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Woher kommt die Kletterhortensie?

Die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) gehört zur großen Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae).

Ursprünglich ist sie ein Waldbewohner und in Japan, Korea und Taiwan zu Hause. Wie ihr Name vermuten lässt, wächst die Kletterhortensie an Fassaden, Pergolen, Wänden, aber auch Zäunen empor.

Typisch für die Kletterhortensie sind ihre filigranen weißen Blüten. Die Kletterpflanze ist winterhart und zudem sehr pflegeleicht.

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Wie sieht die Kletterhortensie aus?

Kletterhortensien können bis zu 15 m in die Höhe ranken. Das tun sie am liebsten entlang von Mauern, Wänden oder geeigneten Rankhilfen. Anfangs wächst die Pflanze jedoch eher langsam.

An der lichtabgewandten Seite bildet die Kletterhortensie Haftwurzeln. Damit hält sie sich am Untergrund fest. Diese entwickeln sich mit der Zeit zu dicken Ästen, deren Rinde rotbraun ist. An älteren Ästen beginnt die Rinde abzublättern.

Hat die Kletterhortensie keine geeignete Rankhilfe oder Mauer zur Verfügung, wächst sie halbkugelig als Strauch oder macht sich auch als Bodendecker gut.

Die Blätter der Kletterhortensie sind 10 cm lang und rundlich bis eiförmig. Die Blattstiele sind lang. Bei den meisten Sorten wechseln die Blätter im Herbst die Farbe zu einem leuchtenden Gelb. Nur einige Sorten bringen ihr Laub auch in milden Wintern grün über den Jahreswechsel. Sie fallen dann erst im Frühjahr ab.

Die Blüten sind flach und haben einen Durchmesser von bis zu 25 cm. Sie sind als sogenannte Schirmrispen angeordnet mit einem äußeren Kranz weißer Schaublüten. Diese sind steril. Nur die inneren Blüten lassen sich befruchten. Sie sind daran zu erkennen, dass sie keine Blütenblätter tragen.

Bei der Blüte solltest du etwas Geduld mitbringen. Kletterhortensien blühen nämlich erst etwa fünf Jahre nach dem Einpflanzen.

Blüten der Kletterhortensie in der Nahaufnahme.

Pflanzt du eine Kletterhortensie, musst du auf die Blüten eine gewisse Zeit warten: Sie zeigen sich erst rund fünf Jahre nach dem Einpflanzen.

Der richtige Standort für eine Kletterhortensie

Die Kletterhortensie ist ein typisches Halbschattengewächs. Auch Schatten wird sehr gut vertragen. Der Standort sollte generell eher feucht-kühl sein. Der richtige Boden für eine Kletterhortensie ist humusreich und durchlässig.

Wie alle Hortensien bevorzugen auch Kletterhortensien kalkarme Standorte. Sehr dichten Boden solltest du vor dem Pflanzen unbedingt auflockern. Die optimale Zeit fürs Pflanzen ist von März bis Mitte Mai.

Kletterhortensien gedeihen auf leicht saurem bis saurem Boden gut. Ideal ist dafür Hortensienerde oder Rhododendronerde. Gib etwas davon ins Pflanzloch. Dieses sollte einen Durchmesser vom Doppelten des Wurzelballens haben.

Den Wurzelballen lockerst du vor dem Einsetzen etwas auf. Ist dieser sehr trocken, empfiehlt es sich, den Topf vor dem Einpflanzen für einige Zeit in einen Eimer mit Wasser zu tauchen. Das wässert ihn gleichmäßig durch.

Als wasserliebende Pflanze sollte die Kletterhortensie nach dem Einpflanzen ausreichend gegossen werden. Eine zusätzliche Schicht Mulch schützt den Boden anschließend vor dem Austrocknen und hält ihn feucht.

Kletterhortensie richtig pflegen

Die Kletterhortensie hält sich am Untergrund mithilfe ihrer speziellen Haftwurzeln fest. Ähnlich wie Efeu kann sie auf diese Weise auch an nackten Wänden hochwachsen.

Ist die Pflanze sehr jung, solltest du trotzdem eine Rankhilfe bauen, um den Trieben die richtige Wuchsrichtung zu zeigen. An Zäunen tun es auch Drähte, mit denen du die Triebe dort befestigst, wo sie gewünscht sind.

