Woher kommt der Sonnenhut?
Vom Sonnenhut (Rudbeckia) gibt es 16 verschiedene Arten. Sie gehören der Familie der Korbblütler (Asteraceae) an. Ursprünglich stammen sie aus Nordamerika. Dort findet man sie an vielen verschiedenen Standorten. Sie wachsen sowohl auf feuchten Wiesen als auch in trockenen Prärien.
Rudbeckien sind nicht zu verwechseln mit den Sonnenhüten (Echinacea). Diese Gattung gehört ebenfalls zur Familie der Korbblütler und sieht ähnlich aus.
Die meisten Arten des Sonnenhuts sind mehrjährig. Es gibt allerdings Arten wie den Rauen Sonnenhut, die eher kurzlebig sind. Sie werden daher oft nur einjährig im Garten kultiviert. Von dieser Art bekommst du viele großblumige Sorten im Handel. Die Blüten dieser Pflanzen haben je nach Sorte verschiedene Farben von Gelb bis Rotbraun.
Wie sieht der Sonnenhut aus?
Den Sonnenhut erkennst du gut an seinen Blüten. Das Blütenkörbchen ist braun. Rundherum ist es mit gelben Strahlenblüten besetzt. Je nach Art stehen sie waagerecht ab oder hängen leicht herunter.
Das Blütenkörbchen des Riesen-Sonnenhuts ist besonders auffällig. Diese Sorte ist insgesamt eine beeindruckende Erscheinung im Beet. Die Blüten zeigen sich je nach Art und Sorte des Sonnenhuts ungefähr von Juli bis Oktober. Insekten finden darin reichlich Nahrung.
Sehr früh blüht der Gefüllte Sonnenhut. Statt des braunen Körbchens wachsen bei ihm weitere Strahlenblüten aus der Blütenmitte. Auch der Fallschirm-Sonnenhut blüht früh. Er hat hängende Strahlenblüten.
Im Oktober zeigen der Gelbe oder Leuchtende Sonnenhut sowie der Oktober-Sonnenhut noch ihre Blüten.
Der Sonnenhut ist eine Staude. Sie wächst horstig und bildet teilweise größere Bestände. Einige Arten des Sonnenhuts breiten sich über die Rhizome aus. Diese bilden dafür Ausläufer.
Die Blätter am Sonnenhut sitzen an den straff aufrechten Stängeln. Oft sind sie jedoch kaum zu sehen, weil die vielen Blüten sie verdecken.
Arten wie der Missouri-Sonnenhut werden nur etwa 40 cm hoch. Im Gegensatz dazu erreichen die Sorten des Fallschirm-Sonnenhuts eine Höhe von bis zu 2 m.

Sonnenhut braucht einen sonnigen Platz, um sich gut zu entwickeln. Einige Sorten werden dann bis zu 2 m hoch.
Der richtige Standort
Setze den Sonnenhut an einen vollsonnigen Platz. Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein. Idealerweise kann er Feuchtigkeit gut speichern. Steht der Sonnenhut zu trocken, kann er umfallen. Die Pflanze ist dann außerdem eher kurzlebig.
Verwendung des Sonnenhuts
Du kannst alle Sonnenhut-Arten in Beeten und auf Freiflächen nutzen. Die Sorten des Sonnenhuts „Rudbeckia fulgida“ gedeihen auch an Gehölzrändern. Hier lohnt sich vor allem die Sorte „Goldsturm“. Sie wurde in der Staudensichtung mit der Note „ausgezeichnet“ bewertet. Die Pflanze ist ein echter Dauerblüher. Wie die anderen Arten des Sonnenhuts ist auch diese Art sehr beliebt als Schnittblume.
Das herrlich leuchtende Gelb des Sonnenhuts kannst du gut mit nahezu allen Farben deiner Wahl kombinieren. Setze den Sonnenhut beispielsweise in ein Beet mit anderen warmen Farbtönen. Orangefarbene oder rote Schafgarben (Achillea) oder auch die Sonnenbraut (Helenium) sind gute Pflanzpartner. Das Gleiche gilt für verschiedene Gräser. Mit ihnen zusammen kannst du in deinem Garten für ein echtes Präriegefühl sorgen.
Mit der Königskerze (Verbascum) oder der Fackellilie (Kniphofia) erzeugst du schöne Kontraste. Diese Gewächse haben eine völlig andere Blütenform und sorgen deshalb für eine optische Vielfalt. Astern blühen sehr spät. Auch sie sind daher eine gute Wahl beim Kombinieren des Sonnenhuts.
Die niedrigen Arten des Sonnenhuts setzt du in den Beetvordergrund. Hier kommen sie gut zur Geltung. Die höheren Sonnenhüte kannst du auch weiter hinten pflanzen. Von dort ziehen sie mit ihren leuchtend gelben Blüten die Aufmerksamkeit auf sich.

Sonnenhut ist eine Staude. Er fügt sich daher problemlos in dein Staudenbeet ein.
Sonnenhut schneiden
Schneide den Sonnenhut direkt nach der Blüte. Allerdings sorgen viele Arten des Sonnenhuts auch im Winter noch für interessante Strukturen im Staudenbeet. Schneide sie deshalb erst im Frühjahr direkt vor dem Neuaustrieb.
Sonnenhut vermehren
Den Sonnenhut vermehrst du durch Teilung. So erhältst du auch die Vitalität der Pflanze. Alle vier bis fünf Jahre solltest du den Sonnenhut teilen. Mache dies im Frühjahr.
Alternativ säst du den Sonnenhut aus. Im Frühjahr ist auch hierfür die beste Zeit.
Als dritte Möglichkeit gibt es noch die Vermehrung mit Basalstecklingen. Achte darauf, dass sie möglichst noch Wurzeln haben.
Sonnenhut pflegen
Schütze höhere Arten des Sonnenhuts vor dem Umfallen. Der Gefüllte Sonnenhut braucht beispielsweise einen Staudenring, damit er nicht umstürzt.
Krankheiten und Schädlinge
Junge Sonnenhüte werden oft von Schnecken befallen. Ältere Gewächse haben manchmal mit Blattläusen zu kämpfen. Auch tritt hin und wieder Echter Mehltau auf.









