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Winterschutz für Pflanzen

Zuletzt aktualisiert: 06.11.20197 MinutenVon: Sabrina Birkenbach
Garten mit Schneeresten und mit grünem Vlies geschützte Sträucher

Frost und Regen können einigen Pflanzen großen Schaden zufügen. Welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sein können, erklärt dieser Ratgeber.

Warum Pflanzen vor dem Winter schützen?

Frost kann Pflanzen in unterschiedlicher Weise stark zusetzen: Zum einen durch Frostschäden, zum anderen durch die sogenannte Frosttrocknis. Letztere entsteht dadurch, dass immergrüne und wintergrüne Pflanzen im Winter weiterhin Wasser über die Blätter verdunsten, aber durch den gefrorenen Boden kein neues aufnehmen können – und auf diese Weise vertrocknen.

 

Wie macht man Pflanzen winterfest?

Bei winterharten Kübelpflanzen, die meist auf Balkon und Terrasse zu finden sind, sollten Sie die Behälter, die draußen bleiben, mit Schutzmaterialien umwickeln. Die Pflanzen sollten Sie mit Jute oder Vlies schützen. Mediterrane und nicht winterharte Kübelpflanzen gehören zum Schutz in Keller oder Garage

Im Garten sollten Sie Rosen schützen. Dazu häufeln Sie Tannenzweige oder Mulche bis zur Veredelungsstelle an. Junge Bäume können Sie mit einem Kalkanstrich, einer Jute-Ummantelung oder Schilfrohrmatten vor dem Frost schützen. Stauden sind in der Regel unkompliziert. 

Zur Rasenpflege im Herbst gehört in erster Linie, dass Sie Laub entfernen und den Rasen noch einmal mähen sowie mit einem Herbstdüngemittel versorgen. 

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Ab wann müssen Pflanzen winterfest gemacht werden?

Pflanzen sollten Sie vor den ersten Nachtfrösten winterfest machen. Meist kann der Frostschutz dann ab März entfernt werden, wenn die Temperatur wieder dauerhaft über 10°C liegt. In tendenziell kälteren Regionen kann es Sinn machen, die Zeit der Eisheiligen abzuwarten. Dies ist der Zeitraum vom 11. bis 15. Mai, in dem nach Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis Mitte des 19. Jahrhunderts fast regelmäßig Kaltlufteinbrüche beobachtet wurden. Auch wenn diese heute nicht mehr so häufig eintreten wie früher, kann es um diese Zeit im Jahr nach wie vor zu Frosteinbrüchen kommen. 

So machen Sie Ihre Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse winterfest

Ein grauer Vlies bedeckt eine Pflanze im verschneiten Garten.

Pflanzen, die als winterhart gelten, können draußen bleiben. Allerdings ist ein zusätzlicher Schutz empfehlenswert. 

Packen Sie alle Kübel in Luftpolsterfolie ein und stellen sie wenn möglich an die Hauswand. Beim Einpacken ist sehr wichtig, dass der Topf nur seitlich eingewickelt ist und die Topföffnung frei bleibt. Ist der Topf auch von oben eingepackt, kann die Pflanze durch warme Phasen und Sonneneinstrahlung schneller schimmeln. Idealerweise stellen Sie zusätzlich eine Styroporplatte unter den Kübel.

Der Pflanze selbst können Sie einen Jutesack überstüpeln oder mit Gartenvlies einpacken. 

Gießen Sie außerdem alle Pflanzen noch einmal sorgfältig, bevor Sie sie in Schutzmaterialien einpacken. Damit schützen Sie sie vor Frosttrocknis. Auch im Winterquartier sollten Sie die Kübelpflanzen angemessen bewässern. 

Mediterrane Pflanzen und Palmen winterfest machen

Ein Zitronenbaum steht auf der Terrasse.

Kübelpflanzen, die nicht winterhart sind, sowie viele mediterrane Pflanzen wie Olivenbäumchen oder Zitronenbäumchen gedeihen nur bei Temperaturen über 10° C. Daher müssen Sie diese Pflanzen unbedingt frostfrei und geschützt überwintern.

Auch Palmen, wie zum Beispiel die Hanfpalme, sollten im Idealfall drinnen, in einem Treppenhaus, in einer Garage oder einem Keller überwintern.

Bevor Sie sie ins Haus holen, sollten Sie bei allen Pflanzen Verwelktes entfernen und sie dann sinnvoll zurückschneiden, damit die Pflanze nicht unnötig Energie in ihr Wachstum steckt. Auch die Pflanzen, die drinnen überwintern, benötigen von Zeit zu Zeit ein wenig Wasser und sollten auf Schädlinge überprüft werden.

Garten winterfest machen

Nicht nur auf Balkon und Terrasse gibt es viel zu tun, auch im Garten sollten Sie einige Pflegemaßnahmen durchführen und Pflanzen vor dem Frost schützen.

