Hauptinhalt

Woher kommt die Japanische Stechpalme?

Die Japanische Stechpalme (Ilex crenata) wird auch Bergilex oder Japanische Hülse genannt. Sie gehört zur Gattung der Stechpalmen (Ilex). Diese wiederum ist Teil der Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae).

Beheimatet ist Ilex crenata in den Bergen Japans. Sie kommt aber auch in feuchten Regionen Chinas und Koreas vor.

online-retail

Produkte im Shop finden

Finde eine große Auswahl an Japanischen Stechpalmen im OBI Onlineshop.

Aussehen der Japanischen Stechpalme

Die Japanische Stechpalme wird zwischen 1 m und 5 m hoch. Mit der ausladenden Krone kann die Pflanze eine Breite von bis zu 3 m erreichen. Allerdings wächst das Gehölz sehr langsam. Pro Jahr kommen etwa 10 cm hinzu. Dafür ist die Pflanze sehr langlebig. Zudem ist Ilex crenata ein Flachwurzler und hierzulande winterhart.

Der immergrüne Strauch wächst straff aufrecht. Die Blätter sind mittelgrün bis dunkelgrün und wechselständig. Sie sind bis zu 3 cm lang, elliptisch geformt, besitzen einen kleinen Stiel und sind gekerbt.

Die Japanische Stechpalme ist als Alternative zum Buchs-Baum besonders beliebt, weil ihr Laub sehr dicht wächst. Dadurch ist sie für Einfassungen und Formschnitte gut geeignet.

Von der Japanischen Stechpalme gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Die kleinen, gelblich-weißen Blüten öffnen sich im Mai und Juni. Werden sie befruchtet, entstehen daraus schwarze Steinfrüchte. Sie sind 6 mm groß und kugelig.

Hinweis: Die Früchte sind für Menschen giftig.

Japanische Stechpalme mit Früchten

Die Japanische Stechpalme entwickelt nach der Blüte schwarze Steinfrüchte. Für Menschen sind sie giftig.

Der richtige Standort

Die Japanische Stechpalme bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Er sollte zudem windgeschützt, aber luftfeucht sein. Auch mit einem Schattenplatz kommt das Gehölz zurecht.

Bergilex gedeiht am besten in einem lockeren Boden mit vielen Nährstoffen. Perfekt ist ein sandig-lehmiges Substrat, das zudem schwach sauer ist.

Der Strauch verträgt zwar Trockenperioden, zu viel Kalk oder Salz im Boden schadet ihm allerdings. Staunässe solltest du vermeiden.

Japanische Stechpalme pflanzen

Die Japanische Stechpalme pflanzt du am besten im Frühjahr. Es empfiehlt sich ein Pflanzabstand von etwa 2 m zu anderen Pflanzen.

Willst du den Bergilex als Hecke setzen, rechne pro Meter mit etwa acht Pflanzen. Schwere Böden lockerst du auf. Gib dafür Sand oder Kies hinzu. Das verhindert Staunässe.

Beim Pflanzen sollte die Oberkante des Wurzelballens mit dem Bodenlevel abschließen. Eine Schicht Mulch verhindert, dass die Wurzelscheibe nach dem Angießen austrocknet. In der ersten Zeit gibst du der Pflanze regelmäßig Wasser.

Japanische Stechpalme pflegen

Japanische Stechpalme schneiden

Für einen dichten Wuchs schneidest du die Japanische Stechpalme zweimal jährlich. Im Frühjahr und Spätsommer ist die richtige Zeit dafür.

Die Japanische Stechpalme solltest du regelmäßig gießen. Das gilt besonders für den Sommer, aber auch für trockene Winter.

Ilex crenata ist ein Flachwurzler, hacke oder grabe daher nicht um die Wurzeln herum. Düngen musst du den Bergilex nicht. Eine Handvoll Kompost im Frühjahr lässt den Strauch aber besser wachsen.

Kultivierst du den Bergilex im Kübel, schütze den Topf im Winter mit einer Luftpolsterfolie. Sonst friert der Wurzelballen durch.

Ilex crenata lässt sich gut mithilfe einer Heckenschere schneiden. Willst du einen dichten Wuchs, solltest du daher auch regelmäßig im zeitigen Frühjahr und im Spätsommer einen Schnitt vornehmen. Ist ein Strauch außer Form geraten, setzt du ihn auf den Stock. Er treibt dann zuverlässig wieder aus.

Japanische Stechpalme im Garten

Ilex crenata eignet sich für Einfassungen und niedrige bis mittelhohe Hecken. Aber auch in Steingärten oder als Solitärgehölz sieht die Pflanze sehr dekorativ aus. Für Bonsai-Liebhaber ist der Bergilex ebenfalls geeignet.

Da Buchsbaum zunehmend von Krankheiten und Schädlingen befallen wird, ist der robuste Ilex crenata eine gute Alternative dazu.

Der Strauch hält auch großen Wurzeldruck durch andere Pflanzen und Gehölze aus. Daher kannst du Ilex crenata gut für eine Unterpflanzung oder als Lückenfüller im Beet nutzen.

Japanische Stechpalme im Beet

Die Japanische Stechpalme macht sich sehr gut als niedrig gehaltene Beeteinfassung.

Sorten der Japanischen Stechpalme

Dark Green“: Diese Sorte ähnelt dem Buchsbaum äußerlich stark, weshalb sie auch gerne als Alternative für diesen verwendet wird.

Golden Gem“: Steht diese Sorte sonnig, wird der Austrieb gold-gelb. Mit der Zeit wird er wieder grünlich. Diese Sorte blüht nicht oft und ist eher empfindlich.

Rotundifolia“: Diese Japanische Stechpalme besitzt große, dunkelgrüne Blätter. Sie wird nur etwa 1 m bis 1,5 m groß.

Glory Gem“: Die Zwergform wird nicht höher und breiter als 1 m. Sie besitzt sehr kleine, dunkelgrüne und glänzende Blätter.

Convexa“: Sie wird etwa 2 m hoch und breit. Die Stechpalmen-Sorte ist sehr schnittverträglich, gut winterhart und kommt auch mit Schatten gut zurecht. Zudem ist sie gut für Hecken geeignet.

Japanische Stechpalme vermehren

Du vermehrst den Strauch durch Steckhölzer. Dafür schneidest du im Juli oder August 15 cm lange Triebe mithilfe einer Gartenschere ab. Die Triebe sollten leicht verholzt sein.

Die Schnittenden lässt du leicht antrocknen. Das untere Ende benetzt du mit Bewurzelungspulver, bevor es in die Anzuchterde kommt.

Eine Folie über dem Topf sorgt für die notwendige Luftfeuchte. Halte das Substrat feucht. Nach vier Wochen zeigen sich die ersten Wurzeln.

Krankheiten und Schädlinge

Bei einem zu hohen pH-Wert zeigt der Bergilex Anzeichen für eine Chlorose. Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, können Spinnmilben die Folge sein.

Pilzkrankheiten befallen den Strauch so gut wie nie.

Garten planen und gestalten mit dem Gartenplaner

Wenn du bei der Gestaltung deines Wunschgartens Hilfe benötigst, lass dich vom OBI Gartenplaner kostenlos beraten.

Das könnte dich auch interessieren