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Fit für Herbst und Winter: 6 Tipps für Terrasse und Balkon

Zuletzt aktualisiert: 14.10.202110 MinutenVon: OBI Redaktion
Gemütliche Herbsttage genießen

Die Tage werden kürzer, die Sofas immer kuscheliger. Bevor es unser Leben für eine Weile hauptsächlich nach Drinnen verschlägt, geben wir dir 6 Tipps an die Hand, mit denen du es dir an kühleren Tagen draußen gemütlich machst und danach auf Balkon oder Terrasse für Ordnung vor dem Frost sorgst.

Herbsttage genießen

Hund sitzt unter Decke und ist gemütlich

Du möchtest dich trotz der sinkenden Temperaturen noch nicht von deiner Terrasse oder deinem Balkon verabschieden? Wir haben einige Ideen für dich, mit denen auch kühlere Tage draußen richtig gemütlich werden. Falls du im Sommer deine Böden mit Outdoor-Teppichen verziert hast, sind sie eine gute Grundlage und – neben dicken Wollsocken – Ersthelfer gegen kalte Füße. Noch kuscheliger wird es mit einer Decke, in die du je nach Kälteempfinden natürlich nicht nur dich, sondern auch noch eine Wärmflasche wickeln kannst. Fröstelnde Fingerspitzen werden durch eine Tasse dampfenden Tee oder Punsch wieder aufgewärmt. Aber Vorsicht: Alkoholische Getränke sorgen nur kurz für ein wärmendes Gefühl. Dauerhafter ist ein heißer Gewürz- oder Ingwertee – letzterer ist gleichzeitig auch gut fürs Immunsystem.

Licht und Wärme

Für Wärme von außen sorgst du rein optisch mit Lichterketten oder Kerzen, die in Windlichtern auch vor der ein oder anderen Herbstböe geschützt sind. Noch gemütlicher wird es mit einem wärmenden Teelichtofen oder einer Feuerschale – entweder ganz klassisch mit Holz, oder als kleinere Tischvariante, die mit Brennpaste funktioniert und somit auch für Balkone geeignet ist.

Winterharte Pflanzen

Damit das Herbstlaub nicht alleine deinen Ausblick auf Terrasse oder Balkon dominiert, kannst du auch in der kalten Jahreszeit für etwas Grün sorgen, denn nicht alle Pflanzen müssen zum nahenden Winter in den Innenbereich weichen oder warm eingepackt werden. Winterharte Kübelpflanzen wie Storchenschnabel, Buchsbaum oder Scheinbeere verkraften auch frostige Temperaturen und sorgen zusätzlich für Gemütlichkeit im Outdoor-Wohnzimmer.

Unter Dach und Fach

Ob Pavillon, Terrassendach oder Sommermarkise – vor dem Herbstwetter am besten geschützt lässt sich die Zeit draußen mit einer soliden Überdachung verbringen. Wem es draußen doch zu kalt ist, der kann es sich im Wintergarten mit Blick nach draußen gemütlich machen – oder aber das Gewächshaus zum Winterquartier umfunktionieren. Dort, wo nämlich im Frühling und Sommer das Gemüse herangezogen wurde, lässt es sich auch im Licht der Wintersonne häufig noch gut aushalten und mit der passenden Einrichtung wie einigen Vorhängen, Outdoor-Möbeln und einem gemütlichen Terrassenboden wird aus dem Gewächshaus mit wenigen Handgriffen ein winterlicher Wohlfühlort mitten im Garten.

So warm eingepackt, die freundlich flackernden Flammen in den Augen und die kalte, klare Luft in der Nase, ist der Herbst draußen plötzlich gar nicht mehr so unangenehm, wie er von drinnen aussah. Und wenn du endgültig ins deine geheizten vier Wände umziehen magst, geben wir dir jetzt noch einige Tipps mit auf den Weg, mit denen du deine Terrasse oder den Balkon bis zum nächsten Frühjahr ideal überwintern lässt.

Möbel einlagern

Ratten-Balkonmöbel werden gereinigt.

Je nachdem, aus welchem Material deine Möbel sind, eignen sich manche Reinigungsarten besser als andere. Grob lässt sich sagen, dass sich der meiste Schmutz mit einer weichen Bürste oder einem Lappen, lauwarmem Wasser und einer milden Seife gut entfernen lässt.

