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Poolpflege und Poolreinigung – Wissen und Tipps

Zuletzt aktualisiert: 12.08.20195 Minuten
Wasser mit kleinen Wellen in einem Pool mit türkisfarbenem Boden

Damit Sie Ihren Pool möglichst oft nutzen und genießen können, ist die regelmäßige Poolpflege inklusive Poolreinigung notwendig. Lernen Sie gängige Methoden zur Pool- und Wasserpflege kennen.

Poolpflege – was braucht man dazu?

Zur regelmäßigen Poolpflege gehören die Wasser- und Poolreinigung, die pH-Regulierung sowie der Schutz vor Kalkablagerungen. Während Sie grobe Verschmutzungen im Wasser mit dem Kescher beseitigen, entfernen Wasserfilter oder Filteranlage feine Schwebe- und Sinkstoffe. Das Becken selbst und Pool-Elemente wie Leitern sowie Griffe reinigen Sie mit Reinigungsmitteln, die Verkalkungen lösen und vorbeugen sowie wirksam gegen Algen und Braunfärbungen sind. Neben Schrubber, Schwamm und Lappen kann sich dabei der Einsatz eines Hochdruckreinigers oder Poolroboters lohnen.

Der Ausbreitung von Bakterien und Algen im Wasser beugen Sie mit der regelmäßigen Kontrolle des pH-Wertes sowie per Chlor-Zugabe vor. Möglich sind bei der Wasserpflege zudem chlorfreie Alternativen. Im Folgenden lernen Sie zwei übliche Methoden zum Erhalt der Wasserqualität kennen. Anschließend finden Sie in diesem Ratgeber Hilfe bei speziellen Wasserproblemen und Informationen darüber, wie Sie den Umfang der Wasser- und Poolpflege reduzieren.

pH-Wert und pH-Regulierung

Swimming-Pool im Garten von weißen Fliesen umrandet, auf denen weiße Sonnenliegen und ein Gummiboot stehen.

Damit die Reinigungs- und Pflegemittel optimal wirken und es zu keinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt, halten Sie den pH-Wert im Pool konstant zwischen 7,0-7,4. Hierbei kann es helfen, Chlor zum Wasser dazuzugeben (Chlorierung). Andernfalls nutzen Sie pH-Plus oder pH-Minus für die Wasserpflege – beide Produkte dienen der pH-Regulierung.

Der pH-Wert ändert sich insbesondere durch die Zugabe von Mitteln zur Reinigung und Poolpflege sowie durch die Wassertemperatur und das Eintragen von Schmutz. Deshalb prüfen Sie den pH-Wert des Wassers zusammen mit dem verwendeten Desinfektionsmittel regelmäßig.

Warum pH-Wert-Regulierung?

Ist der pH-Wert im Pool zu hoch, wirken die Desinfektionsmittel nur noch mangelhaft, Haut- und Augenreizungen nehmen zu. Außerdem kommt es zu verstärkter Kalkablagerung sowie Kalkausfällen. Letzteres zeigt sich in einer milchigen Eintrübung des Wassers. Bei einem zu niedrigen pH-Wert kann es ebenfalls zu starken Schleimhautreizungen kommen und die Wirksamkeit der Poolpflegemittel nimmt ab. Zudem steigt die Korrosion durch das Wasser an Mörtel- sowie Metallteilen und der Pool riecht unangenehm.

Wasserpflege mit Chlor

Swimming-Pool im Garten vor Hintergrund mit Pflanzen und Hügeln.

Die wichtigesten Faktoren bei der Poolpflege sind die Kontrolle und der Erhalt der Wasserqualität. Bei der Desinfektion des Wassers setzen viele Pool-Besitzer auf Chlor. Chlor ist in verschiedenen Formen erhältlich: flüssig, als Granulat oder als Tabletten. Feste Chlor-Produkte gibt es in schnell- und langsam-löslicher Form.

