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Liguster – Eigenschaften im Überblick

Zuletzt aktualisiert: 10.07.20193 Minuten
Eine Liguster-Pflanze als Hecke in Formschnitt.

Wuchs, Pflanzung und Pflege des Ligusters – der Pflanzensteckbrief enthält nützliches Fachwissen zur Liguster-Pflanze und erleichtert die Auswahl und Kultivierung im eigenen Garten.

Liguster – robuste und schnell wachsende Heckenpflanze

Pflegeleicht und schnell wachsend ist der Liguster eine der beliebtesten Heckenpflanzen. Mit seinem Wuchs bildet er eine blickdichte Begrenzung für Garten und Grundstück. Da sich seine starken Seitentriebe eng verzweigen, wächst er schnell und muss regelmäßig beschnitten werden. Man bezeichnet Liguster auch als Formhecke. Er gedeiht auch im Kübel und schützt selbst auf Balkon oder Terrasse vor Blicken. Liguster ist winterhart und übersteht auch frostige Temperaturen unbeschadet. Im Juni und Juli schmückt sich der Liguster mit rund 8 Zentimeter langen Rispen, die kleine rahmweiße Blüten tragen. Aus den Blüten entwickeln sich im Herbst zierliche Trauben mit erbsengroßen, schwarz-glänzenden Beerenfrüchten.  

Liguster mit Blättern und Zweigen.

Wuchseigenschaften des Ligusters

Eine gesunde Ligusterpflanze wächst buschig, straff aufrecht und in einer leicht vasenähnlichen Form. Ligusterbusch und -hecke sind häufig dicht verzweigt und haben kurze, abstehende Seitentriebe. Der Gold-Liguster gedeiht besonders vieltriebig aus der Basis heraus. Bei optimalen Bedingungen wächst Liguster rund 40 cm pro Jahr, eine Hecke ist also nach vier bis fünf Jahren mannshoch. Die Pflanze erreicht eine maximale Breite von 1,5 bis 2 m und wird zwischen 3 und 4 m hoch. 

Freistehend wächst Liguster zu einem straff aufrechten Großstrauch heran, während er sich im Schatten größerer Gehölze eher in die Breite entwickelt und ein dichtes Unterholz bildet.

Die meisten Ligusterpflanzen sind wintergrün, das heißt, sie werfen ihre Blätter erst kurz vor dem Austrieb ab. Nur in sehr warmen Regionen bleiben sie immergrün und behalten ihre Blätter für mehrere Jahre.

Die Oberfläche der Ligusterblätter fühlt sich glatt sowie leicht ledrig an. Der Blattrand ist ebenfalls glatt und ganzrandig. Die Farbe des ellipsenförmigen Grüns ist dagegen je nach Art unterschiedlich:

  • Blätter des Goldligusters: Dunkelgrün gefärbt und deutlich an ihrem dekorativen, goldgelben Rand erkennbar. Besonders an sonnigen Standorten kommt der namensgebende, goldgelbe Ton gut zur Geltung.
  • Schwarzgrüner Liguster: Zeigt dagegen dunkelgrüne – im Winter oft violett-braun und metallisch glänzende – Blätter.

Standort- und Bodenbedingungen

Damit Liguster gesund und üppig gedeiht, braucht er einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Als Flachwurzler wächst er nicht in die Tiefe und stellt auch an die Bodenbeschaffenheit keine speziellen Ansprüche. Er hat keinen hohen Nährstoffbedarf, bevorzugt allerdings einen kalkhaltigen, eher wasserdurchlässigen Untergrund.

Pflanzzeit und Pflege

Grundsätzlich lässt sich Liguster zwischen März und Oktober am besten in Garten oder Topf einsetzen. Die ideale Pflanzzeit ist der Herbst, denn ab Oktober ist mit reichlich Niederschlag zu rechnen und das fördert ein gesundes Wachstum. Eine regelmäßige Bewässerung ist nur während der Anwachsphase nötig. Anschließend übersteht der Liguster auch trockene Perioden problemlos. Im Frühjahr empfiehlt sich eine Düngergabe mit Kompost.

Für Krankheiten oder Schädlinge sind die Pflanzen kaum anfällig. Nur in Ausnahmefällen können sie von

  • Echtem Mehltau
  • Blattflecken-Erreger
  • Ligusterblattlaus
  • Blattwanze
  • Dickmaulrüssler

befallen werden. Erst dann ist eine systematische Bekämpfung notwendig.

Eine gesunde Ligusterhecke sollte zwei Mal im Jahr, idealerweise zwischen Mitte und Ende Juni sowie nach der Blüte im August oder September einen Formschnitt bekommen, also einen leichten Schnitt.  Der sogenannte Verjüngungsschnitt, also der starke Rückschnitt der Hecke, ist in diesem Zeitraum laut Bundesnaturschutzgesetz nicht gestattet. Er sollte erst Anfang Oktober erfolgen.

Schützen Sie Ihre Haut beim Schnitt der Ligusterhecke unbedingt durch langärmelige Kleidung und Handschuhe. Die Pflanzensäfte können unangenehme Reizungen, das sogenannte Liguster-Ekzem, hervorrufen.

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