Kunststoffmöbel: schön unkompliziert

Kunststoffmöbel sind generell sehr unkompliziert, so dass die Kombination aus Wasser und milder Seife meistens ausreichend ist. Sollten deine weißen Möbel einen hartnäckigen Grauschleier bekommen haben, ist neben einem speziellen Kunststoffreiniger auch der Griff zu Hausmitteln eine Option. Backpulver etwa: Mit einem feuchten Lappen oder weichen Schwamm auftragen, kurz einwirken lassen und in kreisförmigen Bewegungen über die Oberflächen gehen. Danach mit klarem Wasser nachspülen und wenn das Ergebnis noch nicht zufriedenstellend ist, den Prozess eventuell wiederholen. Verwende jedoch keine Scheuermittel – die enthaltenen Putzkörper können zu kleinen Rillen führen, die dann erst recht zum Schmutzmagneten werden.

Liegen, Stühle und Tische aus Polyrattan erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Umso besser, dass sie auch bei der Reinigung für ein Lächeln sorgen. Wie herkömmlicher Kunststoff lassen sich die geflochtenen Möbel unkompliziert mit dem Trio Wasser, milde Seife und weiche Bürste oder Lappen reinigen.

Das Gute an Kunststoff: Du kannst deine Möbel problemlos über den Winter draußen stehen lassen. Allerdings ist es ratsam, sie mit einer Abdeckplane zu schützen. Das reduziert nicht nur deinen Putzaufwand im nächsten Frühjahr, sondern auch die Belastung der Möbel durch UV-Strahlung und Witterungsschwankungen.

Holzmöbel: Pflege für den Klassiker

Holzmöbel sind etwas pflegebedürftiger, aber als Klassiker nicht von unseren Terrassen oder Balkons wegzudenken. Wische sie beim Reinigen immer in Faserrichtung ab und behandle vergrautes Holz oder hochstehende Fasern mit Schmirgelpapier. Trage nach der gründlichen Reinigung und ausgiebigem Trocknen ein geeignetes Öl, eine Lasur oder Wachs auf: Das pflegt und schützt witterungsstrapaziertes Holz. Danach stellst du die Möbel idealerweise geschützt unter. Vielleicht hast du Platz im Keller, in der Garage, auf dem Dachboden oder im Wintergarten? Gerade heimische Hölzer benötigen einen kühlen und nicht zu trockenen Ort – ist die Luft der Winterstation zu warm und trocken, bekommt das Holz eventuell Risse. Ölhaltigere Hölzer wie Eukalyptus oder Teak sind unempfindlicher, was Feuchtigkeit und Frost betrifft. Doch auch sie nimmt die Winterwitterung mit.

Im Gegensatz zu Kunststoffmöbeln solltest du bei allen Holzmöbeln jedoch das Abdecken mit einer Plane vermeiden: Kondenswasser durch Temperaturschwankungen und vom Boden aufsteigende Feuchtigkeit können darunter schnell für Schimmel an deinen geliebten Liegen und Stühlen sorgen.

Grill winterfest machen

Grill für den Winter abdecken

Wenn der letzte Happen für dieses Jahr verputzt ist, ist es sinnvoll, den Grill bis zum nächsten Einsatz im nächsten Jahr noch eine größere Reinigung zu gönnen. So hat Rost keine Chance – und du freust dich beim Angrillen noch mehr, wenn du gleich loslegen kannst und nicht erst noch lange schrubben musst.

Reinige den Rost mit einer Bürste. Grillreste vergangener Tage lassen sich natürlich auch wegbrennen. Vielleicht sogar in Verbindung mit einem Wintergrillen! Welche Rezepte wir da auf Lager haben und was du dabei beachten solltest, verraten wir dir am Ende dieses Absatzes.

Ansonsten hilft bei hartnäckigen Verschmutzungen auch Ofenreiniger: Sprühe ihn auf den Rost auf und packe alles für 2-3 Stunden in eine Mülltüte oder ähnliches. Danach sollte die Rost-Reinigung deutlich einfacher gehen.

Trockne ihn nach der Reinigung gründlich ab. Wenn du die Möglichkeit hast, stelle ihn über den Winter wettergeschützt unter, damit sich kein Rost bildet. Eine Abdeckplane ist sonst auch eine gute Idee. Solltest du einen Gasgrill nutzen, drehe die Gasflasche ab, den Flaschenhahn bzw. die Ventile zu und lagere die Flasche aufrecht und eben stehend in einem gut belüfteten Raum – am besten außerhalb deines Hauses, zum Beispiel in einem Gartenhaus mit gekipptem Fenster. Alternativ kannst du sie auch wie oben beschrieben abgeklemmt unter dem Grill stehen lassen.

