
Sumpfdotterblume – Eigenschaften im Überblick
Die goldgelben Blüten der Sumpfdotterblume schmücken Gartenteich oder Bachlauf schon früh im Jahr. Das musst du bei Pflanzung und Pflege der Wildstaude beachten.
Herkunft der Sumpfdotterblume
Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) gehört mit neun weiteren Arten zur Gattung Caltha. Sie sind Teil der großen Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Sumpfdotterblume erstreckt sich über die gesamte Nordhalbkugel bis nach Asien. Auch in Nordamerika kommt sie natürlich vor.
In feuchten Wiesen und Gräben wächst die Sumpfdotterblume als Wildpflanze. In der freien Natur ist sie aufgrund des immer weiter eingeschränkten Lebensraums mittlerweile selten geworden, da ihre natürlichen Standorte oftmals planiert werden.
In einigen Bundesländern steht sie inzwischen auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
So sehen Sumpfdotterblumen aus
Die Sumpfdotterblume ist eine Staude und wird 20 cm bis 50 cm hoch, abhängig vom Standort.
Aus dem Rhizom wachsen bogige Stängel mit grundständigen, dunkelgrünen Blättern. Die hohlen Stängel verzweigen sich im oberen Bereich. An ihnen sitzen die Blüten.
Die Blätter sind herz- bis nierenförmig geformt, können bis zu 15 cm groß werden und sind leicht gezähnt.
Die Blüten sind radiärsymmetrisch aufgebaut: Fünf Blütenblätter sind schalenförmig angeordnet. Im Zentrum befinden sich die gelben Staubgefäße.
Ab März beginnt die Pflanze zu blühen. Damit ist sie eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten im Jahr. Im Spätsommer kann es zu einer zweiten Blüte kommen, diese fällt jedoch meist schwächer aus.
Aus den befruchteten Blüten bilden sich Balgfrüchte. Sie sind sternförmig angeordnet. Die Samen in ihnen stehen zweireihig. Sie werden bei Regen aus den Balgfrüchten herausgeschwemmt. Die lufthaltigen Hohlräume sorgen dafür, dass die Samen nicht im Gewässer untergehen. So verbreitet sich die Sumpfdotterblume auf natürliche Weise entlang des Ufers.
Der richtige Standort

An einem Teich ist die Sumpfdotterblume in ihrem Element. Ein sonniger bis halbschattiger Ort ist ideal.
Am besten gedeihen Sumpfdotterblumen am Rand von Gewässern. In der nährstoffreichen Sumpfzone mit einer Wassertiefe von etwa 10 cm ist die Pflanze auch im Garten gut aufgehoben. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Orte.
Ein sehr nährstoffreicher, schwerer und dauerfeuchter Boden mit einem hohen Lehmanteil ist perfekt für die Sumpfdotterblume. Gelegentliche Trockenheit macht der Staude nichts aus.
Sumpfdotterblumen pflanzen
Jungpflanzen sollten beim Einpflanzen nicht vollständig unter Wasser sein, sonst wachsen sie nicht gut an. Verzichte darauf, Pflanzen aus der Natur zu entnehmen. Ihr Bestand ist bereits gefährdet. Greife stattdessen auf Exemplare aus dem Handel zurück.
Sumpfdotterblume pflegen
Wird die Sumpfdotterblume von starkwüchsigen Pflanzpartnern bedrängt, dämmst du deren Wachstum ein. Achte darauf, dass du beim Frühjahrsputz deines Teiches nicht die bereits angelegten, empfindlichen Blütenknospen verletzt.
Sumpfdotterblumen im Garten

Pflanze die Sumpfdotterblume in Gruppen. So entsteht eine große, gelb leuchtende Fläche in deinem Garten.
Sehr gut kommt die Sumpfdotterblume in kleinen Gruppen von drei oder mehreren Exemplaren zur Geltung. Da sie sehr früh blüht, ist sie eine wertvolle Insektenweide.
Zum satten Gelb der Staude passen sehr gut blaue Pflanzpartner wie zum Beispiel Sumpfvergissmeinnicht, Bachnelkenwurz oder Rosenprimel oder andere Pflanzen wie die Goldkeule.
Da Sumpfdotterblumen schwach giftig bis giftig sind, solltest du die Pflanzenteile nicht essen, auch wenn ihre Blütenknospen früher als „falsche Kapern“ bekannt waren. Auch nach direktem Hautkontakt, etwa beim Einpflanzen, ist es ratsam, die Hände zu waschen. Wer empfindlich reagiert, trägt zum Schutz Handschuhe.
Sortentipps
Sumpfdotterblumen blühen gemeinhin gelb. Eine weiß blühende Variante ist die Sorte „Alba“. Mit botanischem Namen heißt sie Caltha palustris var. alba und kommt in der freien Natur im Himalaya vor. Ihr Wuchs ist kompakter und sie blüht ein bisschen früher als die herkömmliche Art.
Die Sorte „Multiplex“ hat gelbe, gefüllte Blüten, die Pompons ähneln. Schneidest du sie nach der ersten Blüte zurück, kommt im Spätsommer eine zweite.
Die Sorte „Alba“ der Sumpfdotterblume hat keine gelben, sondern weiße Blüten.
Sumpfdotterblumen vermehren
Möchtest du Sumpfdotterblumen vermehren, gibt es zwei Möglichkeiten. Am sichersten ist es, wenn du den Wurzelstock teilst. Der ideale Zeitpunkt ist nach der Blüte.
Zunächst gräbst du das Rhizom aus, anschließend teilst du es mit den Händen oder einem scharfen Messer in handtellergroße Stücke. Ein Teilstück sollte mindestens drei Triebe und kräftige Wurzeln besitzen. Die Stücke setzt du danach an anderen Stellen im Garten wieder ein.
Sumpfdotterblumen säen sich an geeigneten Standorten selbst aus. Möchtest du durch Aussaat nachhelfen, beachte, dass die Sumpfdotterblume ein Kaltkeimer ist. Du bringst die Samen also am besten im Spätherbst aus. So werden sie über den Winter der notwendigen Kälte ausgesetzt.
Krankheiten und Schädlinge
Sumpfdotterblumen sind robuste Stauden. Pilzerkrankungen wie Mehltau deuten auf einen ungünstigen Standort hin. Meist ist er zu trocken. Entferne in diesem Fall alle Blätter, entsorge sie über den Hausmüll und setzte die Pflanze an einen feuchteren Platz.