Rosen im Garten winterfest machen

Winterschutz für Pflanzen mit Rosenmulch.

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Beim Winterschutz für Rosen kommt es vor allem darauf an, dass man die Veredelungsstelle an der Triebbasis der Sträucher vor Frosteinwirkung schützt, da dieser Bereich besonders empfindlich ist. 

Zum Frostschutz der Veredelungsstelle eignen sich Tannenzweige, Rosen- oder feiner Rindenmulch, den Sie um die Pflanze anhäufeln. Erde sollten Sie dazu nicht verwenden, da die Veredelungsstelle so vernässen und schimmeln kann. Auch Laub ist nicht ratsam, da es Schädlinge und Krankheiten fördert.

Wenn Sie Mulch verwenden, können Sie diesen im Frühjahr einfach auseinanderziehen und ausbreiten. So dient der Winterschutz ab dem Frühjahr als Mulch im Rosenbeet.

Bäume winterfest machen

Junge Obstbäume können Sie im Herbst "kalken". Dabei bestreichen Sie den Stamm mit Stammschutzfarbe. Diese Maßnahme hat den Effekt, dass die Sonne reflektiert wird und so Wärmeschwankungen reduziert werden. Wenn Sie nicht kalken, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass die Borke nach einer Frostphase auftaut und aufreißt. Die Gefahr hierbei ist, dass die Versorgungsleitungen des Baumes beschädigt oder zerstört werden. 

Andere neu gepflanzte Bäume können Sie zum Schutz (auch ganzjährig) mit Jute oder Schilfrohrmatten umwickeln. Achten Sie dabei darauf, zum Fixieren einen Kokosstrick zu verwenden und keinen harten Draht. Der Schutz sollte halten, aber den Baum nicht einengen.

Stauden und Sträucher winterfest machen

Mehrjährige Stauden sind winterhart und benötigen keinen gesonderten Schutz. Sie haben die Eigenschaft, dass Sie im Herbst einziehen. Die Erneuerungsknospen, in denen die Pflanze den Winter überdauert, liegen an der Erdoberfläche oder knapp darunter. Bei diesen Stauden müssen Sie nur alles Verdorrte entfernen. Immergrüne Staudenarten ziehen sich nicht zurück. Bei einem regenreichen Frühling sollten Sie die Stauden kontrollieren.

Ziergräser winterfest machen

Größere Ziergräser können Sie mit einem Kokosstrick zusammenbinden, da sonst das "Herz" durchfeuchtet wird und friert. Im Frühjahr vor dem Austrieb sollten Sie dann die Halme abschneiden. Kleine Gräser müssen Sie nicht über den Winter zusammenbinden. 

Bäume, Hecken und andere Pflanzen schneiden

Eine Hecke wird für den Winter gestutzt.

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Ein Baumschnitt im Herbst sorgt dafür, dass die Pflanzen im Frühjahr mehr Kraft für den Austrieb haben. Zusätzlich wird das Wachstum junger Triebe angeregt.

Entfernen Sie beim Schnitt im Herbst alle abgestorbenen und kranken Triebe. Zusätzlich können Sie zu weit ausladende Äste abschneiden. Schneiden Sie dazu immer möglichst nah am Stamm oder direkt oberhalb eines jungen Triebs.

Bringen Sie Ihre Hecke mit einer Heckenschere in Form.

Laub entfernen und Rasenmähen

Winterschutz für den Rasen bedeutet das Laub zu entfernen

Akku-Laubbläser von BOSCH – alle Laubbläser im OBI Online-Shop.

Laub sollten Sie an den meisten Stellen im Garten entfernen, da es darunter befindliche Pflanzen in ihrem Wachstum behindern kann. 

Am einfachsten geht das Laubentfernen mit einem Laubsauger oder Laubbläser von der Hand. In kleineren Gärten ist das Laubentfernen auch mit einem Rechen schnell erledigt.

Auf Rasenflächen können Sie sich das Laubsammeln mithilfe Ihres Rasenmähers erleichtern. Mähen Sie den Rasen und die Blätter werden einfach mit aufgenommen. Beachten Sie dabei, dass Sie den Rasenmäher auf die höchste Stufe einstellen, damit die Blätter besser gesammelt und zerkleinert werden. Ohnehin ist der Herbst der richtige Zeitpunkt, um noch einmal den Rasen zu mähen. Dabei sollten Sie die Schnitthöhe des Sommers beibehalten.

Wenn Sie einen Komposter besitzen, können Sie das Laub gemischt mit stickstoffreichen Gartenabfällen wie Rasen- oder Baumschnitt über den Winter kompostieren und haben so zu Beginn der übernächsten Pflanzsaison gute Komposterde parat.

Auf Beeten können Sie das Laub allerdings ruhig liegen lassen. Es isoliert und schützt die Pflanzen so vor Frost. Wenn Sie möchten, können Sie auch zusätzlich gesammeltes Laub gezielt auf Ihren Beeten verteilen.

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