Pflanzen

Topfpflanzen im Winter mit Vlies vor Kälte schützen.

Alles Alte abschneiden und Balkon oder Terrasse bis in den letzten Topf nochmal richtig leerfegen? Muss nicht sein! Vielleicht lässt du dieses Jahr deine sommermüden Pflanzen einfach mal stehen: In den alten Halmen und unter vertrockneten Blättern finden Wildbienen und andere Insekten Zuflucht vor dem kalten Wetter und kommen so besser durch den Winter. Erst im Frühjahr groß zu gärtnern hat übrigens auch dekorative Vorteile: Zwischen vertrockneten Pflanzen sehen Lichterketten und andere winterliche Deko wild romantisch aus.

Rechtzeitig zurückschneiden

Solltest du bei mehrjährigen Pflanzen einen Rückschnitt planen, sollte er früh genug vor dem ersten Frost stattfinden. So kann die Pflanze die Verletzung noch heilen, bevor die Kälte Einzug hält – und mit ihr hin und wieder auch Krankheiten in die Stängel eindringen können. Zudem ist es bei Temperaturen unter 5°C wahrscheinlicher, dass das Holz splittert: noch ein Grund weniger, die letzten wärmeren Tage dafür zu nutzen.

Umzug ins Winterquartier

Alle frostempfindlichen Pflanzen solltest du jetzt von draußen in ihr Winterquartier umziehen lassen. Je nach Pflanze eignet sich dafür eine Garage, aber auch ein Wintergarten, das Treppenhaus oder andere Räume, die frostgeschützt, aber auf keinen Fall wohnungswarm sind. Kontrolliere Blätter und Stängel vor dem Umzug noch einmal auf Schädlinge: Das stärkt die Pflanze und reduziert das Risiko, das du dir Ungeziefer ins Haus holst. Düngen fällt aus, das Gießen solltest du für die nächsten Wochen so sparsam dosieren, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Welcher Standort und welche Behandlung für deine Pflanze im Speziellen geeignet ist, recherchierst du am besten noch einmal im Detail, um ihr auch im Winter ideale Bedingungen bieten zu können.

Schutz vor der Kälte

Auch winterharte Pflanzen solltest du schützen. Schiebe die Töpfe an die Hauswand, wo es einige Grad wärmer ist, und umwickle sie mit Schutzmaterial wie Jute, Luftpolsterfolie oder Gartenvlies – allerdings so, dass die Erde nicht abgedeckt ist, damit sich kein Schimmel bildet. Der Pflanze selbst stülpst du einen Jutesack über oder wickelst sie mit Vlies ein: So verdunsten die Blätter weniger Wasser und verhindern, dass die Pflanze trotz deiner Fürsorge vertrocknet. Schütze sie auch von unten vor der Kälte, indem du den Topf auf einen Holz- oder Styroporblock stellst. Streue auf die Erde kleine Tannenzweige: Das zusätzliche Polster schützt vor Eis und Schnee und sieht nebenbei auch schön winterlich aus. Wenn du keine Nadelbäume in der Nähe hast, ist Jute als Abdeckung für die Erde ebenfalls gut geeignet.

Töpfe: auch ohne Pflanze schützenswert

Denke beim Wintercheck deiner Pflanzen auch an leere Töpfe! Gerade die schönen Terrakottatöpfe können bei eisigen Temperaturen leicht Schaden nehmen: Durch die offenen Poren dringt Wasser ein, das sich bei Frost ausdehnt und den Topf im schlimmsten Fall zerspringen lässt. Wenn du sie draußen stehen lässt, sollten sie also ebenfalls schützend verpackt werden, damit dich im Frühjahr kein Scherbenhaufen erwartet.

Ans Frühjahr denken

Übrigens, wenn du schon auf Garten und Balkon werkelst: Vielleicht setzt du auch direkt noch einige winterharte Zwiebeln in die Erde. So begrüßt dich dein Garten oder Balkon bei der ersten Frühlingssonne direkt mit Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen oder anderen bunten Blumen.

Boden

Balkon wird geschrubbt!

Deine Möbel sind abgedeckt oder eingelagert, die Zahl der Pflanzen und Töpfe vermutlich reduziert – jetzt ist eine gute Gelegenheit, an den Boden zu denken.

