Pflastersteine alsTerrassenbelag

Terrasse pflastern – Schritt für Schritt

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt den Bau einer gepflasterten Terrasse mit Betonsteinpflaster auf einer sehr gängigen beispielhaften Unterbauvariante: dem Splittbett.

Wie lässt sich eine Terrasse selbst pflastern?

Sobald die Position, die Abmessungen und die Form der Terrasse feststehen, kann das Gartenbau-Projekt beginnen. Ein erster wichtiger Schritt ist es, die  detaillierte Anleitung vollständig zu lesen. Sie beschreibt das Pflastern einer Terrasse auf einem Splittbett. Diese Art des Unterbaus ist eine der häufigsten Konstruktionen. Sie ist geeignet, wenn die Terrasse für einen ebenen, gewachsenen Boden geplant ist. 

Abhängig von der Beschaffenheit des Grundstücks empfiehlt es sich, die passende Bauweise für die gepflasterte Terrasse zu wählen. Der grundlegende Ablauf ist bei allen Varianten sehr ähnlich. Zunächst ist ein Unterbau notwendig, auf dem dann das Terrassenpflaster verlegt wird.

Wichtig: Im Einzelfall können die einzelnen Schritte von den hier beschriebenen abweichen. Daher ist es ratsam, sich im Zweifelsfall an den speziellen Verlegehinweise für das eigene Projekt zu orientieren. 

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Hinweise zu den Fugen und zum Wasserablauf

Bei Betonpflaster ist nach dem Verlegen das abschließende Verfüllen der Fugen entscheidend. Es kann durchaus sinnvoll sein, diesen Arbeitsschritt nach einiger Zeit zu wiederholen, damit die Steine nicht verrutschen. 

Diese Anleitung stellt den Wasserablauf an der Oberfläche des Belags sicher. Sind die angrenzenden Belagsflächen jedoch nicht versickerungsfähig, ermöglichen Rinnen, Einläufe oder ähnliche Einbauten eine ausreichende Entwässerung. Schließt die Fläche der Betonsteine direkt an ein Gebäude an und beträgt die Abstufung weniger als 15 cm, ist eine zusätzliche Entwässerungsrinne am Gebäude notwendig.

Terrasse mit Betonstein pflastern

9 Schritte

1
Fläche für Betonplatten abstecken
So wird es gemacht

Stecken Sie den Bereich für den späteren Pflasterstein-Belag genau ab. Nutzen Sie dazu eine Richtschnur, die Sie um Holzpflöcke schlingen. Hierfür eignet sich der Knoten "gestochener Mastwurf". Die Schnur gibt die Oberkante des Betonpflasters an und dient der Orientierung.

Es ist wichtig, dass Sie ein Gefälle von etwa zwei Prozent einhalten. Dieses sollte vom Gebäude sowie anderen baulichen Anlagen wegführen. Ein Zwei-Prozent-Gefälle bedeutet, dass die Fläche auf 1 m ungefähr 2 cm abfällt.

2
Fläche für Pflastersteine ausheben
So wird es gemacht

Sollte die zukünftige Pflasterfläche eine Grasnarbe haben, muss diese zunächst entfernt werden.

Danach heben Sie je nach den örtlichen Bodenverhältnissen die Erde aus.  Messen Sie dabei von der Schnur aus nach unten. Die exakte Aushubtiefe hängt von dem gewählten Deckbelag und den Höhen der weiteren Unterbauschichten ab.

Halten Sie hier bereits ein Gefälle von mindestens zwei Prozent zur Entwässerung der Fläche ein.

3
Untergrund für Betonpflasterfläche verdichten
So wird es gemacht

Bevor Sie die ausgehobene Fläche verdichten, sollten Sie den Bereich mit einer Harke glätten und sämtliche Steine, Pflanzenteile und ähnliche Materialien entfernen. Es sollte eine ebene, feinkrümelige Fläche entstehen.

