
Ramblerrosen – Eigenschaften im Überblick
Ramblerrosen sind Kletterpflanzen, die gerne zur Begrünung von Hauswänden, Torbögen oder Carports verwendet werden. Wir zeigen dir, wie du sie pflanzt und pflegst.
Woher kommen Ramblerrosen?
Ramblerrosen gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Schlingrosen wurden im 19. Jahrhundert aus zwei chinesischen Rosenarten gekreuzt. Sie haben viele kleine Blüten und blühen einmal im Jahr. Ihre Triebe sind länger als die der normalen Kletterrosen.
So sehen Ramblerrosen aus
Die Triebe der Ramblerrosen sind mehrere Meter lang und klettern auf eine Höhe von bis zu 10 m heran. Sie sind biegsam, lang und weich. Je nach Sorte wachsen sie stark buschig oder kriechend.
An den Zweigen wachsen kleine Stacheln, mit denen sie sich an Oberflächen festhalten. Die vielen kleinen Blüten wachsen in üppigen Büscheln. Zwar blühen fast alle Arten nur einmal im Jahr, dafür sehr reich über mehrere Wochen. Anfang Juni zeigen sich die ersten Blüten, bei früh blühenden Sorten bereits Anfang Mai. Wenige Arten entwickeln im Spätsommer eine weitere Blüte. Diese fällt allerdings weniger üppig aus. Aus den Blüten bilden sich meist Hagebutten.

Der ideale Standort für eine große Blüte der Ramblerrosen ist luftig und halbschattig.
Ramblerrosen: Standort und Boden
Pflanze Ramblerrosen an einen halbschattigen, luftigen Standort. Durch den Wind trocknet die Feuchtigkeit auf den Blättern schneller, was dem Befall von Mehltau entgegenwirkt. Die Triebe wachsen in Richtung der Sonne.
Achte auf einen nährstoff- und humusreichen sowie durchlässigen Boden. In saure Untergründe arbeitest du Algenkalk ein. Dadurch hebst du sie auf einen normalen pH-Wert.
Ramblerrosen pflanzen
Ramblerrosen brauchen in deinem Garten viel Platz. Pflanze wurzelnackte Exemplare im Herbst und Containerware im Sommer ein. Achte dabei auf die bereits beschriebenen Ansprüche an den Boden.
Soll die Kletterpflanze in einen Baum hineinwachsen, pflanze sie auf der Nordseite in Windrichtung. Auf diese Weise drückt der Wind die Blume an das Gehölz, wodurch einzelne Zweige nicht abbrechen. Achte aber auf einen ausreichenden Abstand zum Baum von mindestens 80 cm und pflanze sie nie direkt in das Erdreich des Baumes. Leite die Pflanze mit einer Leiter oder einem Kokosseil in die Baumkrone. Bepflanze mit der Ramblerrose Bäume mit einem Stammdurchmesser von mindestens 30 cm bis 40 cm, damit das Gehölz die Last der Rose tragen kann.
Schneide die Rose mit einer Gartenschere bevor du sie in die Erde setzt bis zu 40 cm zurück. Damit förderst du den Austrieb. Wurzelnackte Rosen tauchst du über Nacht in Wasser. Die Triebe und Wurzeln haben auf diese Weise genügend Feuchtigkeit aufgesogen.
Grabe anschließend das Pflanzloch mit einem Spaten aus. Setze die Pflanze hinein und schütte das Loch mit humusreicher Pflanzenerde auf. Alternativ reicherst du den Aushub mit Kompost an. Drücke die Erde leicht an und wässere die Rose kräftig. Dünger ist zunächst nicht notwendig.
Ramblerrosen pflegen

