
Wasserlilie – Eigenschaften im Überblick
Die Wasserlilie verschönert mit ihren leuchtend gelben Blüten viele Gartenteiche. Ihre schwertförmigen Blätter machen sie zusätzlich attraktiv. Wir zeigen dir im Ratgeber, wie du die Pflanze pflegst und was es sonst noch über die Teichpflanze zu wissen gibt.
Woher kommt die Wasserlilie?
Die Wasserlilie (Iris pseudacorus) wird auch „Sumpf-Schwertlilie“ genannt. Ihre Heimat liegt in Europa und Asien. Inzwischen ist sie auch in Nordamerika häufig anzutreffen.
In der freien Natur wächst die Wasserlilie vor allem am Ufer sowie an den Verlandungszonen fließender oder auch stehender Gewässer. In Niedermooren und Bruchwäldern ist sie außerdem zu finden.
Hierzulande wächst die Wasserlilie in fast allen Regionen. In höheren Gebirgslagen ist sie allerdings nicht anzutreffen.
Die Wasserlilie gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Alle Teile der Pflanze sind giftig. Besonders vorsichtig solltest du allerdings mit den Rhizomen sein. Sie gelten als besonders giftig.
Die Wurzel der Wasserlilie wurde früher wegen der darin enthaltenen Gerbstoffe zum Gerben von Leder genutzt. Aus der getrockneten Wurzel wurde außerdem ein Extrakt gewonnen. Dieser wurde für verschiedene medizinische Zwecke verwendet.
Wie sieht die Wasserlilie aus?
Aus dem dicken Rhizom wachsen bei der Wasserlilie lange, schwertförmige Blätter. Aus dem Rhizom entwickelt sich außerdem der Blütenstiel.
Die Wasserlilie wird ungefähr 1 m hoch. Das kriechende Rhizom führt in der Regel schnell zu einem großen Bestand der Pflanze.
Die Blätter der Pflanze sind linealisch, steif aufgerichtet und bis zu 1 m lang. Dadurch fällt die Wasserlilie sehr leicht auf. Die Blätter sind graugrün und bis zu 3 cm breit. Die Mittelrippe ist stark ausgeprägt.
Blüten und Früchte der Wasserlilie

Die Blüten der Wasserlilie haben auffällige Dornblätter. Die Pflanzen blühen von Mai bis Juli.
Von Mai bis Anfang Juli blüht die Wasserlilie. Die Blüten sind irisblütenförmig. Sie haben Dorn- und Hängeblätter in einem kräftigen Gelb. In der Mitte ist das Gelb mit purpurfarbenen Adern durchzogen.
Die Blüten bleiben nicht lange an der Pflanze. Es stehen allerdings immer mehrere an einem Blütenstiel, die in der Regel nacheinander blühen.
Die Wasserlilie wird vor allem von Schwebfliegen und Hummeln bestäubt. Dann bilden sich Kapselfrüchte mit drei Kammern. Sie sind 5 cm bis 7 cm lang und enthalten die Samen. Die Samen sind schwimmfähig und bleiben mehrere Jahre lang im Wasser oder Schlamm keimfähig.
Der richtige Standort
Pflanze die Wasserlilie an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Er sollte nass bis feucht sein. Am besten gedeiht die Pflanze in einer Wassertiefe von bis zu 20 cm. Steht das Wasser höher, blüht die Wasserlilie nicht mehr so stark.
Achte auf einen schweren, nassen Lehmboden. Der pH-Wert sollte eher schwach sauer als zu kalkreich sein.
Wasserlilie pflanzen
Im Frühjahr oder Herbst ist die beste Zeit, um die Wasserlilie zu pflanzen. Grabe das Rhizom knapp unterhalb der Erdoberfläche ein. Ein Pflanzkorb für Wasserpflanzen verhindert, dass sich die Pflanze unkontrolliert ausbreitet.
Wasserlilie pflegen
Wasserlilien sind recht pflegeleicht. Wächst sie zu stark, stichst du den Wurzelstock ab. Die Blätter lässt du im Winter stehen. Schneide das Verwelkte erst im Frühjahr vor dem Neuaustrieb zurück.
Wasserlilien breiten sich stark aus. Werden andere Pflanzen dadurch bedrängt, teilst du das Rhizom. Mache das im Frühjahr oder Herbst. Teile die Wasserlilie auch, wenn sie nicht mehr so üppig blüht.
Wasserlilie im Gartenteich nutzen

Im Gartenteich ist die prächtige Wasserlilie kaum zu übersehen.
Die Wasserlilie ist sehr auffällig. Sie fängt die Blicke am Gartenteich oder Bachlauf ein. In schattigen Lagen deines Gartens entwickelt sie sich gut, wenn der Boden dort ständig feucht ist. Alternativ setzt du sie in große Pflanzkübel.
Beliebte Sorten
„Variegata“ hat gelbgrün gestreifte Blätter. Die Sorte „Alba“ gefällt durch ihre reinweißen Blüten.
Wasserlilien vermehren
Vermehre die Wasserlilie durch Teilung. Teile das Rhizom dafür außerhalb der Blütezeit. Die reine Art der Pflanze kannst du auch durch Aussaat vermehren. Die Samen kannst du kaufen oder gewinnst sie aus den reifen Fruchtkapseln.
Raue die Samen vor der Aussaat mit Schmirgelpapier auf und wässre sie gründlich. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Samen keimen.
Krankheiten und Schädlinge
An den Blättern der Wasserlilie entsteht hier und da Rost. Außerdem legen die Weibchen des Schwertlilienrüsslers ihre Eier in die jungen Früchte der Pflanze. Wenn die Früchte reifen, bohren die Käfer ein Loch in die Frucht und verlassen sie.








