du zwischen Februar und April. Pro Topf setzt du zwei bis drei Samen. Verwende dafür Anzuchterde. Achte auf eine Temperatur zwischen 15 °C und 20 °C und senke nach einem Monat auf 12 °C bis 14 °C. Die Jungpflanzen setzt du ab Mitte Mai ins Freie. Halte einen Pflanzabstand von 20 cm bis 25 cm ein.

Von Ende Mai bis Anfang Juni säst du zweijährige Bartnelken aus, wenn die Temperatur idealerweise 15 °C beträgt. Die Jungpflanzen setzt du nach vier Wochen in kleine Töpfe. Sie blühen im nächsten Jahr ab Juni.

Pflanze die Blumen nicht zu spät: Sind sie zur kalten Jahreszeit noch nicht komplett eingewurzelt, erfrieren sie schneller. Du kannst zweijährige Sorten auch teilen, um sie zu vermehren.

Pflege der Bartnelken

In der Wachstumsphase gießt du die Bartnelken mäßig. Vermeide unbedingt Staunässe. Ist die Blüte vorbei, entfernst du die Stängel. Dadurch verhinderst du, dass die Pflanze sich selbst aussät oder verwildert. Struppige Nelken schneidest du mit einer Schere ein wenig zurück.

Hast du die Blumen auf sehr mageren Böden gepflanzt, bringst du im Frühjahr etwas Universaldünger aus. Sei dabei vorsichtig: Überdüngung vertragen Bartnelken nicht.

Willst du die Bartnelken als Schnittblumen nutzen, schneidest du sie, sobald sich die ersten Blüten öffnen.

Bartnelken überwintern

Mehrjährige Bartnelken überwinterst du immer im Freien. Bei Frost deckst du sie mit Fichtenzweigen oder Rindenmulch ab. Pflanzgefäße auf dem Balkon oder der Terrasse umwickelst du beispielsweise mit einem Winterschutz aus Jute oder einem Vlies.

Bartnelken im Garten

Bartnelken-Gruppe im Beet mit weiteren Pflanzen

In Gruppen machen sich Bartnelken sehr gut in deinem Garten. Du kannst sie auch als Wegeinfassung nutzen.

Wenn du Bartnelken in Gruppen setzt, wirken sie besonders schön. Eine Möglichkeit ist, sie als Vordergrund für dein Staudenbeet oder in gemischte Rabatten zu pflanzen. Im Beet setzt du sie idealerweise unter anderem neben Löwenmäulchen oder Schleierkraut. Achte aber darauf, dass die Pflanznachbarn den Bartnelken nicht das Licht nehmen.

Bartnelken eignen sich auch als blühende Wegeinfassung und lassen sich im Kübel kultivieren. Sie sind außerdem sehr gut schnittverträglich. Daher lassen sie sich auch als Schnittblumen verwenden. Benutze für den Schnitt eine möglichst saubere, scharfe Gartenschere.

Beliebte Sorten

Zu den einjährigen Sorten, die vergleichsweise schnellwüchsig sind, gehört zum Beispiel „Red Empress“. Sie blüht scharlachrot und wird bis zu 40 cm groß. Einjährig ist auch die Sorte „Rapid“, eine F1-Hybride. Sie blüht weiß, rot und scharlachfarben und wird rund 60 cm hoch.

Zweijährige Sorten sind die rosablühende „Pink Beauty“ sowie „Heimatland“, die rund 50 cm hoch wachsen. Ihre Blüten sind dunkelrot, die Mitte ist weiß.

Früher als alle anderen blühen die Vorläufer, die es in mehreren Farben gibt und die etwa 50 cm hoch werden. Die „Zwerg-Mischung“ wird hingegen nur 25 cm hoch. Sie setzt sich aus einfach blühenden Zwergsorten zusammen.

Bartnelken in verschiedenen Rottönen

Die kräftigen Farben der Blüten fallen im Garten sofort auf.

Krankheiten und Schädlinge

Bartnelken sind im Garten durch verschiedene Schädlinge sowie Pflanzenkrankheiten gefährdet. Vergleichsweise häufige Insekten an der Pflanze sind zum Beispiel Blattläuse, Spinnmilben, Stängelälchen und Thripse.

Die Blumen können außerdem von der Blattfleckenkrankheit und Welkekrankheiten sowie von klassischen Nelkenkrankheiten befallen werden. Dazu gehören Nelkenrost und die Nelkenschwärze. Auch unterschiedliche Viruskrankheiten machen der Pflanze zu schaffen.

Für viele Probleme sind zu feuchte Böden ursächlich. Du beugst ihnen vor, indem du eine passende Drainage in den Boden einbringst.

Garten planen und gestalten mit dem Gartenplaner

Wenn du bei der Gestaltung deines Wunschgartens Hilfe benötigst, lass dich vom OBI Gartenplaner kostenlos beraten.

Das könnte dich auch interessieren