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Aussehen von Hortensien

Kletterhortensie an Rankhilfe aus Holz.

Wie hoch die Hortensie wächst, hängt von ihrer Sorte ab. Am höchsten wächst beispielsweise die Kletterhortensie.

Die größten Arten der Hortensie (Hydrangea) werden bis zu 2 m hoch. Die meisten Sträucher bleiben aber deutlich kleiner. Eine Ausnahme bildet die Kletterhortensie: Mit ihren Haftwurzeln erklimmt sie auch hohe Fassaden oder Rankhilfen.

Die Blätter der Hortensie sind elliptisch geformt und wachsen gegenständig. Sowohl die Eichblatt-Hortensie als auch die Kletterhortensie färben ihr Laub im Herbst orange bis gelb. Bei der Eichblatt-Hortensie hängt dies vom Standort ab, der nicht zu nährstoffhaltig sein darf.

Viele Wildarten sind mit sterilen Schaublüten in Rot, Blau, Weiß oder Rosa ausgestattet, die Insekten anlocken. Bei den heutigen Gartenhortensien wurden die grünlichen Blüten ebenfalls zu Schaublüten umgezüchtet, sodass die Pflanze unfruchtbar ist. Nur Kletterhortensien, Eichblatt-Hortensien, Samt-Hortensien und Tellerhortensien besitzen noch den ursprünglichen Blütenaufbau.

Die Sträucher blühen ab Anfang Juli bis in den September. Als Hortensienbesitzer lässt du die Blütenstände am besten nach der Blüte stehen: Mit ihren teils rötlichen Farben sind sie auch im Herbst noch sehr dekorativ.

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Hortensien pflanzen

Eine Frau gießt rosa-violett blühende Hortensien mit einer blauen Gießkanne.

Gönne deinen Hortensien nach dem Anpflanzen reichlich Wasser, damit sie gut anwachsen.

Hortensien bevorzugen einen halbschattigen Standort. Einige Arten kommen auch mit etwas Sonne zurecht. Wichtig für den idealen Standort ist ein feuchter, lockerer und humoser Boden. Sein pH-Wert sollte zwischen Fünf und Sechs im leicht sauren Bereich liegen.

Hortensien sind Flachwurzler. Setze sie daher mit etwas Abstand zu anderen Pflanzen ein. Das gilt besonders, wenn die benachbarte Pflanze ebenfalls zu den Flachwurzlern gehört.

Hast du einen neuen Strauch gekauft, entfernst du zunächst eventuelle spiralig gewachsene Wurzeln. Diese erschweren das Anwachsen.

Hebe mit dem Spaten ein ausreichend großes Loch zum Einpflanzen aus und lockere die Erde auf. So können sich die Wurzeln optimal ausbreiten. Achte darauf, dass die Oberfläche des Wurzelballens beim Einpflanzen mit dem Boden abschließt. Den Boden drückst du fest an. In den ersten Tagen benötigt die Hortensie viel Wasser. Vergiss also nicht, regelmäßig zu gießen.

Hortensien richtig pflegen

Hortensien benötigen viel Wasser. Ideal eignet sich Regenwasser, aber auch enthärtetes Trinkwasser aus der Leitung. Lässt die Pflanze ihre Blätter hängen, benötigt sie in der Regel mehr Wasser.

Auch eine üppige Nährstoffversorgung ist für Hortensien wichtig. Die Pflanze gehört zu den Starkzehrern und braucht einen speziellen Hortensiendünger. Alternativ kannst du auch zu Rhododendrondünger greifen. Pellets mit Rinderdung sind eine organische Alternative zum Flüssigdünger. Die letzte Düngung sollte Ende Juli erfolgen, dann können die neuen Triebe noch bis zum Herbst heranreifen. So ist die Pflanze stark für den Winter.

Als besonders dekorativ gelten blaue Hortensienblüten, etwa von Tellerhortensien oder Bauernhortensien. Dafür benötigen die Pflanzen einen niedrigen pH-Wert. Liegt dieser bei Fünf, blüht die Hortensie blau. Steigt er, sind die Blüten rosa. Der Grund dafür sind Aluminium-Ionen, die die Blütenfarbe beeinflussen. Ist der Boden sauer genug, kann die Pflanze mehr Ionen aufnehmen und blüht blau.