Wie alle Hortensien bevorzugen auch Kletterhortensien einen feuchten Untergrund, jedoch ohne Staunässe. Für die Nährstoffe bietet sich im Frühjahr reifer, mit Horndünger angereicherter Laubkompost an. Zusätzlich kannst du die Kletterhortensie mit Hortensiendünger oder Rhododendrondünger versorgen.

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Kletterhortensien schneiden

Eine Kletterhortensie wird mit einer Gartenschere geschnitten.

Kürze die Triebe einer jungen Kletterhortensie direkt nach dem Pflanzen. Etwa ein Drittel kannst du abschneiden.

Kletterhortensien sind grundsätzlich schnittverträglich. Gibst du der Pflanze jedoch ausreichend Raum, ist ein Rückschnitt meist nicht nötig.

Direkt nach dem Pflanzen kannst du die Triebe der jungen Kletterhortensie mit einer Gartenschere um ein Drittel einkürzen. Das regt die Verzweigung an. Ältere Pflanzen vertragen auch Rückschnitte bis ins mehrjährige Holz.

Am besten setzt du die Schere im Spätwinter zwischen Februar und März an.

Kletterhortensien im Garten verwenden

Als Rankpflanze macht sich die Kletterhortensie am besten an Mauern, Zäunen und Pergolen. Hier kommen der Blattschmuck und die Blütenstände von Hydrangea petiolaris sehr gut zur Geltung.

Als Pflanzpartner für eine Kletterhortensie kannst du zum Beispiel Waldrebe (Clematis) verwenden. Sie ergeben zusammen ein sehr harmonisches Bild. Die Clematis gibt es in verschiedenen Blütenfarben - von Hellrosa und Pink bis hin zu Violett.

Kletterhortensie: Sorten-Tipps

  • „Semiola“: Diese Sorte ist eine Neuzüchtung. Sie hat weiße Blüten und behält ihre grünen Blätter auch in milden Wintern. Der Austrieb ist zunächst kupferrot. Sie kann eine Höhe von bis zu 3 m erreichen und rankt auch ohne Hilfe.

  • „Silver Lining“: Auch diese Sorte behält im Winter ihre weiß-grün panaschierten Blätter. Sie kann sowohl im Garten als auch in Kübeln kultiviert werden.

  • „Miranda“: Die cremeweißen Blüten sind sehr groß, die Blätter gelb-grün panaschiert.

Kletterhortensien vermehren

Kletterhortensien kannst du am ehesten über bodennahe Seitentriebe vermehren. Entferne im mittleren Abschnitt die Blätter und füge der Rinde eine kleine Wunde zu. Dafür hebst du einen kleinen Teil der Rinde ab. Dieses Segment bedeckst du leicht mit feuchter Erde. Damit der Trieb in der Erde bleibt, kannst du ihn auch beschweren. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Frühling bis Frühsommer.

Im Laufe des Sommers bilden sich erste Wurzeln, sodass du den Trieb im Herbst von der Mutterpflanze abtrennen und an einem anderen Ort einpflanzen kannst.

Möchtest du mehrere Nachkommen einer Pflanze ziehen, bieten sich Stecklinge an. Hier gehst du vor wie bei den Bauernhortensien. Die richtige Zeit dafür ist von Juni bis Juli.

Als dritte Methode kannst du im Winter unbewurzelte Stecklinge, sogenannte Steckhölzer, zur Vermehrung von Kletterhortensien nutzen.

Seitentrieb einer Kletterhortensie in der Erde festgesteckt.

Vermehre die Kletterhortensie mit einem Seitentrieb. Stecke ihn dafür in feuchter Erde fest.

Welche Krankheiten treten bei Kletterhortensien auf?

Kletterhortensien werden kaum von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht.

Wenn sich die Blätter gelb verfärben und grüne Äderchen zu sehen sind, handelt es sich um Chlorose, eine Mangelerscheinung an Zier- und Nutzpflanzen. Dann kannst du mit etwas Torf, Hortensienerde oder Rhododendronerde das Gleichgewicht wiederherstellen.

Ab und an kommen Echter Mehltau und Falscher Mehltau vor. Gegen diese Pilzkrankheiten kannst du ein Fugizid verwenden. Beachte stets die Vorgaben des Herstellers zu dessen Verwendung. Bei Fragen zum Thema Pflanzenschutz helfen dir die fachkundigen Mitarbeiter in deinem OBI Markt gern weiter.

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