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Polygonalplatten verlegen – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: 30.10.20194 MinutenVon: OBI Redaktion
Heimwerker verlegt Polygonalplatten im Garten mit Zement, einem Eimer und Rasen im Hintergrund.

Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie Polygonalplatten aus Naturstein richtig verlegen – mit Tipps zum Fundament, zur Verlegung der Randsteine sowie zum Verfugen der Platten.

Was sind Polygonalplatten?

Polygonalplatten aus Natursteinen sind Bodenbeläge mit unregelmäßigen Kanten und verschiedenen Größen, die häufig für Gartenwege und Terrassen verwendet werden. Neben den Natursteinplatten gibt es alternativ Polygonalplatten aus Keramik. Die Platten aus Naturstein bieten Ihnen unzählige Design- und Gestaltungsmöglichkeiten für Wege und Flächen sowie einen rustikalen und natürlichen Look. Polygonalplatten sind jedoch in der Regel nicht mit dem PKW befahrbar.

Das Verlegen von Polygonalplatten ist vergleichsweise einfach und bequem vom Heimwerker zu bewältigen. Eine entscheidende Rolle kommt der richtigen Vorbereitung des Untergrunds zu. Achten Sie beispielsweise darauf, dass nach dem Verlegen kein Wasser mehr unter die Platten laufen und dort gefrieren kann. Das schädigt den Bodenbelag mit der Zeit. Zum Schutz der Polygonalplatten und des gesamten Belags ist deshalb ein passendes Fundament wichtig. Der Untergrund kann aus Beton oder einem Kiesbett bestehen. Eine ausreichend starke und gut verdichtete Tragschicht ist zudem entscheidend für die Dauerhaftigkeit des Bodenbelags. Die Tragschicht kann aus einer 10 cm dicken armierten Betonschicht und Dichtungsschlämme oder einer 15 bis 20 cm dicken Schotterschicht bestehen.

So verlegen Sie Polygonalplatten aus Naturstein

5 Schritte

1
Fundament anlegen und Platten vorbereiten
Heimwerker verdichtet Untergrund mit einer Rüttelmaschine.
Auf einen Blick
  • Unterbau ausheben
  • Natursteinplatten sortieren, reinigen und vorbereiten
  • Abschlusssteine in Form bringen
So geht das

Zunächst bereiten Sie den witterungsbeständigen Unterbau für die Polygonalplatten vor. Dafür heben Sie mindestens 17 - 22 cm Erde aus: 3 - 6 cm für die Plattenstärke, 4 - 6 cm für die Ausgleichssicht aus Bettungsmörtel und mindestens 10 cm für die Tragschicht (Berechnung: mind. 3 x Größtkorn). Achten Sie beim Untergrund auf ein Gefälle von 1,5 bis 2,0 %. Das Gefälle muss vom Gebäude weg verlaufen, damit Regenwasser gut abfließen kann.

Ist der Untergrund vorbereitet und das Fundament gegossen, sortieren Sie die Natursteine nach Größe und Farbvariationen. Quarzit- und Porphyr-Polygonalplatten reinigen Sie mit sauberem Wasser, damit keine Schmutzrückstände oder Staub die Mörtelverbindung zur Platte behindern. Bei Basalt-Polygonalplatten rauen Sie zur Haftverbesserung die Plattenrückseiten mit einem Krallenbrett auf. Anschließend reinigen Sie die Platten mit Wasser und bringen eine Kontaktschlämme auf. So haften die Gehwegplatten im Anschluss besser am Untergrund. 

Für den Abschluss an Terrasse oder Haus benötigen Sie flachkantige Steine – gegebenenfalls bringen Sie einzelne Steine dafür mit einer Diamantsäge oder einem Winkelschleifer in Form.

So geht das

2
Randsteine und Abschlusssteine verlegen
Heimwerker verlegt Randsteine. Er benutzt dazu eine Maurerkelle und einen Gummihammer.
Auf einen Blick
  • Randsteine einsetzen und einklopfen
  • Abschlusssteine verlegen
So geht das

Falls Ihre Terrasse oder der Gartenweg eine optische Begrenzung durch Randsteine erhalten soll, werden im ersten Schritt diese Steine verlegt. Mit einer gespannten Richtschnur stellen Sie sicher, dass die Steine in einer Linie und Höhe verlaufen. Die Randsteine werden in ein Fundament aus erdfeuchtem Magerbeton gesetzt und mit einem Gummihammer eingeklopft.

