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Beliebte Teichpflanzen

Zuletzt aktualisiert: 15.07.20198 Minuten
Nahaufnahme einer weißen Krebsscherenblüte im Wasser.

Pflanzen im Teich unterstützen das Ökosystem und verschönern Ihren Garten. Erfahren Sie hier, welche die beliebtesten Wasserpflanzen sind, welche Ansprüche diese haben und wie sie Ihre Teichpflanzen platzieren und pflegen.

Was muss man beim Kauf von Teichpflanzen beachten?

Bei der Wahl Ihrer Teichpflanzen sollten Sie hauptsächlich auf einheimische Exemplare setzen – exotische Wasserpflanzen sind zwar oftmals sehr beliebt, bekommen bei Klimaveränderungen aber meist Wachstumsprobleme. Heimische Arten sind in der Regel winterhart, kommen also auch mit Frost zurecht.

Achten Sie beim Kauf Ihrer Teichpflanzen unbedingt auf den Zustand der Wurzelballen – die Wurzeln sollten eine helle Farbe haben und frisch aussehen. Oft sind die Wurzeln der im Fachhandel erhältlichen Wasserpflanzen schon in einem mit Kies gefüllten Säckchen oder in kleinen Gitterkörbchen erhältlich. In diesem Fall reicht es, die Wurzeln in einen Übertopf mit grobem Kies zu setzen und an der passenden Stelle im Gartenteich zu versenken.

Seien Sie generell eher sparsam mit der Bepflanzung Ihres Gartenteiches. Als Faustregel für die Zahl der Pflanzen im Teich gilt: Zwei bis drei Gewächse pro Quadratmeter sind genug. Beachten Sie, dass manche Teichpflanzen wie Seerosen sehr schnell wachsen und einen kleinen Gartenteich schnell überwuchern können. Achten Sie daher beim Kauf von Seerosen auf die Angaben zum Wuchsverhalten. Um ein zu starkes Wuchern der Wurzeln zu verhindern, können Sie eine Sperre aus Teichfolie errichten oder die Teichpflanzen in einen passenden Pflanzkorb setzen. Die Pflanzkörbe sollten möglichst groß und stabil sein, damit die Seerosen sich einige Jahre entfalten können. Für kleine Sorten reichen Gefäße mit 5 l Fassungsvermögen aus, bei großen Sorten können es durchaus 30 l sein.

Die beliebtesten Pflanzen für den kleinen Teich

Seerose mit Blüte und Blättern im Wasser.

Die Zwergseerose ist die kleinste Seerosenart.

Vor allem bei einem kleinen Gartenteich achten Sie bei der Bepflanzung auf die Größe, die Anzahl und die Art der Wasserpflanzen. So können zu große Arten von Seerosen Ihren Gartenteich in wenigen Jahren überdecken. Greifen Sie daher eher zu schwach wachsenden Seerosen-Arten mit einer Wuchsbreite von 1 m und einer Pflanztiefe von 0,5 m.

Für den kleinen Gartenteich bieten sich Sorten wie "Rose Arey", "Perry's Fire Opal", "Froebeli" oder "James Brydon" an. Ebenfalls empfehlenswert bei geringen Platzverhältnissen ist die Zwergseerose, deren Blüten nur 2,5 bis 5 cm breit werden. Eine weitere beliebte Pflanze für den kleinen Teich im Garten ist das Herzblättrige Hechtkraut. Die namensgebenden herzförmigen Blätter stehen knapp über der Wasseroberfläche und sitzen an bis zu 90 cm langen Stielen.

Als Uferbepflanzung für Ihren kleinen Teich können Sie den Zwerg-Rohrkolben wählen. Diese Teichpflanze wird im Gegensatz zu ihren großen Verwandten nur etwa 80 cm hoch, die fast runden Kolben haben mit 3 cm ebenfalls ein Kleinformat. Auch der Fieberklee kommt mit sehr wenig Platz aus, da er keinen wirklich dichten Blütenteppich bildet. Die weißen Blüten werden nur 20 bis 30 cm hoch.

