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Rasen anlegen – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: 06.05.20204 MinutenVon: OBI Redaktion
Rasenfläche im Garten grenzt an Beet und Bäume an

Auch mit wenig Erfahrung ist es möglich, mit Saatgut selbst Rasen anzulegen. Dabei gilt es, auf den richtigen Aussaatzeitpunkt und die notwendige Pflege zu achten. Die folgende Anleitung zeigt dir, wie du Rasen säen und anlegen kannst – von der Vorbereitung bis zur fertigen Fläche.

Vor dem Rasen anlegen

Achte vor dem Säen darauf, dass es für die Aussaat des neuen Rasens weder zu warm noch zu kalt ist. Die Erde beziehungsweise der Boden sollte wärmer als 9 °C sein. Beginne idealerweise im Frühjahr mit der Aussaat, wenn es keinen Frost mehr gibt und die Böden ausreichend warm sind.

Vor dem Anlegen wählst du zunächst den gewünschten Rasentyp aus: Zierrasen, Strapazierrasen (Sport- und Spielrasen), Schattenrasen, Blührasen oder Rollrasen.

  • Zierrasen – der sogenannte englische Rasen ist dicht und grün, aber auch sehr belastungsempfindlich und pflegeintensiv.
  • Strapazierrasen, auch Sport- und Spielrasen genannt, ist belastbar und sehr trittfest.
  • Schattenrasen eignet sich für schattige oder halbschattige Plätze – unter Sträuchern, Bäumen oder auch hinter Gebäuden.
  • Blührasen ist eine Blumenwiesenmischung, auf der sich nach wenigen Wochen eine bunte Blumenpracht entfaltet.
  • Rollrasen eignet sich besonders als schnelle Lösung.

Videoanleitung – So kannst du Rasen säen

Videoanleitung (4:24 Minuten)

Rasen anlegen in 6 Schritten

6 Schritte

1
Vorbereitung des Bodens
Heimwerker gräbt den Boden für seine zukünftige Rasenfläche mit einem Spaten um.
Auf einen Blick
  • Rasen im Frühjahr einsäen
  • Boden umgraben
  • Mit Rasenerde aufbereiten
So wird es gemacht

März und April bieten die besten Klimabedingungen für die Neuanlage eines Rasens. Die Mutterbodendecke sollte mindestens 15 cm dick sein. Damit der neue Rasen wächst und gedeiht, grabe den Boden außerdem 20 cm tief mit einem Spaten, einer Grabegabel oder einer Motorhacke um.

Dann entferne Unkraut, Steine und Wurzelreste. Gehe beim Jäten des Unkrauts sorgfältig vor, um später weniger Arbeit zu haben und dem Rasen beste Anwuchsbedingungen zu bieten. Nutze diesen Arbeitsschritt der Anleitung zudem, um schweren, lehmigen Boden mit 2 m³ Flusssand/Quarzsand pro 100 m² aufzulockern oder in leichte, sandige Böden 8 bis 10 Liter Rindenhumus pro m² einzuarbeiten.

Hinweis: Alle Böden bereitest du unabhängig davon mit 10 Liter Rasenerde pro m² auf. Lass den Boden nach dem Auflockern möglichst zwei bis drei Wochen ruhen, ehe du das Saatgut in die Erde bringst.

So wird es gemacht

2
Boden der Rasenfläche einebnen und Kalkgehalt prüfen
Heimwerker ebnet die Fläche für seinen zukünftigen Rasen mit einem Rechen.
Auf einen Blick
  • Mit Rasenwalze ebnen
  • Kalkgehalt prüfen
  • Rasenkante ziehen
So wird es gemacht

Nach dem Auflockern des Bodens ebnest du die zukünftige Rasenfläche mit einem Rechen und einer Rasenwalze ein, um Staunässe vorzubeugen. Bei kleinen Flächen eignet sich zu diesem Zweck auch ein Brett. Achte darauf, dass du die Erde durch die Bearbeitung in Stücke zerkrümelst, die kleiner als 1 cm sind, und prüfe danach mit einem Bodentest, wie es um den Kalkgehalt steht. Bei einem pH-Wert unter 5,5 verbessere den Boden mit Rasenkalk (ca. 5 kg/100 m²).

Für eine widerstandsfähige Rasenkante ziehst du mit dem Stiel des Rechens an den Rändern der Fläche einen kleinen Graben. In diesen Graben gibst du mehr Samen als auf den Rest der Fläche und wässerst den Boden anschließend gut.