In Magerbeton werden auch die abschließenden Steine mit den geraden Kanten verlegt, sodass sie sich nicht verschieben können.

So geht das

3
Polygonalplatten verlegen
Heimwerker überprüft mit einer Wasserwaage die Ausrichtung von verlegten Polygonalplatten.
Auf einen Blick
  • Mörtel auftragen
  • Platten verlegen und Lücken ausfüllen
  • Ausrichtung der Fläche stetig prüfen
So geht das

Nun verlegen Sie die weiteren Steine. Tragen Sie dafür eine etwa 5 cm dicke Schicht aus Bettungsmörtel auf das verdichtete Kiesbett auf und ziehen Sie den Mörtel glatt. Tragen Sie dabei immer nur so viel Mörtel auf, wie Sie für das Verlegen von zwei bis drei Steinen benötigen.

Nun können Sie die sortierten Polygonalplatten nach Belieben in den erdfeuchten Mörtel drücken und verlegen. Achten Sie auf eine Fugenbreite von 3 bis 5 cm, um die für Polygonalplatten typische Optik zu erzielen und die Platten vor Schäden durch Ausdehnung bei Sonnenstrahlen zu schützen. Neben den größeren Platten verwenden Sie auch die kleineren Plattenstücke zum Auffüllen von Lücken. Diese werden mit einem Gummihammer vollflächig im Mörtel festgeklopft. Vermeiden Sie unbedingt Hohlräume unter den Platten.

Prüfen Sie die Ausrichtung der Steine fortlaufend mit einer Wasserwaage. Bei größeren Natursteinplatten empfiehlt sich die Verwendung eines Schutzbretts zwecks Vermeidung von Rissen und Spaltungen.

So geht das

4
Natursteinplatten verfugen
Heimwerker verfugt mit Zement die Zwischenräume von Polygonalplatten.
Auf einen Blick
  • Fugen mit Zement füllen
  • Verunreinigungen sofort abwischen
So geht das

Verfugen können Sie die Natursteinfläche mit Trasszement oder Fugenmörtel. Die Baustoffe werden mit der Kelle in die Fugen eingebracht oder der Zement je nach Produkt flüssig eingegossen.

Achten Sie darauf, die Gehwegplatten oder Terrassenplatten nicht mit dem Zement oder Fugenmörtel zu verschmutzen, da eine Reinigung problematisch sein kann. Geht doch Fugenmörtel oder Zement daneben, sollte die Masse unmittelbar mit einem feuchten Lappen abgewischt werden.

So geht das

5
Polygonalplatten reinigen
Heimwerker reinigt Polygonalplatten mit einem Schwamm und Wasser.
Auf einen Blick
  • Grauschleier nach dem Verfugen abspülen
  • Zementschleierentferner einsetzen
So geht das

Der Grauschleier, den das Verfugen auf den Natursteinen hinterlässt, entfernen Sie mit klarem Wasser. Darauf folgt die Behandlung mit einem Zementschleierentferner.

Alle Reinigungsmittel müssen zum verlegten Stein passen, sonst kann die Oberfläche angegriffen werden. Säurehaltige Lösungen schaden beispielsweise Kalksteinen und sollten nicht in Kontakt mit den Fugen kommen. Lassen Sie das Mittel nach Gebrauchsanweisung auf den Steinen einwirken und entfernen Sie den Zementschleierentferner gründlich mit sauberem Wasser und einer Bürste.

So geht das

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Schotter, Kies oder Sand
  • Beton
  • Bettungsmörtel
  • Trasszement
  • Polygonalsteine
  • ggf. Begrenzungssteine
  • Zementschleierentferner
  • Abrüttelplatte
  • Wasserwaage
  • Kammspachtel
  • Scheuerbürste
  • Winkelschleifer
  • Gummihammer
  • Richtschnur
  • Arbeitshandschuhe
  • ggf. Maurerkelle

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