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Rhododendron in der Natur

Um Rhododendron im Garten zu pflanzen, ist es ratsam, die Bedingungen im eigenen Garten zu kennen. Am besten gedeiht Rhododendron dann, wenn er ähnliche Verhältnisse wie jene an seinem Naturstandort erhält.

In seiner Heimat bevorzugt Rhododendron lichte Laubwälder. Dort sind die Böden humusreich und kalkarm. Durch den ständigen Laubfall und den entstehenden Kompost ist der Boden dort leicht sauer.

Da Rhododendron seine Nährstoffe nahe der Oberfläche findet, ist er ein Flachwurzler mit einem hohen Anteil von dichten Feinwurzeln.

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Der optimale Standort im Garten

Rhododendron im Halbschatten

Ein leicht schattiger Ort ist ideal für den Rhododendron. Etwas Licht braucht er allerdings, um schöne Blüten zu entwickeln.

Der beste Standort, um einen Rhododendron zu pflanzen, ist also eine Kopie seiner natürlichen Umgebung.

Ein guter Platz für Rhododendron ist daher leicht beschattet. Vor allem in der Mittagszeit sollte der Strauch nicht in der prallen Sonne stehen. Zu schattig sollte es aber auch nicht sein. Sonst blüht er nicht ausdauernd.

Ein passender Schattenpartner für Rhododendron ist die Waldkiefer (Pinus sylvestris). Ihre langen, dünnen Nadeln lassen genug Sonnenlicht durch. Sie geben aber auch ausreichend Schatten. Zudem besitzt die Waldkiefer tiefe Wurzeln, die sich wenig verzweigen. So macht das Gehölz dem Rhododendron keine Konkurrenz.

Die Ausnahme sind sogenannte Yakushimanum-Hybriden. Diese Rhododendron-Sorten gedeihen auch an sonnigen Plätzen. Ihre Blätter besitzen einen Überzug, der sie vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützt.

Der richtige Boden für Rhododendron

In Sachen Boden ist Rhododendron etwas anspruchsvoll. Das Substrat sollte humusreich und locker sein. Lehmböden sind zu schwer für die feinen Wurzeln der Pflanze.

Hast du einen Lehmboden im Garten, solltest du ihn austauschen. Sonst bringt es kaum etwas, einen Rhododendron zu pflanzen. Dazu hebst du ein etwa 50 cm tiefes Pflanzloch aus. Es sollte einen Durchmesser von gut 150 cm haben.

Statt des lehmigen Aushubs füllst du anschließend eine Mischung aus Sand und Rindenkompost ein. Wenn möglich, fügst du auch Kuhmist dazu. Die Zutaten mischst du zu gleichen Teilen.

Um Staunässe zu vermeiden, kommt eine 10 cm dicke Schicht Bausand auf den Boden des Pflanzlochs.

Ist der Boden bereits sandig, genügt es, ordentlich Rindenkompost und Kuhmist in die Erde einzuarbeiten. Eine Alternative ist fertige Rhododendronerde.

Eine Frau pflanzt Rhododendron ein

Pflanze den Rhododendron nicht zu tief. Die Wurzeln könnten sonst absterben.

Rhododendron pflanzen

Eine Rhododendron-Pflanze kaufst du meistens im Topf oder wurzelnackt. Nachdem du das Pflanzloch ausgehoben und den Boden vorbereitet hast, setzt du die Pflanze mit dem Wurzelballen in das Loch und füllst es mit der Erde auf. Diese drückst du um den Rhododendron leicht an.

Setze den Rhododendron nicht zu tief. Die Oberseite des Wurzelballens sollte aus dem Pflanzloch herausschauen und nicht mit Erde bedeckt sein. Pflanzt du ihn zu tief ein, sterben die Wurzeln ab und der Rhododendron geht ein.

Rhododendron pflegen

Ist der Rhododendron in der Erde, gießt du ihn reichlich an. Eine Handvoll Hornspäne sorgt für die nötige Stickstoffversorgung. Bringe die Späne großzügig rund um den Wurzelbereich aus.

Danach kommt noch eine etwa 5 cm dicke Schicht aus Rindenmulch oder Rindenkompost rings um die Pflanze. Sie schützt die empfindlichen Wurzeln vor Hitze und vor Austrocknung. Im Winter hält sie strenge Kälte ab.

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Frau gießt frisch gepflanzten Rhododendron

Nach dem Pflanzen gießt du den Rhododendron reichlich. So kann er gut anwachsen.

Sorten-Tipp: Inkarho-Rhododendron

Sind deine Bodenverhältnisse im Garten nicht ideal, greifst du zu Inkarho-Rhododendron. Das ist ein Rhododendron, der auf eine spezielle Unterlage veredelt wurde. Diese ist toleranter gegenüber kalkhaltigen Böden als normaler Rhododendron.

Die Sorte kommt auch auf etwas schwereren, lehmhaltigen Böden gut zurecht. Trotzdem solltest du auch beim Inkarho-Rhododendron den Boden gut auflockern und ihn mit viel Humus auffüllen.

Rhododendron pflanzen: das Wichtigste in Kürze

  • Zeitpunkt: Pflanze Rhododendron zwischen Ende April und Anfang Mai.

  • Standort: Wähle einen Platz, der um die Mittagszeit leicht schattig ist.

  • Boden: Er muss locker, humusreich und leicht sauer sein.

  • Pflanzloch: Grabe es groß genug für den Flachwurzler mit 50 cm Tiefe und 150 cm Durchmesser.

  • Pflanzen: Achte darauf, dass der Wurzelballen auf der Oberseite nicht mit Erde bedeckt ist.

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