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Tränendes Herz im Garten

Ein Tränendes Herz bringt mit seinen ausgefallenen Blüten Abwechslung in den Garten. Im Ratgeber erfährst du mehr über Herkunft sowie Wuchs der Staude und wie du sie richtig pflanzt und pflegst.

Woher kommt das Tränende Herz?

Das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis) wächst ist in den lichten Laubwäldern Chinas und der koreanischen Halbinsel. Bis 1997 ordneten Botaniker die Staude wegen der eigenwilligen Form ihrer Blüten in die Gattung der Herzblumen (Dicentra) ein. Daher lautete der frühere botanische Name „Dicentra spectabilis“.

Erst dann bekam das Tränende Herz den eigenen Gattungsnamen „Lamprocapnos“. Bislang umfasst die Gattung nur einen Vertreter: Das tränende Herz. Im Handel findet sich die Staude manchmal jedoch noch unter ihrer alten Bezeichnung.

Wie andere Herzblumen (Dicentra) zählt auch das Tränende oder auch Flammende Herz zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). 2017 wurde die Staude zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

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Wie sieht ein Tränendes Herz aus?

Das Tränende Herz wird rund 80 cm hoch und bis zu 60 cm breit. Seine Blüten wachsen an bogenförmigen, überhängenden Trieben.

Das Tränende Herz hat dichte und zugleich filigrane, helle grüne Blätter. Diese sind gefiedert und gelappt. Nach der Blüte versorgt die Staude ihr Laub nicht mehr mit Nährstoffen. Dann sterben die Blätter ab.

Seinen herzförmigen Blüten verdankt das Tränende Herz seinen Namen. Sie entwickeln sich bereits im Frühjahr. Auf jedem Zweig sitzen etwa zwölf davon. Normalerweise blüht das Tränende Herz in Rosa oder Weiß. Lamprocapnos spectabilis blüht im Frühling übrigens nur, wenn es im vorangegangenen Winter über eine gewisse Zeit Frost ausgesetzt war.

Blüten am Tränenden Herz

Die namensgebenden Blüten am Tränenden Herz sind etwas Besonderes.

Der richtige Standort

In seiner natürlichen Umgebung wächst das Tränende Herz in Laubwäldern. Daher gedeiht es an einem leicht schattigen und geschützten Standort besonders gut. Dieser darf auch ein wenig kühler sein. Damit die winterharte Pflanze richtig aufblüht, benötigt sie eine Frostperiode.

Wie in einem Laubwald sollte der Boden für das Tränende Herz humos und feucht sein. Die Staude bevorzugt kalkarme Erde und muss in heißen Sommern regelmäßig gegossen werden.

Tränendes Herz pflanzen

Die Pflanzzeit für ein Tränendes Herz ist der Frühling. Dann kann es bis zum Winter gut einwurzeln. Wenn du mehrere Pflanzen setzt, solltest du diese mit einem Abstand von 40 cm bis 60 cm zueinander pflanzen.

Rund um die jungen Stauden arbeitest du außerdem etwas Kompost in den Boden ein. Mit einem entsprechenden Komposter kannst du diesen in deinem Garten selbst erzeugen.

Hinweis: Der Pflanzensaft des Tränenden Herzen enthält Isochinolin-Alkaloide. Diese reizen die Haut und Schleimhäute. Pflanze ein Tränendes Herz deshalb außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren. Trage Handschuhe, wenn du die Staude pflanzt oder zurückschneidest.

Pflege des Tränenden Herzens

Ein Tränendes Herz ist pflegeleicht. Alle zwei Jahre kannst du den Boden im Herbst mit etwas Kompost anreichern. Als Dünger ist das ausreichend. An heißen Tagen solltest du die Pflanze außerdem gießen.

Im Frühsommer, nach der Blüte, sterben Teile der Pflanze ab. Dies wird als Einziehen bezeichnet. Mit einer geeigneten Gartenschere schneidest du nun vergilbtes Laub knapp über dem Boden ab. Wenn du nicht möchtest, dass sich die Pflanze durch Samen vermehrt, zupfst du zudem welke Blüten regelmäßig ab.

Tränendes Herz im Garten

Tränendes Herz vor Vergissmeinnicht

Ein Tränendes Herz blüht in frischem Pink und sorgt für Farbakzente im Garten.

Tränende Herzen bringen Farbe und Abwechslung unter Gehölze und in den Schattengarten. Im Frühling leuchten die pastellfarbenen Blüten vor dem dunklen Hintergrund unmso mehr.

Da das Tränende Herz nur im Frühjahr blüht, kombinierst du es am besten mit Sommer- und Herbstblühern, um Lücken im Beet zu vermeiden. Geeignete Partner sind Blattschmuckstauden wie das Salomonssiegel (Polygonatum), Funkien (Hosta) oder Purpurglöckchen (Heuchera).

Weiße Sorten kommen neben Stauden mit blauen Blüten wie Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera) und Akelei (Aquilegia) besonders gut zur Geltung.

Sorten-Tipps

'Alba' ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete weiß-blühende Sorte.

'Valentine' dagegen blüht in Dunkelrot und Weiß. Die Sorte zieht ihre Blätter nach der Blütezeit erst recht spät ein.

'Goldheart' sticht durch ihr ungewöhnliches gelb-grünes Laub hervor.

Tränendes Herz der Sorte 'Valentine'

Die Sorte 'Valentine' zeigt Blüten in Dunkelrot und Weiß.

Tränendes Herz vermehren

Die Pflanzen lassen sich mit Wurzelschnittlingen und Stecklingen vermehren. Die rund 15 cm langen Schnittlinge stellst du dazu so lange in ein Glas mit Wasser, bis sie Wurzeln bilden.

Im Staudenbeet kannst du ein Tränendes Herz auch aussäen. Dazu sammelst du nach der Blüte die Samen ab und säst sie im Herbst direkt ins Beet. Der Samen der Pflanze keimt jedoch erst auf, wenn er längere Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war. Man nennt dies Kaltkeimung.

Wenn das Tränende Herz zu groß geworden ist, kannst du es auch teilen. Allerdings wirkt die Pflanze besonders formschön, wenn du sie zu einem großen Horst heranwachsen lässt.

Krankheiten

Bei Trockenheit wird das Tränende Herz häufig von Läusen befallen. Ist es der Pflanze an ihrem Standort dagegen zu feucht und warm, kann das Tränende Herz an Mehltau und Stängelgrundfäule (Phytophthora) erkranken.

Schnecken machen sich im Frühling häufig über das feine Laub der Pflanze her. Um das zu verhindern, kannst du einen Schneckenschutz verwenden.

Mögliche Löcher in den Blütenspitzen des Tränenden Herzens stammen übrigens nicht immer von Schädlingen. Vielmehr beißen Erdhummeln in das Laub, um an dessen Nektar zu kommen.

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