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Woher kommt die Schneeballhortensie?

Die Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens) wird auch Wald-Hortensie oder Strauch-Hortensie genannt. Ihre wilde Art ist in den Appalachen zu Hause. Das ist ein von Norden nach Süden verlaufendes Gebirge im Osten der USA. Auch im Flusstal des Delaware Rivers ist die Pflanze zu finden.

Die wilde Schneeballhortensie ist für den Garten allerdings nicht geeignet. Hierzulande bekommst du nur selektierte Gartenformen zu kaufen. Sie haben besonders große, sterile Blütenstände.

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Wie sieht die Schneeballhortensie aus?

Der Strauch der Schneeballhortensie wächst aufrecht und wird bis zu 2 m hoch. Er hat viele Grundtriebe mit dünnen Zweigen. Seine Rinde ist ockergelb, später rotbraun bis dunkelbraun.

Die Pflanze breitet sich unterirdisch mit kurzen Ausläufern aus. Ein alter Strauch beansprucht daher eine recht große Standfläche.

Die eiförmigen bis elliptischen Blätter sind hellgrün und gegenständig und am Ende spitz zulaufend. Sie werden 8 cm bis 15 cm lang und haben eine matte Oberfläche. Gegen Ende der Saison werfen Schneeballhortensien ihre Blätter ab.

Wie sehen die Blüten der Schneeballhortensie aus?

Weiße Blüten der Schneeballhortensie

Die Blüten der Schneeballhortensie zeigen sich von Juni bis September. Sie sind erst grün und später weiß.

Die Blüten der Schneeballhortensie sind Schirmrispen. Sie sind groß und flach. Von Ende Juni bis in den September hinein entwickeln sie sich an den Enden neuer Triebe. Sie bestehen aus grünlich-weißen, später cremeweißen Einzelblüten, die steril sind.

Die Sorte „Annabelle“ ist besonders blühfreudig. Sie gehört außerdem zu den sehr großblumigen Selektionen. Ihre Blüten können einen Durchmesser von 25 cm erreichen.

Wenn die Schneeballhortensie verblüht, verfärben sich die Blüten wieder limonengrün. Du kannst sie trocknen und als Dekoration verwenden.

Der richtige Standort und Boden für die Schneeballhortensie

Die Schneeballhortensie braucht einen sonnigen bis schattigen Standort. Er sollte wind- und regengeschützt sein. Ein großer Baum ist ein idealer Schattenspender. Er hält auch starke Niederschläge von der Pflanze ab.

Der Boden sollte möglichst kalkarm sein. Ist er gleichzeitig humusreich, locker und ausreichend feucht, gedeiht die Pflanze gut darauf. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 5,5 und 6.

Schneeballhortensien pflanzen und pflegen

Schneeballhortensien am Gehwegrand, die mit Holzpfählen gestützt werden.

Die großen Blüten der Schneeballhortensie sind recht schwer. Stütze deine Pflanze daher gut ab.

Auch kalte Winter überstehen Schneeballhortensien ohne Probleme. Du musst sie deshalb nicht schon im Frühling pflanzen. Sie gedeihen genauso gut, wenn du sie erst im Herbst setzt.

Bereite den Boden für die Pflanze vor. Arbeite dafür Laubhumus oder Sand in die Erde ein. Halte die frisch gesetzten Pflanzen in den ersten Wochen immer ausreichend feucht. Streue im Frühjahr etwas Hornspäne auf die Erde. Du kannst auch Rhododendrondünger oder Hortensiendünger nehmen. Mulche dann den Boden mit Rindenmulch oder Laub.

Dünge die Pflanze nicht mit Gartenkompost. Darin ist zu viel Kalk enthalten.

Großblütige Sorten stützt du mit einer Staudenstütze ab. Die Sorte „Annabelle“ gehört dazu. Du kannst die einzelnen Triebe auch mit Bambusstäben sichern.