Die beliebtesten Pflanzen für den mittelgroßen Teich

Seekanne mit Blüten und Blättern im Wasser.

Die kleinen gelben Blüten der Seekanne blühen von Juni bis August.

Für mittelgroße Gartenteiche ist die Wasser- beziehungsweise Seekanne eine beliebte Wasserpflanze. Als Schwimmpflanze benötigt sie eine Wassertiefe von 20 bis 50 cm und schätzt sonnige Standorte in warmen und nährstoffreichen Teichen. Hat sich die Wasserkanne erst einmal erfolgreich in Ihrem Garten etabliert, kann sie sich im Wasser sehr schnell ausbreiten. Aus diesem Grund eignet sich die Seekanne weniger für kleine Teiche.

Eine gute Seerosen-Art für mittelgroße Teiche ist die "Nymphaea Charles de meurville". Ihre weinroten Blüten werden bis zu 12 cm groß, die grasgrünen Blätter sogar 20 cm. Ausgewachsen deckt diese Seerose auf Ihrem Teich eine Fläche von 1 bis 1,5 qm ab.

Ebenfalls gut geeignet für Ihren mittelgroßen Gartenteich ist das Tausendblatt. Diese Teichpflanze benötigt eine Wassertiefe von 30 bis 40 cm und ist vor allem im tropisch anmutenden Teich sehr beliebt.

Die beliebtesten Pflanzen für den großen Teich

Seerose mit Blüte und Blättern im Wasser.

Die Oberseite der Schwimmblätter der Duftseerose ist grün, die Unterseite hingegen dunkel- bis purpurrot.

Besitzen Sie einen großen Gartenteich, können Sie auch zu stärker wuchernden Seerosen-Arten greifen. Besonders beliebt ist hier die "Duftseerose", deren Blätter einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreichen können. Diese Seerosen benötigen ein Teichbecken von mindestens 1,5 m Tiefe. Auch das Schwimmende Laichkraut ist eher eine Teichpflanze für das große Gewässer, da die Triebe gewaltig wuchern können.

Zu den beliebten Schwimmpflanzen für den großen Gartenteich gehören weiterhin die ebenfalls winterharte Krebsschere sowie die Wasserlinsen. Die Krebsschere bildet innerhalb kürzester Zeit hunderte, bis zu 40 cm große, rosettenförmig angeordnete Blätter aus, die der Aloe ähneln.

Vorsicht: Diese Teichpflanze reagiert sehr empfindlich auf starke Schwankungen des Wasserstandes und auf Verunreinigungen.

Wasserlinsen hingegen sind wichtige Teichpflanzen, wenn Sie unliebsame Algen in Ihrem Gartengewässer in Schach halten wollen. Denken Sie beim Kauf jedoch unbedingt daran, dass sich die Wasserlinse sehr schnell vermehrt und den Teich in kürzester Zeit regelrecht zuwuchern kann. Verzichten Sie am besten auf eine Düngung der Pflanzen im Gartenteich und fischen die Pflanze notfalls mit einem Kescher von Ihrem Teich.

Welche Teichpflanzen reinigen das Wasser?

Teichpflanzen erhöhen dank Fotosynthese den Sauerstoffgehalt im Teich und nehmen Kohlenstoffdioxid auf. Damit trägt jede Teichpflanze zum Erhalt der Wasserqualität bei. Darüber hinaus gibt es Wasserpflanzen, die das Algenwachstum im Teich eindämmen. Zu den sauerstoffgehalt-fördernden und algenwuchs-verhindernden Teichpflanzen gehören unter anderem:

  • Hornblatt oder Hornkraut (Ceratophyllum demersum)
  • Wasserpest (Egeria densa)
  • Grundnessel (Hydrilla verticillate)
  • Krebsschere (Stratiotes aloides)
  • Blütenloser Sumpffreund (Limophila sessiliflora)
  • Tannenwedel (Hippuris vulgais)
  • Wasserlinse (Lemna)
  • Europäischer Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae)
  • Wasserfeder (Hottonia palustris)
  • Muschelblume (Pistia stratiotes)
  • Tausendblatt (Myriophyllum aquaticum)
  • Zwergbinse (Juncus ensifolius)
  • Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Sumpfiris (Iris laevigata)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Schwanenblume (Butomus umbellatus)

Teichpflanzen im Gartenteich: Teichzonen beachten

Chinaschilf

Jeder Gartenteich sollte unabhängig von seiner Größe in verschiedene Teichzonen eingeteilt sein. Von außen nach innen gesehen besteht ein Teich aus der Uferzone, der Sumpfzone, der Flachwasserzone und der Tiefwasserzone.