Verdichten Sie den Untergrund, indem Sie mindestens zwei Mal mit einer Rüttelplatte über den Bereich fahren. Auch hier ist ein Gefälle von mindestens zwei Prozent einzuhalten.

4
Tragschicht verteilen und verdichten
So wird es gemacht

Bringen Sie die Tragschicht aus Schotter in mehreren, jeweils rund 5-10 cm starken Schichten in die Grube ein.

Auch die Tragschicht für das Betonpflaster muss verdichtet werden. Verdichten Sie jede Schicht einzeln und fahren Sie mehrfach mit der Rüttelplatte über den Bereich. Nach vollständigem Einfüllen und Verdichten sollte die Schotteroberfläche etwa 11 cm unter der Schnur/Einfassung eingebaut sein. Das Gefälle von mindestens zwei Prozent sollte erhalten bleiben. 

5
Ausgleichsschicht verteilen
So wird es gemacht

Nun füllen Sie eine rund 4 cm starke Ausgleichsschicht (aus Splitt) ein. Messen Sie dabei etwa 7 cm von der Schnur aus nach unten. Ziehen Sie die Fläche gleichmäßig ab. Halten Sie auch hier das Gefälle von mindestens zwei Prozent ein.

6
Pflaster verlegen und Betonsteine gestalten
So wird es gemacht

Setzen Sie beim Pflastern die Betonpflastersteine einzeln in das vorbereitete Bett. Schneiden Sie die Steine gegebenenfalls zu. Halten Sie eine Fugenbreite von maximal 3 mm ein. Bei Abstandshaltern können die Betonsteine eng an eng verlegt werden. Achten Sie beim Pflaster auf die Fugenregeln. Jeder Stein hat eigene Vorgaben.

Hinweis: Sollten Sie beim Pflaster keine Einfassung setzen, braucht das Material eine andere Stütze. Vor dem Verlegen der äußeren Reihen mit  Betonsteinen nehmen Sie daher mit einer Maurerkelle das Bettungsmaterial auf und ersetzen es durch Beton in derselben Höhe. Bilden Sie eine Rückenstütze aus, nachdem Sie das Pflaster verlegt haben.

7
Fugen einfegen und gleichmäßiges Fugenbild herstellen
So wird es gemacht

Fegen Sie das Fugenmaterial in den Pflasterbelag ein, bis die Fugen komplett gefüllt sind und Sie ein gleichmäßiges Fugenbild erreicht haben.

8
Pflasterbelag und Fugen abrütteln
So wird es gemacht

Abschließend sollten Sie Ihre künftige Pflasterfläche mit einer kompakten Rüttelplatte vorsichtig abrütteln. Beginnen Sie mit dem Rand des Pflasterbelags und arbeiten Sie sich dann spiralförmig zur Mitte der Fläche  vor.

9
Einschlämmen des neuen Betonpflasters
So wird es gemacht

Schlämmen Sie das Fugenmaterial mit Wasser ein. Füllen Sie gegebenenfalls neues Fugenmaterial auf, bis die Fugen komplett gefüllt sind. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nicht zu viel Wasser verwenden und dennoch die gesamte Fugenhöhe befeuchtet ist. Arbeiten Sie am besten zu zweit, damit Sie parallel einkehren und einschlämmen können. Berücksichtigen Sie die herstellerspezifischen Angaben zu den Fugenmaterialien.

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Pflasterbelag
  • Kies für Unterbau
  • Absteckpflöcke
  • Schnüre
  • Richtscheit
  • Schaufel
  • Spaten
  • Zollstock
  • Handschuhe
  • Zwei dünne Metallrohre
  • Besen
  • Bauwinkel
  • Wasserschlauch
  • Bodenhacke
  • Sackkarre
  • Fäustel
  • Gummihammer
  • Rüttelplatte
  • Schubkarre
  • Anhänger
  • gegebenenfalls Steintrennmaschine
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