StartGartenTeich

Gartenteich bepflanzen

Zuletzt aktualisiert: 18.12.20197 MinutenVon: OBI Redaktion
Gartenteich mit Pflanzen und Fischen drin sowie Steinen am Ufer.

Dieser Artikel gibt Ihnen Tipps, worauf Sie beim Bepflanzen des Gartenteichs achten sollten. Lernen Sie verschiedene Teichpflanzen, die passenden Standorte und Teichzonen näher kennen.

Wie den Teich bepflanzen?

Beim Bepflanzen des Gartenteichs berücksichtigen Sie zwei grundlegende Aspekte:

  1. Teich und Pflanzenauswahl müssen als Ökosystem harmonieren.
  2. Der Pflanzenbewuchs soll Ihren ästhetischen Ansprüchen gerecht werden.

Für ein funktionierendes Ökosystem sind Pflanzen im Teich unverzichtbar. Außerdem braucht jede Teichpflanze den optimalen Standort in der jeweiligen Teichzone. Hierzu gehören Uferzone, Sumpfzone, Flachwasserzone und Tiefwasserzone. Achten Sie zudem darauf, die Gewächse nicht zu dicht nebeneinander anzupflanzen.
Faustregel: Zwei bis drei Pflanzen pro Quadratmeter der Teichfläche.

Idealer Standort des Gartenteichs

Bereits bei der Planung Ihres Teichs im Garten machen Sie sich Gedanken über die spätere Bepflanzung. Obwohl Wasserpflanzen gern viel Licht haben, sollte der Teich nicht in der prallen Mittagssonne stehen. Dadurch steigt die Wassertemperatur und der Sauerstoffgehalt wird verringert. Das schadet vielen Pflanzen und Tieren im Teich – eine Algenblüte wird hingegen gefördert. Durch stärkere Verdunstung sinkt zudem der Wasserspiegel, der Nährstoffgehalt steigt und die Algen freuen sich über eine Energieschwemme.

Aus dem gleichen Grund sollte der Teich nicht allzu nah an Laubbäumen stehen. Das abfallende Laub verrottet gegebenenfalls im Teich zu Faulschlamm und macht die Pflege aufwendiger oder steigert das Nährstoffangebot im Wasser. Letzteres begünstigt wiederum den Befall durch Algen.

Tipp: Ein günstiger Standort ist beispielsweise im Mittagsschatten der Hausfassade oder einer immergrünen Hecke. Helle Ost- und Westausrichtungen sind optimal für Teich- und Wasserpflanzen.

Gartenteich-Grube ist mit Teichfolie ausgelegt und wird über Gartenschlauch mit Wasser gefüllt.

Größe, Teichzonen und Pflanzenmenge bestimmen

Gartenteich mit verschiedenen Pflanzen und Steinen am Ufer.

Neben dem Standort spielt die Größe des Teichs auch bei der Bepflanzung beziehungsweise der Auswahl der passenden Pflanzen eine entscheidende Rolle. So benötigen zum Beispiel Seerosen circa 2 - 3 m² – manche Sorten brauchen sogar doppelt so viel Platz. Beziehen Sie diese Überlegung daher bereits beim Anlegen des Teichs mit ein und informieren Sie sich rechtzeitig über den Platzbedarf der gewünschten Wasserpflanzen.

Planen Sie beim Teichbau und der Pflanzenauswahl außerdem die drei beziehungsweise vier Teichzonen ein: Uferzone, Sumpfzone, Flachwasserzone und Tiefwasserzone. Jede Zone bietet ideale Lebensbedingungen für bestimmte Pflanzen. Die Teichzonen richten Sie am besten terrassenförmig ein.

Hinweis: Durch die terrassenartige Anordnung wird ein Abrutschen der Uferböschung verhindert. Außerdem können Sie Gräser oder ähnliches auf Pflanztüchern ansähen. Diese Gewächse geben der Böschung später Halt und sorgen für einen harmonischen Übergang zwischen Teich, Uferzone und Garten.

