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Rasentrimmer mäht hohes Gras an Rasenkante

So lässt sich Unkraut im Rasen bekämpfen – erfahre hier, wie du Werkzeuge, Pflanzenschutzmittel und Dünger wirkungsvoll einsetzt, sodass dein Rasen frei von Unkraut gedeiht.

Wie lässt sich Unkraut im Rasen bekämpfen?

Unkraut im Rasen kommt immer dann auf, wenn das Gras durch Nährstoffmangel keine optimalen Wachstumsbedingungen hat. Denn Moos, Klee, Löwenzahn und Rasen-Schmiele – sogenanntes Schneidegras – sind strapazierfähiger als das zarte Grün und setzen sich leichter durch.

Rasengräser bevorzugen eine sonnige, nährstoffreiche und nicht zu nasse Umgebung. Indem du den Rasen pflegst, düngst und das Unkraut jätest, kannst du die Bedingungen in deinem Garten deutlich verbessern. In der Regel sind aber weitere Maßnahmen zur Vernichtung von Unkraut notwendig: Lies hier, wie du mit mechanischen Mitteln, Unkrautvernichtern, Dünger und der richtigen Pflege für einen unkrautfreien Rasen sorgst.

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Die richtigen Werkzeuge gegen Unkraut

Vertikutierer vertikutiert Rasen

Ein erstes wirksames Mittel für eine gleichmäßig grüne Rasenfläche ist das Vertikutieren: Ein Vertikutierer schneidet die Grasnarbe ein, entfernt Moos sowie Pflanzenreste und belüftet den Boden. Dieses Vorgehen stört teppichbildende Unkräuter wie Weißklee in ihrem Wachstum.

Das Vertikutieren bekämpft jedoch nicht jedes Unkraut. Denn Pfahlwurzler wie Löwenzahn, Wegerich und einige Sorten Klee lassen sich so nicht vernichten. Hier bietet es sich an, zu einem Unkrautstecher zu greifen und die Pflanzen einzeln samt Wurzeln herauszustechen. Wenn du beide Maßnahmen mehrmals im Jahr durchführst, vermeidest du die Bildung von zu viel Unkraut im Rasen. Es empfiehlt sich, die Rasenfläche einmal im Frühjahr und einmal im Herbst zu vertikutieren. Das Jäten von Löwenzahn, Gänseblümchen und weiteren unerwünschten Pflanzen mit dem Unkrautstecher kannst du beliebig häufig durchführen.

Pflanzenschutzmittel gegen Unkraut im Rasen

Gärtner bringt Unkrautvernichter mit blauem Streuwagen auf Rasen auf.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bekämpft die Pfahlwurzler unter den Unkräutern nicht nur händisch, sondern setzt zusätzlich einen Unkrautvernichter ein. Spezielle Klee-Unkrautvernichter und Produkte, die Rasendünger und Unkrautvernichter kombinieren, enthalten einen naturidentischen Wirkstoff, der das Wachstum von zweikeimblättrigen Pflanzen hemmt. Einblättrige Rasengräser bleiben von dem Herbizid verschont.

Damit der Unkrautvernichter deiner Wahl optimal wirken kann, verwendest du ihn an frostfreien Tagen und bewässerst die Rasenfläche zuvor ausreichend. Dann bringst du das Mittel gleichmäßig mit einem Streuwagen auf. Das Unkraut im Rasen nimmt den Wirkstoff über die Blätter auf. Lasse den Rasen also vor Gebrauch des Herbizids idealerweise lang stehen.

Düngen gegen Unkraut und für einen gepflegten Rasen

Gärtner düngt Rasen im Garten mit Streuwagen.

Mit einem guten Rasendünger stellst du sicher, dass der Rasen optimal mit Nährstoffen versorgt ist und sich gegen die Verbreitung der genügsameren Unkräuter behaupten kann. Darüber hinaus wachsen gut gedüngte Rasengräser kräftig, dicht und nehmen einen satten Grünton an. Dadurch sieht der Garten besonders gepflegt aus.