Bei akuten Verschmutzungen hilft eine Stoßchlorung mit schnelllöslichen Chlortabletten sofort. Für die länger wirkende Desinfektion des Pools nehmen Sie Chlorlangzeittabletten. Flüssiges Chlor eignet sich gut bei automatischer Dosierung.

Der Chlorwert sollte zwischen 0,5-1,0 mg/l liegen und wird mindestens einmal die Woche überprüft werden. Beachten Sie bei der Chlorierung des Wassers den pH-Wert. Messen Sie pH- sowie Chlorwert etwa 12 Stunden nach jeder Chlorierung. Zur korrekten Dosierung und Überwachung aller Werte lesen Sie zusätzlich die Herstellerhinweise.

Hinweis: Ein zu hoher Chlorgehalt im Wasser kann zu starken Haut- und Augenreizungen sowie verstärkter Korrosion bei Metallteilen im Pool führen. Zu wenig Chlor lässt starkes Algen- und Bakterienwachstum zu.

Wasserpflege mit Aktivsauerstoff

Swimming-Pool mit Einstiegsleiter und Holzfliesen drumherum.

Eine sanfte und hautfreundliche Alternative zur Desinfektion mit Chlor ist die Poolpflege mit Aktivsauerstoff. Bei der Sauerstoff-Methode kommen sauerstoffabspaltende Verbindungen wie Persulfate oder Wasserstoffperoxid im Wasser zum Einsatz. Wichtig ist bei der Poolpflege mit Aktivsauerstoff, dass Sie die vom Hersteller angegebenen Werte einhalten und den Wirkstoffgehalt im Wasser regelmäßig prüfen. Aktivsauerstoff reagiert empfindlicher auf höhere Wassertemperaturen.

Vorteile der Sauerstoff-Methode:

  • Schonender für Augen, Schleimhäute, Haut und Haar
  • Kein Chlorgeruch
  • Keine Bleichung von Kunststoffteilen

Tipp: Sollte es dennoch zur Verunreinigung durch beispielsweise Algen kommen, können Sie neben der Desinfektion mittels Aktivsauerstoff eine Stoßchlorung durchführen. Beachten Sie die Herstellerangaben, um eine gegenseitige Neutralisation der Produkte zu vermeiden.

Probleme mit dem Poolwasser erkennen und beheben

Swimming-Pool im Vordergrund, Sitzecke mit weißem Sofa, Tisch, grauen Polstern und Pflanzen im Hintergrund.

Anzeichen von Verunreinigungen

Es gibt einige Anzeichen bestimmter Verunreinigungen oder Wasserprobleme, die Sie leicht erkennen und mittels Pflege sowie Reinigung beheben können. Hier die typischen Probleme der Wasser- und Poolpflege:

Grünes Wasser im Pool

Mögliche Ursachen: Es liegt eine gestörte Filterfunktion vor, der pH-Wert ist nicht richtig eingestellt oder es gibt zu viele organische Verschmutzungen. Die Folge: Algenwachstum.

Abhilfe: Filteranlage gründlich rückspülen. Den pH-Wert wieder auf 7,0-7,4 einstellen. Wenn möglich eine Stoßchlorierung vornehmen. Danach abgestorbene und auf den Beckenboden abgesunkene Algen mit einer Bodensaugerbürste absaugen und reinigen. Anschließend Filteranlage nochmals rückspülen und den Pool mit frischem Wasser auffüllen.

Trüb milchiges Schwimmbadwasser

Mögliche Ursache: Der pH-Wert ist wahrscheinlich zu hoch, es kommt zu Kalkausfällungen oder feine Schwebestoffe sind im Wasser.

Abhilfe: Filteranlage gründlich rückspülen. Den pH-Wert mittels pH-Minus auf 7,0-7,4 einstellen. Anschließend Flockungsmittel verwenden und Filteranlage 5-6 Stunden durchlaufen lassen. Anlage anschließend mehrmals längere Zeit rückspülen. Bei Verwendung einer Kartuschenfilteranlage unbedingt die Filterkartusche erneuern.