Bezüglich der Menge der Pflanzen gilt: Bepflanzen Sie nicht die gesamte Teichfläche. Etwa zwei Drittel der gesamten Fläche bieten sich für die Bepflanzung an. Die Wasserfläche halten Sie idealerweise bis zur Hälfte frei. Ein allzu dichter Bewuchs mit Teichpflanzen kann das biologische Gleichgewicht durcheinanderbringen. Zusätzlich fördert der übermäßige Bewuchs wiederum eine Algenblüte.

Wann den Gartenteich bepflanzen?

Bepflanzen Sie Ihren Gartenteich am besten zwischen März und Juni. In diesem Zeitraum können die Wasserpflanzen aufgrund milder Temperaturen und vieler Sonnenstunden besonders gut anwachsen. Beginnen Sie mit dem Bepflanzen des Gartenteiches an der tiefsten Stelle und arbeiten Sie sich dann zur Uferzone hinauf.

Tipp: Um sich die Teichpflege einfacher zu machen, setzen Sie Wasserpflanzen in frei bewegliche Pflanzkörbe. Die Körbe bestehen beispielsweise aus stabilem und langlebigem Kunststoff und verhindern ein unkontrolliertes Wuchern der Pflanzen. Alternativ eignen sich faltbare Pflanzkörbe aus Stoff. Diese sind feinmaschiger und stoppen Wurzelausläufer effektiver. Bei der Verwendung von Pflanzkörben müssen Sie deren Höhe von der Teichtiefe abziehen, um die korrekte Position der Pflanze im Teich zu bestimmen.

Hinweis: Rechnen Sie für die Pflege Ihrer neuen Gartenteichbepflanzung mit einem Arbeitsaufwand von ein bis zwei Stunden pro Woche. Mit der Zeit nimmt der Pflegeaufwand idealerweise ab, sobald sich ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Abbau der Pflanzen einstellt.

Von tief zu flach: Teich richtig bepflanzen

Beim Bepflanzen des Gartenteichs gehen Sie von der tiefsten bis zur flachsten Zone vor. Zunächst bepflanzen Sie die Tiefwasserzone, dann die Flachwasserzone, als Nächstes die Sumpfzone und zuletzt die Uferzone. Grob gesagt: Je mehr Kontakt die Pflanzen mit dem Wasser des Teichs haben, umso wichtiger sind sie für das ökologische Gleichgewicht. Das gilt also insbesondere für Wasserpflanzen der Tiefwasserzone – auch wenn ein Teil, wie bei Seerosen, oberhalb der Wasseroberfläche liegt.

Gartenteich mit Teichpflanzen drin sowie Pflanzen und Weg aus Holzdielen am Ufer.

Welche Pflanzen sind für welche Teichzone geeignet?

Schmetterling fliegt Seerosenblüte an.

Achten Sie beim Kauf und Anpflanzen der neuen Pflanzen auf die jeweils passende Teichzone. Die korrekte Zone wird bei Teichpflanzen im Handel normalerweise angegeben.

Tiefwasserzone

In der Tiefwasserzone mit einer Wassertiefe ab circa 60 cm gedeihen mehrjährige Wasserpflanzen wie Seerosen optimal. Hier pflanzen Sie Unterwasserpflanzen und Teichpflanzen, die später bis über die Wasseroberfläche reichen. Pflanzen wie Hornblatt oder Wasserpest sorgen für Sauerstoff im Gartenteich und sind daher essenziell für das biologische Gleichgewicht. Zudem bauen Unterwasserpflanzen schädliche Stoffe ab und wirken als Schutz gegen Algen. Beachten Sie, dass viele Wasserpflanzen für die Tiefwasserzone in einer Tiefe von rund 1,5 m – fernab direkter Sonneneinstrahlung – gepflanzt werden. Zu beliebten Wasserpflanzen der Tiefwasserzone gehören neben Hornblatt und Wasserpest auch Seekanne, Tausendblatt, Wasser-Knöterich und Wasserschraube.