Tipp: Um der blauen Blüte nachzuhelfen, mischst du einmal pro Woche 3 g Alaun (Aluminium-Sulfat) auf einen Liter Wasser und gießt die Hortensie damit. Alaun bekommst du in der Apotheke.

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Der ideale Schnitt für Hortensien

Eine Pflanze wird mit einer Gartenschere zurückgeschnitten.

Je nach Sorte schneidest du deine Hortensie im Frühjahr stärker oder vorsichtiger zurück. Dann blüht die Pflanze bald wieder prächtig.

Tellerhortensien und Bauernhortensien legen ihre Blütenknospen bereits im Herbst für das kommende Jahr an. Daher schneidest du im Frühjahr nur erfrorene Triebe und vertrocknete Blüten aus dem Vorjahr ab. Rispenhortensien und Ballhortensien bilden ihre Knospen dagegen erst im Frühling. Beide Sorten lassen sich daher auch großzügiger zurückschneiden.

Weitere Tipps für das Schneiden von Hortensien.

So überstehen Hortensien den Winter

In kalten Wintern frieren Tellerhortensien und Bauernhortensien zurück. Schneide sie entsprechend mit einer Gartenschere zurück, um die Bildung neuer Triebe zu fördern. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, deckst du die Hortensien mit Reisig oder Vlies ab. Hältst du deine Hortensien im Topf, solltest du diesen mit Kokosmatten vor Durchfrieren schützen. Auch zum Schutz der Krone vor Frost eignet sich Vlies hervorragend.

Der ideale Winterplatz für Hortensien im Pflanztopf ist windgeschützt und schattig – zum Beispiel an der Hausmauer.

Weitere Tipps für die Überwinterung von Hortensien.

Hortensien im Garten und auf dem Balkon

Nahaufnahme von Hortensien in Bauerngarten vor Staketenzaun

Hortensien der Sorte "Bloombuster" von GROW by OBI sind besonders pflegeleicht und robust.

Für einen Bauerngarten oder Landhausgarten sind Hortensien die ideale Bepflanzung. Sie lassen sich in Gruppen oder einzeln pflanzen und fühlen sich unter Gehölzen besonders wohl. Auch geschützte Lagen am Haus kommen als Standort infrage. Achte darauf, dass die Hortensie nicht zu viel direkte Sonneneinstrahlung bekommt. Als Begleitpflanzen im Beet eignen sich beispielsweise Astilben, Sterndolden oder auch Funkien.

Im Kübel gedeihen Hortensien auch auf Balkonen und Terrassen – am besten an einem halbschattigen Ort. Berücksichtige dabei den hohen Wasserbedarf der Pflanze und gieße sie jeden Tag großzügig. Die Blüten eigenen sich auch getrocknet als Dekoration, verlieren jedoch schnell an Farbe.

Tipp: Damit die Blütenfarbe auch bei der getrockneten Hortensienblüte erhalten bleibt, mischst du 100 ml Glycerin und 200 ml Wasser. Stellst du die Hortensienblüte in das Gemisch, lagert es sich in der Blüte ab. Sobald sich auf den Blüten kleine Perlen bilden, ist genug Glycerin eingelagert. Lass die Blüte trocknen – ihre Farbe bleibt nun erhalten.

Hortensien vermehren

Indem du Stecklinge neu anpflanzt, lassen sich junge Hortensien heranziehen. Ihre Wurzeln bilden sich in der Regel schon nach zwei bis drei Wochen. Für die meisten Hortensienarten ist der Frühsommer die ideale Zeit zur Anpflanzung. Bei Rispen- und Ballhortensien funktioniert das Anpflanzen von Steckhölzern auch im späten Winter.

Krankheiten und Schädlinge bei Hortensien

Unter Umständen werden Hortensien von Pilzkrankheiten wie der Blattfleckenkrankheit, Echtem Mehltau oder Grauschimmel heimgesucht.

Den häufigsten Schädlingsbefall stellen Blattläuse und Dickmaulrüssler dar. Ohne entsprechenden Schutz sind Hortensien aber auch für Schnecken ein gefundenes Fressen. Achte bei Kübelpflanzen außerdem auf möglichen Schildlaus-Befall.

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