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Schneeballhortensie schneiden

Die Schneeballhortensie schneidest du mithilfe einer Gartenschere Ende Februar bis dicht über dem Boden zurück. Die Pflanze treibt dann besonders kräftig wieder aus. Auch die Blütenstände werden so wieder schön groß.

Steht die Hortensie an einem windigen Ort, schneidest du sie nur schwach zurück. So bleiben die Blüten kleiner und das Zweiggerüst stabiler.

Schneeballhortensien im Garten verwenden

Schneeballhortensien im Garten

Im Garten sorgt die Schneeballhortensie für ein wahres Blütenmeer. Setze dafür mehrere Schneeballhortensien nebeneinander.

Die Schneeballhortensie lässt sich gut in Staudenpflanzungen integrieren. Diese sollten aber sonnig bis halbschattig liegen. Mit großblättrigen Blattschmuckstauden wie Rodgersien (Rodgersia), Astilben, Eisenhut (Aconitum), Kugeldistel (Echinops), Hoher Fetthenne (Sedum) und Ziergräsern kannst du die Schneeballhortensie besonders gut kombinieren. Sie ist aber auch als üppige Blütenhecke ein attraktiver Blickfang im Garten.

Im Beet passt die Schneeballhortensie gut zu Japanischen Zwerg-Spieren (Spiraea japonica), zu dunkellaubigen Fächer-Ahornen (Acer palmatum) und zu anderen Arten der Hortensie. Auch zusammen mit Rosen (Rosa) kannst du sie pflanzen. Besonders attraktiv ist die Kombination mit der Sorte „Rhapsody in Blue“. Sie hat lilafarbene Blüten.

Mit streng geschnittenen Formgehölzen wie beispielsweise dem Buchsbaum (Buxus sempervirens) bildet die Schneeballhortensie einen schönen Kontrast.

Du kannst die Schneeballhortensie auch im Topf auf der Terrasse oder dem Balkon pflanzen. Sie wird dann nur etwa 1,5 m hoch. Verwende einen Topf mit einem großen Volumen. Sonst trocknet die Erde an warmen Tagen zu schnell aus.

Sorten-Tipps für die Schneeballhortensie

  • „Grandiflora“: Diese Sorte ist ein echter Klassiker im Sortiment. Sie ist etwas wüchsiger als die Sorte „Annabelle“ und auch standfester. Ihre Blüten sich dabei kleiner.

  • „Pink Annabelle“: Dies ist eine besondere Sorte der Schneeballhortensie „Annabelle“. Die Blüten sind hellrosa. Ein anderer Name ist „Invincibelle Spirit“.

  • „Strong Annabelle“: Diese Sorte wächst gedrungener als andere. Sie hat auch kleinere Blütenbälle als „Annabelle“. Das macht sie deutlich standfester.

  • „Incrediball“: Diese Schneeballhortensie hat die größten Blütenstände überhaupt. Ihr Durchmesser bringt es auf stolze 30 cm. Sie sind in einer schönen Halbkugel angeordnet. Die Farbe ähnelt der von „Annabelle“. Während der Hauptblüte sind sie jedoch etwas weißer als bei der verwandten Sorte.

Schneeballhortensie „Pink Annabelle“

Die Sorte „Pink Annabelle“ fällt im Garten auf. Sie hat hellrosafarbene Blüten.

Schneeballhortensie vermehren

Du kannst Schneeballhortensien im Frühsommer durch halb verholzte Stecklinge vermehren. Alternativ dazu ist auch die Vermehrung durch Steckholz im Winter möglich. Als dritte Variante kannst du die Pflanze durch Teilung vermehren. Dafür stichst du im Herbst oder Frühjahr Ausläufer ab. Aus ihnen gewinnst du neue Pflanzen.

Krankheiten und Schädlinge

Schneeballhortensien sind weniger anfällig für unheilbare Virusinfektionen als beispielsweise Bauernhortensien. Hin und wieder tritt die Blattfleckenkrankheit auf. Auch Echter Mehltau ist manchmal zu bemerken.

Die häufigsten Schädlinge an der Schneeballhortensie sind Napfschildläuse und Dickmaulrüssler.

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