Hinweis: Auf Seerosen gehen wir im nächsten Abschnitt im Detail ein.

Flachwasserzone

Für die Flachwasserzone – von circa 20 - 60 cm Wassertiefe – eignen sich Pflanzen wie Kalmus, Tannenwedel, Wasserähre, Wasserfeder und Wasserschlauch sowie Wasserschwaden, Schmal- und Breitblättriger Rohrkolben sowie Zwerg-Rohrkolben, Schilfrohr, Hechtkraut, Nadelsimse, Pfeilblatt und Froschlöffel. Wasserpflanzen aus der Flachwasserzone leben hier bevorzugt, können aber auch teilweise in die Tiefwasser- oder Sumpfzone einwachsen.

Sumpfzone

Pflanzen, die es gewohnt sind in einer wechselhaften Umgebung wie der Sumpfzone (0 - 20 cm Wassertiefe) zu leben, kommen gut mit unterschiedlichen Wasserständen von etwa 0 - 40 cm aus. Geeignete Sumpfpflanzen sind zum Beispiel: Hechtkraut, Gilbweiderich, Schilfrohr, Pfennigkraut, Rohrkolben, Fieberklee, Asiatische Iris, Sumpf-Simse, Mädesüße, Blutweiderich, Zungen-Hahnenfuß, zottiges Weidenröschen, Sumpfdotterblume, Amerikanische Schwertlilie, Wasser-Minze und Wasser-Dickblatt.

Uferzone

Für die Uferzone Ihres Gartenteiches eignen sich vor allem anspruchslose Gräser wie Bambus, Chinaschilf und Pampasgras. Diese Pflanzen rahmen Ihren Gartenteich ein und erfüllen zudem eine wichtige Filterfunktion für das Wasser. Uferpflanzen sind pflegeleicht, gedeihen notfalls auch an halbschattigen Standorten und sind weitgehend winterfest. Im Übergang zwischen Ufer- und Sumpfzone wachsen außerdem gut: Japanische und Asiatische Iris, Japanische Schwertlilie, Blaue Gauklerblume, Korkenzieher- und Flatter-Binse, Preslie, Sumpfwolfsmilch, Hängende Segge, Igelschlauch, Bittersüßer Nachtschatten und Sumpffarn uvm.

Hinweis: Binden Sie Pampasgras vor Beginn des Winters zusammen, damit die Pflanzen nicht absterben und das biologische Gleichgewicht des Gartenteichs gewahrt bleibt. Schützen Sie zudem die Wurzeln des Pampasgrases im Winter mit einer dicken Laubschicht vor der Kälte.

Tipp: Nutzen Sie Teicherde für das Anpflanzen von Teichgewächsen.

Die Seerose – Königin des Gartenteichs

Blühende Seerose im Teich.

Die Seerose gilt wegen ihrer Schönheit als "Königin des Gartenteichs". Viele Teichbesitzer betrachten Seerosen daher gern als Krönung der Teichbepflanzung. Allerdings sind die Pflanzen nicht unkompliziert. So benötigen die attraktiven Wasserpflanzen eine gute Nährstoffversorgung. Mit Seerosendünger müssen Sie aber vorsichtig sein, damit es zu keiner Überdüngung und Algenbildung im Teich kommt. Besser ist eine natürliche Nährstoffversorgung durch ein funktionierendes Ökosystem im Teich, dass Sie durch eine ausgewogene Mischung verschiedener Teichpflanzen erhalten. Seerosen sind zudem relativ anfällig für Schädlinge wie Seerosen-Blattläuse, Blattkäfer und Seerosenzünsler.

Tipp: Statt chemische Mittel gegen die Schädlinge der Seerose zu nutzen, spülen Sie diese zunächst mit einem Wasserstrahl von den Pflanzen.

Seerosen benötigen außerdem viel Platz und eine solide Teichtiefe. Einige Sorten benötigen eine Wassertiefe von einem Meter und mehrere Quadratmeter an der Wasseroberfläche, um sich gesund entfalten zu können. Andere Arten kommen mit einer Wassertiefe von 30 cm und einer Fläche von 0,5 m² aus. Erkundigen Sie sich daher nach der passenden Seerosenart für das Bepflanzen Ihres Gartenteiches.