Jede Teichzone bekommt ihre eigene Bepflanzung: Für den Bereich um das Ufer ist Chinaschilf eine der beliebtesten Pflanzen. Die Pflanze kann bis zu 3 m hoch werden und ist in vielen verschiedenen Blattfarben erhältlich.Chinaschilf pflanzen Sie am Ufer des Teichs am besten im Frühjahr an einem Standort mit vielen Sonnenstunden. Achten Sie bei der Bepflanzung auf einen Abstand von mindestens 1 m zwischen den jungen Pflanzen, damit die Wurzeln ausreichend austreiben können.

Bambus ist ebenfalls eine sehr beliebte Pflanze für die Uferzone. Bedenken Sie jedoch, dass der Bambus sehr viel Platz und Nährstoffe braucht und sehr schnell wächst. Für den Neuaustrieb im Frühjahr müssen Sie daher unbedingt nachdüngen – einfacher Rasendünger reicht dafür aus. Um den Übergang des Teichrands in den Garten harmonischer zu gestalten, können Sie Pflanzen wie Alant, Bergenien oder die Trollblume verwenden.

Von der Uferzone gehen Teiche in die Sumpfzone über. Für den Sumpf-Bereich eignen sich speziell Pflanzen, die den Sumpf schon im Namen tragen, zum Beispiel Sumpfdotterblumen, Sumpfcalla oder die Japanische Sumpfiris.

Für die Flachwasserzone, in der die Wassertiefe bei circa 20 bis 60 cm liegt, kommen winterharte Gewächse wie der Igelkolben, der Tannenwedel oder der Froschlöffel infrage. Je nach persönlichem Geschmack können Sie hier auch zu Pfeilkraut oder Schilfrohr greifen. Diese Pflanzen haben ihren Standort bevorzugt in der Flachwasserzone, können aber auch in den Sumpf oder die Tiefwasserzone hineinwachsen.

Die Tiefwasserzone beginnt bei einer Wassertiefe ab 60 cm. Unterwasserpflanzen und Schwimmpflanzen wie Seerosen fühlen sich hier wohl. Das Hornblatt und die Wasserpest sorgen für ausreichend Sauerstoff im Teich und bekämpfen Algen. Außerdem ist die Tiefwasserzone der Lebensraum von Wassersternen und der Lotusblume.

Pflege von Teichpflanzen

Ein mann reinigt einen Teich mit einem Kescher.

Damit das Ökosystem im Gartenteich funktioniert und bestehen bleibt, ist die richtige Pflege wichtig. Zur Pflege des Teichs gehört vor allem der regelmäßige Rückschnitt sowohl der Unterwasserpflanzen als auch der Uferbepflanzung. Das richtige Maß an Wasser- und Schwimmpflanzen verhindert die Ausbreitung von Algen, zu viele Pflanzen aber lassen den Teich zuwuchern. Mit einer Teichschere können Sie Wasserpflanzen aus der Mitte des Teichs bequem zuschneiden. Die Pflanzenreste sowie überschüssige Blätter fischen Sie dann mit dem Kescher aus dem Teich.

Das Wachstum Ihrer Uferpflanzen können Sie mit mineralischem Volldünger unterstützen. Zum Jäten der Uferpflanzen verwenden Sie am besten einen Unkrautstecher. Mit dem bis zu 30 cm langen Stiel des Unkrautstechers können Sie jegliches Unkraut in der Nähe von Uferpflanzen ganz einfach entfernen. Wenn die Stauden am Teich abgeblüht sind, sollten Sie die Uferpflanzen mit einer Gartenschere stutzen.

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