Braunes Poolwasser

Mögliche Ursache: Es liegen Kupfer- oder Eisenablagerungen im Schwimmbadwasser vor. Das kommt häufig bei der Verwendung von Brunnenwasser vor.

Abhilfe: Filteranlage gründlich rückspülen. Wenn notwendig pH-Wert mittels pH-Minus- oder -Plus auf 7,0-7,4 einstellen. Zusätzlich dem Poolwasser Flockungsmittel beigeben und die Filteranlage kräftig rückspülen. Anschließend Eisen- oder Metall-Ex nach Herstellerangaben in den Pool geben.

Haut- und Augenreizungen nach dem Bad

Mögliche Ursache: Der pH-Wert und/oder der Chlor-Wert sind falsch eingestellt.

Abhilfe: Filteranlage gründlich rückspülen. Den pH-Wert mittels pH-Minus- oder -Plus auf 7,0-7,4 einstellen. Zusätzlich prüfen Sie den Chlor-Wert. Fällt der Wert zu hoch aus, füllen Sie das Becken mit Frischwasser auf oder entfernen Sie den Dosierschwimmer mit Langzeittablette aus dem Wasser. Beides machen Sie solange, bis der Chlorwert wieder bei 0,5-1,0 mg/l liegt.

Das richtige Poolbecken – Polyester, Holz oder Edelstahl?

Swimmingpool im Garten.

Sie können für Ihren Pool ein Becken aus Polyester, Holz oder Edelstahl wählen. Polyesterpools sind in der Regel die kostengünstigste Variante. Aufstellbare Holz-Pools passen optisch zu einem natürlichen Garten. Hier besteht das Poolbecken aus einer Holzverkleidung, hinter der sich Stahlblechwände oder Vliese und Folien befinden. In puncto Reinigung sind sich Polyester- und Holz-Pools deshalb sehr ähnlich. Eine edle, durchschnittlich teurere Variante sind aufstellbare Pools aus Edelstahl. Der größte Vorteil dieses Materials ist die sehr lange Haltbarkeit. Zudem ist Edelstahl sehr hygienisch und hat nur einen geringen Verschleiß.

Poolabdeckung

Swimming-Pool im Garten ist mit grüner Poolfolie abgedeckt.

Um der Verunreinigung des Wassers vorzubeugen und somit die regelmäßige Poolpflege zu vereinfachen, nutzen Sie eine passende Poolabdeckung für Ihr Schwimmbecken. Diese bewahrt den Pool nicht nur vor Verschmutzungen, sie schützt auch vor Verdunstungen und hält das Wasser länger warm. Dafür gibt es wärmegedämmte Folien aus Kunststoff. Eine undurchsichtige Pool-Abdeckung senkt den Heizwärmeverbrauch um bis zu 50 Prozent, lichtdurchlässige Abdeckungen drosseln den Verbrauch sogar um bis zu 70 Prozent, da das Poolwasser zusätzlich Sonnenwärme aufnimmt. Für viele Pool-Abmessungen gibt es passgenaue Abdeckungen und Überdachungen. Die Anschaffung lohnt sich: Die richtige Abdeckung schützt vor Verschmutzungen, hilft die Verdunstung zu reduzieren sowie die Wassertemperatur länger zu halten.

Tipp: Wenn Sie auch im Herbst noch in Ihrem Pool schwimmen möchten, kann sich eine Solaranlage lohnen. Wenn die Sonneneinstrahlung nicht für das Erwärmen des Wassers ausreicht, können Sie mit einem Durchlauferhitzer oder Wärmetauscher heizen. Für einen durchschnittlichen Pool ist ein Gerät mit einer Leistung von 24 Kilowatt ausreichend.

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