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Woher kommt der Gewöhnliche Judasbaum?

Ursprünglich kommt der Gewöhnliche Judasbaum aus Südeuropa, Kleinasien und Persien. Rund zehn Arten gibt es weltweit. Davon wachsen zwei in Nordamerika und der Rest in West- und Ostasien. Der Gewöhnliche Judasbaum gehört zur Familie der Johannisbrotgewächse und ist eine Art der Gattung der Judasbäume.

In der Natur findest du ihn in Wäldern und an Flussufern. In trockenen Gebieten wächst er auf kalkreichen, oft steinigen Böden mit mäßigem Nährstoffgehalt. Seinen Namen hat er einer Legende zufolge daher, dass Judas Ischariot sich an solch einem Baum erhängte, nachdem er Jesus verraten hatte.

So groß wird der Gewöhnliche Judasbaum

Gewöhnlicher Judasbaum im Frühling

Der Gewöhnliche Judasbaum wird etwa 4 m bis 6 m hoch. Die Krone wird im Alter immer ausladender.

Abhängig vom Klima und seinem Standort wächst der Gewöhnliche Judasbaum auf 4 m bis 6 m Höhe an. Er wird ebenso breit. Das Gehölz gibt es als Großstrauch oder kleinen Baum. Die schirmartige Krone wird mit zunehmendem Alter ausladender. Sie verzweigt sich unter Umständen etwas sparrig. Pro Jahr wächst der Judasbaum zwischen 25 cm und 30 cm. Seine jungen Triebe sind schwarzbraun. Im Alter nehmen sie den Farbton der Borke an. Diese ist olivgrün mit rotbraunen Längsrissen.

Blätter des Gewöhnlichen Judasbaums

Der Baum hat sommergrüne Blätter. Sie sind rundlich bis nierenförmig und zwischen 7 cm und 12 cm lang. Sie haben eine ähnliche Breite. Die Oberseite der Blätter ist bläulich-grün gefärbt. An der Unterseite nehmen sie eine matt-graugrüne Farbe an. Das Laub verfärbt sich im Herbst goldgelb bis orangerot.

Blüten des Gewöhnlichen Judasbaums

Von Anfang bis Mitte April treiben die Blüten des Judasbaums aus. Sie sind kräftig pink und wachsen in kleinen Trauben an den mehrjährigen Trieben. Auch am Stamm wachsen die Schmetterlingsblüten. Dies bezeichnen Botaniker als Kauliflorie oder Stammblütigkeit. Sie zeigen sich vor den ersten Blättern.

Der Baum bildet so viele Blüten, dass es aussieht, als sei er von einer rosafarbenen Wolke umhüllt. Die Blüten sind essbar und eignen sich zur Verzierung von Speisen und Salaten.

Früchte des Gewöhnlichen Judasbaums

Aus den Blüten bilden sich Früchte. Sie sind 10 cm bis 12 cm lang. Ihre Farbe ist zunächst grün und später hellbraun. Sie erinnern an Zuckererbsen. Bis zum Frühjahr bleiben die Früchte am Baum hängen. Die Früchte sind nicht essbar und leicht giftig.

Gewöhnlicher Judasbaum mit Früchten

Der Gewöhnliche Judasbaum trägt auch Früchte. Sie werden bis zu 12 cm lang und ähneln Zuckererbsen. Sie sind für Menschen giftig.

Idealer Standort und Boden für einen Judasbaum

Pflanze den Gewöhnlichen Judasbaum an einen vollsonnigen, warmen Standort. Er ist idealerweise leicht geschützt. Als Boden brauchst du einen sandigen, gut durchlässigen Lehmuntergrund. Dieser ist am besten mäßig trocken bis trocken und kalkreich. Das Gehölz wächst aber auch auf schwach sauren Böden. Längere Hitze- und Trockenperioden machen der Pflanze nicht viel aus.

Judasbaum pflanzen und pflegen

Pflanze den Judasbaum im Frühjahr an einen geschützten Standort. Er ist ein wenig frostempfindlich. Ist das Gehölz eingewachsen, ist keine weitere Pflege notwendig. Du musst ihn weder düngen noch gießen. Mulche aber junge Judasbäume im Winter mit einer dicken Schicht Herbstlaub. Schütze außerdem unverborkte Hauptäste vor der Wintersonne.

Judasbaum schneiden

Ältere Exemplare brauchen keinen Schnitt. Das Gehölz vergreist nicht. Über die Jahre trägt die Pflanze auch ohne Schnitt immer mehr Blüten. Nimm lediglich bei ganz jungen Pflanzen einen Kronenkorrekturschnitt mit einer Baumschere vor.

Judasbaum im Garten verwenden

Zwei Gewöhnliche Judasbäume im Garten

Der Gewöhnliche Judasbaum braucht genügend Platz um sich herum.

Setze den Gewöhnlichen Judasbaum in deinem Garten in Einzelstellung. Achte auf genügend Freiraum um das Gewächs. So ist genug Platz für die ausladende Krone. Der Baum eignet sich vor allem für große Felsen- oder Steingärten. Kombiniere ihn mit anderen trockenheitsliebenden Ziergehölzen, Wildtulpen und Steingartenstauden.

Der Gewöhnliche Judasbaum macht sich auch vielen anderen Gärten gut. Dort braucht er aber einen durchlässigen und nicht zu feuchten Boden. Unterpflanze den Baum mit unterschiedlichen Waldrandstauden. Sein Wurzelwerk ist tolerant und die Krone ist licht genug, damit genügend Sonnenlicht auf den Boden fällt.

Judasbäume vermehren

Durch Aussaat vermehrst du die Wildform des Judasbaumes. Gartenformen vermehrst du durch Veredelung. Die häufigste Methode dafür ist die Okulation auf Sämlinge des Gewöhnlichen Judasbaums. Im Spätwinter ist auch die Kopulation möglich.

Krankheiten und Schädlinge

Es gibt fast keine Krankheiten oder Schädlinge, die den Gewöhnlichen Judasbaum befallen. In seltenen Fällen bekommt das Gehölz bei feuchtwarmer Witterung Blattfleckenkrankheiten. Diese sind allerdings keine Gefahr. Stark befallene junge Pflanzen behandelst du mit einem handelsüblichen Fungizid.

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