Wenn Sie Ihren Gartenteich im Frühjahr mit Seerosen bepflanzen, erhöhen Sie den Wasserspiegel des Teichs schrittweise, damit die Seerose mitwachsen kann. Einfacher gestaltet sich eine Herbstpflanzung der Seerose, da die Blütezeit bereits vorbei ist. Ab einer Wassertiefe von 60 cm können Seerosen meist problemlos im Gartenteich überwintern. Flacher stehende Seerosen setzen Sie vor dem Winterbeginn tiefer.

Teichufer richtig gestalten

Die Bepflanzung der Uferzone beziehungsweise des Teichufers stellt oftmals eine größere Herausforderung dar. Die Zone bildet den Übergang von Teich zu Garten und sollte daher sorgfältig geplant und angelegt werden. Lassen Sie beispielsweise die Teichfolie nicht überstehen. Das sieht nicht nur unschön aus, die Folie kann durch UV-Strahlen aushärten und beschädigt werden.

Für die einfache sowie optisch ansprechende Gestaltung des Teichufers bieten sich sogenannte Uferbepflanzungsmatten an. Die Matten werden am Ufer des Gartenteichs mit Steinen oder ähnlichem befestigt. Uferbepflanzungsmatten bestehen aus selbstauflösendem Material wie Kokos, das auch eine spätere Neugestaltung des Ufers ermöglicht.

Vor dem Bepflanzen des Teichufers mit Bambus bauen Sie zudem eine Wurzel-Sperre ein, da die Gewächse unterirdische Ausläufer (Rhizome) bilden und damit die Teichfolie zerstören. Für das Errichten einer Rhizomsperre sollten Sie einen mindestens 60 cm tiefen Graben einplanen. Diesen kleiden Sie mit Rhizomfolie aus. Überlappende Stellen verschließen Sie gut mit einer Aluschiene. Bei Bambus der Gattung Fargesia ist eine Rhizomsperre nicht notwendig, da keine Rhizome gebildet werden.

Gartenteich mit Uferbepflanzung und Steinen drum herum.

Beispiel Teichbepflanzung

Skizze von einem Gartenteich mit Wasser- und Uferbepflanzung.
Zwergbinse
Zwergbinse

Zwergbinse

Juncus ensifolius

Aster
Violette Glattaster in Blumentopf.

Aster

Aster novi-belgii

Ahorn
Fächerahorn mit roten Blättern.

Ahorn

Acer palmatum

Seerose
Seerose mit Blüte und Blättern im Wasser.

Seerose

Nymphaea hybride

Chinaschilf
Chinaschilf gelb gestreift

Chinaschilf

Miscanthus sinensis

Frauenmantel
Frauenmantel mit gelben Blüten und wasserbenetzten Blättern

Frauenmantel

Alchemilla mollis

Rohrkolben
Schmalblättriger Rohrkolben.

Rohrkolben

Typha angustifolia

Funkie
Funkie mit weiß umrandeten Blättern.

Funkie

Hosta hybride

Vergissmeinnicht
Vergissmeinnicht zwischen Steinen

Vergissmeinnicht

Brunnera macrophylla

Bachlaufschale
Bachlaufschale in Grau.

Bachlaufschale

in grau

JapanischerSchlitzahorn
Japanischer Schlitzahorn mit roten Blättern

Japanischer Schlitzahorn

Acer palmatum

Schachtelhalm
Schachtelhalm

Schachtelhalm

Equisetum japonicum

Pfennigkraut
Pfennigkraut gelb blühend.

Pfennigkraut

Lysimachia nummularia

QuarzitPolygonalplatten
Quarzit-Polygonalplatten

Quarzit-Polygonalplatten

Ziersplitt
Ziersplitt weiß-rosa

Ziersplitt

in weiß-rosa

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.