Rollrasen vor dem Verlegen

Rollrasen verlegen – Schritt für Schritt

Rollrasen ermöglicht es, innerhalb von nur zwei Wochen den braunen Erdboden in eine gleichmäßige und grüne Fläche zu verwandeln. Diese Anleitung zeigt, wie Rollrasen verlegt wird.

Wie lässt sich Rollrasen selbst verlegen?

Zur Vorbereitung den alten Rasen abtragen, dann den Boden auflockern und anschließend glätten. Nach dem Verdichten Starterdünger aufbringen und wässern. Nun die einzelnen Rollrasen-Bahnen verlegen, einpassen, wässern und walzen. Bereits nach zwei Wochen ist der Rollrasen angewachsen und belastbar.

Wann verlegt man am besten Rollrasen?

Der richtige Zeitpunkt zum Verlegen ist frühestens im März, spätestens im November. Es sollte frostfrei sein. Rollrasen ist zudem innerhalb von 24 Stunden nach der Lieferung zu verarbeiten. 

Rollrasen verlegen in 5 Schritten

5 Anzahl Schritte

1
Fläche vorbereiten
Ein Stück Rollrasen auf feinkrümeligem Untergrund
Auf einen Blick
  • Fläche rechtzeitig vorbereiten
  • Untergrund düngen
So wird es gemacht

Da Rollrasen nicht länger als einen Tag gelagert werden kann, muss die Fläche rechtzeitig vorbereitet werden. Harken und rechen Sie den Untergrund, bis eine feinkrümelige, glatte Oberfläche entsteht. Entfernen Sie dabei Wurzeln, Unkraut und Steine. Bei schwerem und lehmigem Boden ist es sinnvoll, pro 100 qm ein bis drei Kubikmeter Sand und ein bis zwei Kubikmeter Kompost einzuarbeiten. Anschließend lassen Sie die Fläche mehrere Tage ruhen und entfernen dann neues Unkraut. 
Bevor Sie mit dem Verlegen des Rollrasens beginnen, düngen Sie den Untergrund mit einem speziellen Rollrasen-Starter-Dünger gemäß Dosierungsanleitung. Zusätzlich können Sie einen Wurzelaktivator einsetzen, um schnelles Anwachsen zu gewährleisten. So schaffen Sie optimale Bedingungen für Ihren Rollrasen. Wenn die Fläche vorbereitet ist, brauchen Sie für 50 Quadratmeter weniger als zwei Stunden. Eine Rolle misst 40 cm x 2,5 m und hat eine Fläche von einem Quadratmeter.

Tipp: Bestellen Sie mindestens zwei Quadratmeter mehr als Sie benötigen, da die Rollen je nach Witterung etwas größer oder kleiner ausfallen. Bei trockenem Wetter ziehen sich die Bahnen zudem leicht zusammen.

2
Rasen ausrollen
Heimwerker legt eine Bahn mit Rollrasen in eine Schubkarre
Auf einen Blick
  • Rollrasen zügig verarbeiten
  • Bahnen anordnen
So wird es gemacht

Rollrasen muss spätestens 24 Stunden nach der Lieferung ausgelegt werden. Nehmen Sie die ersten Rollen von der Palette, damit kein Druck auf den unteren Rollen lastet. Das Ausrollen erleichtern Sie sich, indem Sie die Rollen zuvor in gewünschter Anordnung auf dem Untergrund verteilen. 
Achten Sie unbedingt darauf, die Rollen nicht in der Sonne liegen zu lassen und wässern Sie den Rollrasen erst nach dem Ausrollen. Im gerollten Zustand kann das Wässern dazu führen, dass die Grasnarbe im Inneren fault. 

3
Bahnen verlegen
Versetzt verlegte Rollrasenbahnen
Auf einen Blick
  • Bahnen im Verbund verlegen
  • Mit Messer zuschneidbar
So wird es gemacht

Verlegen Sie die Rollrasenbahnen im Verbund, damit keine Kreuzfugen entstehen. Mit einem alten Gartenmesser lässt sich der Rasen wie ein Teppich schneiden. So können Sie auch Kurven an Beeten oder Wegen entlang auslegen.

4
Stoßkanten schließen
Heimwerker verlegt Rollrasen
Auf einen Blick
  • Bahnen übereinander legen
  • Rasen antreten
So wird es gemacht

Legen Sie die Bahnen so, dass die Kanten etwa 1 bis 2 cm übereinander liegen. So vermeiden Sie, dass Lücken entstehen, wenn sich die Bahnen bei Sonne etwas zusammenziehen. Treten Sie die Bahnen gut an. Für größere Flächen können Sie sich dazu auch eine Walze beim OBI Mietgeräte Service ausleihen.

5
Rollrasen andrücken und angießen
Heimwerker drückt Fugen des Rollrasens aneinander
Auf einen Blick
  • Fugen andrücken
  • Rasen häufig wässern
So wird es gemacht

Drücken Sie die Fugen zum Schluss aneinander. Lücken füllen Sie mit Rasensand auf. Anschließend wässern Sie den Rasen mit dem Beregner gründlich, damit sich die Wurzeln mit dem Unterboden verbinden und sofort weiterwachsen können. In den folgenden zwei bis drei Wochen muss der Rasen dauerhaft feucht gehalten werden. Anschließend können Sie die Bewässerung auf den normalen Rhythmus reduzieren. Hierbei gilt es, den Rasen nie mittags bei direktem Sonnenschein zu bewässern.
Sobald der Rasen in der Anwachsphase matt und graugrün wirkt, muss die Feuchtigkeit geprüft und gegebenenfalls erneut gewässert werden. Wenn der Rasen nach etwa 10 bis 14 Tagen gut mit dem Untergrund verwachsen ist, können Sie das erste Mal mähen.

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Rasensand
  • Beregner
  • Starterdünger
  • Feiner Grüngutkompost
  • Handschuhe
  • Rechen
  • Walze

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