Mit der richtigen Pflege entwickeln sich Ramblerrosen prächtig im Garten.
Im ersten Jahr der Pflanzung gießt du die Ramblerrose nur im Wurzelbereich regelmäßig, um Pilzbefall vorzubeugen. Ab dem zweiten Jahr gießt du nur noch bei langer Trockenheit.
Du düngst die Rose erst nach einer ganzen Vegetationsperiode. Den Dünger bringst du im Frühjahr aus, sobald sich die ersten Triebe zeigen. Verwende dafür Kompost oder Hornspäne. Ein zweites Mal düngst du im Juni nach der Blüte. Dafür eignet sich Rosendünger, den du in den Boden einarbeitest.
Ramblerrosen schneiden
Normalerweise nimmst du keinen Rückschnitt vor. Lediglich bei Bedarf lichtest du im Frühjahr dicht wachsende Triebe von einmal blühenden Rosen aus. Entferne auch abgestorbene oder verwelkte Zweige. Mache dies aber nicht vor dem dritten Standjahr. Nach der Blüte entfernst du Verblühtes. Dies ist allerdings nur eine optische Maßnahme und nicht zwingend notwendig.
Blüht deine Rose öfter im Jahr, schneidest du sie nur bei stark wuchernden Verzweigungen. Nimm keinen Radikalschnitt vor, da dies der Blühfreudigkeit schadet.
Ramblerrosen im Winter schützen
Ramblerrosen sind in der Regel winterhart. Ein Winterschutz ist nur bei frisch gepflanzten Blumen nötig. Schütze sie in den ersten beiden Jahren mit Reisig, Mulch oder einem Frostschutzvlies.
Ramblerrosen im Garten verwenden

Mit Ramblerrosen verschönerst du die Ecken in deinem Garten, in denen du dich besonders häufig aufhältst.
Mit Ramblerrosen begrünst du Carports, Hauswände, Pergolen oder Torbögen. Innerhalb von drei Jahren hat die Kletterpflanze die Flächen bedeckt.
Alten Obstbäumen gibst du mit der Rose ein neues Aussehen. Im Juni und Juli lassen die Blumen die Bäume mit ihren Blüten neu erstrahlen. Begrüne aber nur ausgewachsene Bäume mit den Rosen. Dafür bieten sich tief wurzelnde Bäume wie Lärchen, Kiefern oder Goldregen an. Sie machen der flach wurzelnden Ramblerrose keine Konkurrenz.
Die Triebe der Blume finden auch auf Steinen und Böschungen ausreichend Halt. Trotz der langen Triebe sind die Rosen auch etwas für kleine Gärten. Verwende sie zum Beispiel als Zaun- oder Heckenrose. Dafür eignet sich die Sorte „Bobby James“. Sie hat einen geringen Platzbedarf und lässt sich gut formen.
Ramblerrosen vermehren
Die Blumen vermehrst du mit Stecklingen. Schneide dafür Ende Juli oder Anfang August einjährige Triebe ab, die etwa so lang wie ein Bleistift sind und mindestens drei Blätter haben. Entferne anschließend alle Blätter bis auf die beiden Oberen. Am unteren Ende braucht der Steckling ein Blatt oder eine Knospe. Tauche nun den Steckling in Bewurzelungspulver. Stecke ihn danach in einen Topf mit Erde.
Gieße den Steckling gut an. Decke ihn im nächsten Schritt mit einer Folienhaube ab. Den Topf stellst du an einen halbschattigen Standort in deinem Garten. Du kannst de Steckling auch direkt in die Erde setzen. Verwende dafür humusreiche Erde und stülpe ein Einmachglas darüber. Die Erde hältst du gleichmäßig feucht und vermeidest Staunässe.
Schütze die Jungpflanzen im Winter mit einer Schicht aus Reisig, Mulch oder einem Frostschutzvlies.
Krankheiten und Schädlinge

Ramblerrosen sind recht anfällig für Mehltau. Achte deshalb auf einen luftigen Standort für die Pflanzen.
Rosen im Allgemeinen sind anfällig für Pilzkrankheiten wie Mehltau. Dies gilt auch für die Ramblerrosen. Aus diesem Grund ist eine gute Luftzirkulation am Standort wichtig. Gieße die Kletterpflanze zudem immer von unten, sonst droht ein Pilzbefall.
Stelle die Blume nicht an eine heiße Südwand. Dies begünstigt ebenfalls einen Befall durch Mehltau. Mit einem großblättrigen Efeu deckst du ein heißes Mauerwerk ab. Dieser dient als kühler Hintergrund.
Ein Warnzeichen für einen Befall durch die Rosenblattrollwespe sind eingerollte Blätter. Die Insekten legen auf den Blatträndern ihre Eier ab. Die zusammengerollten Blätter dienen den Larven als Unterschlupf. Entferne bei einem Befall alle betroffenen Blätter.
Blattläuse sind ebenfalls Schädlinge der Ramblerrose. Dusche diese mit dem Wasserschlauch ab. Sind die Blattoberseiten weiß gesprenkelt, deutet dies auf die Rosenzikade hin. Dabei siehst du auch grünlich-weiße Insekten auf der Unterseite. Bei einem starken Befall hilft der Einsatz von einem geeigneten Pflanzenschutzmittel.