Tipp: Arbeite eine Woche vor der Aussaat Rasendünger (ca. 30 bis 40 g/m²) in den Boden ein.

So wird es gemacht

3
Aussaat der Rasensamen
Heimwerker sät mit Hilfe eines Streuwagens Rasensamen aus
Auf einen Blick
  • Rasensamen gleichmäßig säen
  • Samen einharken und planieren
So wird es gemacht

Wähle zum Säen der Rasensamen (ca. 25 bis 50 g/m²) einen möglichst windstillen Tag. Ein Streuwagen erleichtert dir die Arbeit. Du kannst die Samen aber auch per Hand verteilen. Achte beim Säen darauf, dass du die Rasensamen gleichmäßig aussäst. Dies gelingt dir, indem du das Saatgut mit etwa der gleichen Menge Sand oder gutem, unkrautfreiem Gartenboden mischst. Dann halbierst du die Aussaatmenge und kannst einmal längs und einmal quer säen.

Damit nichts verweht wird, harke das Saatgut direkt im Anschluss vorsichtig mit dem Rechen ein, bis es von einer dünnen Schicht Erde bedeckt ist. Um zu vermeiden, dass sich der Boden zu sehr setzt und nach der Aussaat Unebenheiten aufweist, musst du die Erde erneut planieren. Hier kommt wieder die Rasenwalze oder ein langes Brett zum Einsatz.

So wird es gemacht

4
Boden der Rasenfläche wässern
Ein Regner bewässert den Boden der neu angelegten Rasenfläche nach der Aussaat.
Auf einen Blick
  • Boden wässern und feucht halten
So wird es gemacht

Anschließend bewässerst du den Boden der neu angelegten Rasenfläche mit einer feinen Brause oder einem Regner. Achte dabei darauf, dass sich keine Rinnsale und Pfützen bilden. Halte den Rasen in den ersten drei bis vier Wochen feucht. Nach 8 bis 15 Tagen sprießen die ersten Halme und nach etwa drei Wochen haben schließlich alle Samen ausgetrieben.

Tipp: Achte besonders bei Trockenheit darauf, dass du deinen Rasen morgens und abends regelmäßig wässerst.

So wird es gemacht

5
Erster Rasenschnitt
Heimwerker mäht zum ersten Mal nach dem Anlegen seinen neuen Rasen mit einem Rasenmäher.
Auf einen Blick
  • Bei 8 bis 10 cm mähen
So wird es gemacht

Mit dem ersten Rasenschnitt beziehungsweise dem ersten Mähen kannst du bei einer Höhe von 8 bis 10 cm beginnen. Schneide dann das Gras auf eine Höhe von 5 cm zurück. Zierrasen lass nie höher als 4 bis 6 cm wachsen und dann schneide das Gras auf 2 bis 3 cm zurück. Mähe den Rasen möglichst wöchentlich. Strapazier-, Spiel- und Sportrasen darf eine Höhe von 3 bis 4 cm behalten. In schattigen Bereichen sollte die Schnitthöhe deines Schattenrasens hingegen nicht unter 5 cm liegen.

So wird es gemacht

6
Rasenpflege
Heimwerker füllt Dünger in einen Streuwagen.
Auf einen Blick
  • Regelmäßig düngen
  • Im Frühjahr Filz und Moos entfernen
So wird es gemacht

Wenn der Rasenschnitt nicht als Mulchmaterial liegen bleibt, solltest du den Rasen regelmäßig mit einem speziellen Rasendünger düngen. Dies geschieht mithilfe eines Streuwagens in Längs- und Querrichtung, jedoch nie auf frisch gemähtem Rasen. Neben Nährstoffen benötigt dein Rasen auch ausreichend Wasser- und Luftzufuhr. Entferne daher Ende März die Filzschicht aus Moosen und abgestorbenen Pflanzenteilen.

Wenn du deinen Rasen regelmäßig düngst, kalkst, mähst und vertikutierst, dann hast du lange Freude an deinem selbst angelegten Rasen.

So wird es gemacht

Das benötigst du für dein Projekt

  • Rasensamen Ihrer Wahl
  • Rasendünger
  • Rasenerde
  • Garten-/Rasenkalk
  • Flusssand/Quarzsand
  • Rindenhumus
  • Spaten
  • Grabegabel
  • Motorhacke
  • Gartenwalze
  • Streuwagen
  • Rechen
  • Brause oder Regner

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