Die besten Zeiten, um deinen Rasen zu düngen, liegen im Frühjahr und im Herbst – sie überschneiden sich mit den Zeiten, zu denen sich auch das Vertikutieren anbietet. Wenn du beide Arbeiten miteinander verbindest, dringt der Dünger optimal in den Boden ein und erreicht auch den Wurzelbereich.

Willst du zugleich vertikutieren und düngen, gehst du folgendermaßen vor:

Mähe zuerst den Rasen, bevor du ihn vertikutierst. Denn der Vertikutierer entfernt auch das restliche Schnittgut, sodass der Rasen besonders gut wachsen kann. Anschließend gibst du den Dünger auf die Rasenfläche und wässerst ihn vorsichtig, damit der Dünger an die Rasenwurzeln gelangt. Bei Flächen, auf denen nur noch wenig Rasen vorhanden ist, säst du dann zusätzlich neue Rasensamen ein.

Nach dem Mähen und Vertikutieren solltest du bei stärkeren Düngern wie Unkraut- oder Moosvernichtern einige Tage mit dem Düngen aussetzen, damit die „Wunden“ vom Grasschnitt sich schließen können.

PH-neutraler Boden hilft gegen Moos im Rasen

Gärtner führt pH-Wert-Schnelltest auf Rasen durch.

Hast du auffällig viel Moos als Unkraut im Rasen? Dann prüfe am besten den pH-Wert des Bodens – mit einem pH-Wert-Schnelltest geht das schnell und einfach. Liegt das Testergebnis bei einem Wert unter 6, ist der Boden zu sauer. Der zu saure Boden behindert das Wachstum des Rasens und verschafft dem Moos einen Vorteil. In diesem Fall kannst du den Boden mit Rasenkalk oder einem speziellen Bodenaktivator behandeln, der die Säure neutralisiert.

Weitere Tipps für die Rasenpflege und gegen Unkraut

Roter Rasensprenger wässert Rasen auf dem Kind spielt

Regner von Gardena – alle Bewässerungssysteme im OBI Onlineshop.

Dank regelmäßigem Mähen und ausreichender Bewässerung bekommt dein Rasen ein gepflegtes Aussehen. Rasenmähen empfiehlt sich immer dann, wenn das Gras zu hoch gewachsen ist und die Halme sich allmählich zur Seite neigen.

Durch richtiges Mähen kannst du Unkraut im Rasen ebenfalls bekämpfen und am Wachsen hindern: Achte darauf, den Rasen nicht zu kurz zu schneiden – die typischen Unkrautsamen benötigen Licht zum Keimen. Eine Schnitthöhe von 4 cm ist optimal. So sieht der Rasen gepflegt aus und die Halme sorgen dafür, dass der Boden schattig bleibt. Viele Rasenmäher verfügen über eine zentrale Schnitthöhenverstellung, über die du die Schnitthöhe für den Rasen mit einem Handgriff regulieren kannst.

Beim Bewässern deiner Rasenfläche solltest du ebenfalls einiges beachten, damit du nicht nur den Rasen pflegst, sondern gleichzeitig Unkraut bekämpfst und vernichtest: Da Gras eine gewisse Feuchtigkeit benötigt, während Disteln und andere unerwünschte Pflanzen auch Trockenheit verkraften, empfiehlt es sich, den Rasen – vor allem im Sommer – regelmäßig zu bewässern. Gieße großzügig, damit das Wasser bis zu den Wurzeln dringt. Außerdem bildet der Rasen so längere Wurzeln, wird stabiler und resistenter gegen Trockenheit.

Tipp: Spare Wasser, indem du deinen Garten morgens bewässerst, denn dann ist der Boden über Nacht abgekühlt und es verdunstet weniger Wasser.

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