Hier gilt das Gleiche wie bei deinen Möbeln: Je nach Material und Oberfläche deines Terrassen- oder Balkonboden gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Bei allen ist der erste Reinigungsschritt gleich: Ein gründliches Fegen lässt oberflächlichen Staub, Vogelkot und Blätter verschwinden.

Holzböden reinigen und pflegen

Bei Holzterrassen ist es ähnlich wie bei Naturstein sinnvoll, die Materialart im Hinterkopf zu haben. Besteht deine Terrasse aus einem weichen Nadelholz, wie Lärche oder Douglasie, sollte bereits der Besen möglichst weiche Borsten haben, um die Dielen nicht zu beschädigen. In diesem Fall ist auch ein Hochdruckreiniger nicht ratsam. Nach dem ersten Fegen geht es ans Entfernen eines eventuellen Grauschleiers, gefolgt vom gründlichen Schrubben der Dielen. Meist reichen dafür Hausmittel wie Soda, Spülmittel oder Schmierseife, um Grünbelag zu entfernen. Bei Harthölzern wie Bambus, Bangkirai oder Kempas lassen sich Verschmutzungen auch maschinell gut entfernen. Ob per Hand oder Maschine: Achte in jedem Fall darauf, die komplette Fläche zu reinigen, um einen einheitlichen Farbton zu bekommen.

Sind die Dielen sauber, sollten sie vor dem nächsten Schritt mindestens 24 Stunden durchtrocknen, damit keine Feuchtigkeit im Holz zurückbleibt. Trage als letzten Schritt ein pflegendes Öl auf.

WPC-Terrassen winterfit machen

Sieht aus wie Holz, ist es aber nicht (ganz): WPC-Dielen sind als Terrassenbelag klar im Trend. Die Reinigung der Oberfläche dieses Holz-Kunststoff-Verbundstoffes ist unkomplizierter als reines Holz. Meist reicht neben regelmäßigem Fegen warmes Wasser, etwas Spülmittel und eine Bürste aus. Aufgrund des Holzanteils in den Dielen solltest du auch hier immer in Richtung der Maserung bürsten. Je nach Zusammensetzung deiner WPC-Dielen kann zusätzlich eine Imprägnierung deines Terrassenbodens sinnvoll sein. Am besten wendest du dich direkt an den Hersteller, um dazu eine konkrete Aussage und Pflegehinweise für deine WPC-Variante zu bekommen.

Überdachung

Laut auf Gartendach wird mit Handbesen entfernt

Die Pflanzen versorgt, die Böden gewischt – doch was ist mit dem Dach? Auch wenn es zunächst unlogisch erscheint, Überdachungen zu reinigen, bevor Wind und Wetter sich für einige Wochen damit vergnügen: Eine Reinigung der Terrassenüberdachung ist im Herbst absolut sinnvoll. Herunterfallende Blätter werden so direkt entfernt und können auf dem Dach nicht vermodern. Hinzu kommt, dass durch Laub und andere Verschmutzungen Schnee schlechter abrutscht und so die Last auf das Dach unnötig erhöht. Zu guter Letzt gilt auch hier: Den Sommerschmutz, den du vor dem Winter beseitigst, macht es dir beim Frühjahrsputz deutlich einfacher.

Fege deine Überdachung ab und reinige sie mit einem weichen Schwamm oder Tuch und Wasser. Auch textile Überdachungen wie Markisen und Sonnenschirme freuen sich über eine Säuberung, bevor es in die Winterpause geht. Auf dem Stoff lassen sich viele Verschmutzungen meist unkompliziert mit einer weichen Bürste entfernen. Sollte das nicht reichen, nimm etwas Wasser dazu. Zu häufiges Waschen kann mitunter dazu führen, dass die Imprägnierung des Stoffes verloren geht. Nach der Reinigung sollte das Material unbedingt ausgiebig trocknen. An sonnigen Wintertagen empfiehlt es sich außerdem, die Schutzhülle des Sonnenschirms zu entfernen und den Schirm aufzuspannen, um eventuelles Kondenswasser verdunsten zu lassen. So beugst du unkompliziert unschönen Stockflecken vor.

Alles gereinigt, verstaut und geschützt? Dann kannst du dich beruhigt auf gemütliche Wintertage freuen – und auf den nächsten Frühling, wenn du die ersten warmen Sonnentage auf deiner Terrasse oder dem Balkon genießt.

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