
Terrassenfliesen verlegen – Schritt für Schritt
Wie du eine Terrasse fliest, zeigt unsere Anleitung Schritt für Schritt. Die Terrassenfliesen verlegst du dabei auf einem Untergrund aus Beton. Erfahre, welche Materialien und Werkzeuge du benötigst.
Wie lässt sich eine Terrasse fliesen?
Möchtest du deine Terrasse fliesen, dann bestimme zunächst die Maße der Fläche im Außenbereich, die du fliesen möchtest, und errechne daraus die benötigte Menge an Terrassenplatten. Eine große Auswahl an Fliesen, die sich für Terrasse und Balkon eignen, findest du in deinem OBI Markt. Säubere dann den Untergrund sorgfältig. Nach der Reinigung legst du mithilfe von Flexkleber auf dem Betonuntergrund die Abdichtungs- und Entkopplungsbahnen aus, bevor du den Fliesenkleber aufträgst, die Platten verlegst und verfugst.
Vor dem Verlegen kannst du dich für ein passendes Verlegemuster entscheiden. Klassische Kreuzfugen wirken ruhig und gleichmäßig, versetzte Verlegungen sorgen für einen dynamischeren Look. Muster wie Fischgrät oder diagonale Anordnungen setzen optische Akzente, benötigen aber etwas mehr Planung.
Tipp: Eine Entkopplungsmatte zwischen Abdichtung und Fliesenkleber reduziert Spannungen durch Hitze, Frost und Baubewegung und schützt so vor Rissen oder Ablösungen. Besonders bei Terrassen auf Südseiten oder Dachterrassen sind diese also nützlich.
Hinweis: In einzelnen Fällen kann der genaue Ablauf von dieser Anleitung abweichen. Berücksichtige daher für die richtige Verarbeitung stets auch die Angaben in den Produktblättern.
Welcher Untergrund eignet sich für Terrassenplatten?
Wenn du deine Terrasse selbst fliesen möchtest, benötigst du zunächst einen tragfähigen Untergrund. Für eine stabile Terrasse muss der Boden aber auch flexibel sein, um Temperaturschwankungen zu kompensieren. Denn sowohl Sommerhitze als auch Frost im Winter können zu Rissen in der Fläche im Außenbereich führen.
Terrassenplatten oder Pflastersteine verlegt man häufig im Splittbett. Für das Splittbett hebst du zunächst den Untergrund aus und bringst mehrere Schichten aus unterschiedlichem Schüttgut ein, die du anschließend verdichtest. Wichtig ist hier ein Gefälle von 2 %, welches du mit einer Wasserwaage ermittelst. Auf den Belag verlegt man die Terrassenplatten und schließt die Fugen mit Pflasterfugenmörtel. Wie du den Untergrund vorbereitest, zeigen wir dir im Ratgeber zum Thema "Terrasse pflastern". Hier zeigen wir dir auch, wie du eine Einrahmung aus Palisaden baust und sie mit einem Gummihammer fixierst.
Eine andere Möglichkeit ist ein Stelzlager. Diese ordnest du auf einem geraden und sauberen Untergrund an und platzierst die Terrassenfliegen darauf. Der Vorteil an Stelzlagern: Sie sind höhenverstellbar und können somit Unebenheiten im Untergrund ausgleichen. So kannst du deine Fliesen schnell und einfach verlegen. Zudem sind Stelzlager frostsicher und witterungsbeständig. Sie eignen sich nicht nur für die Terrasse, sondern auch für Balkone.
Doch auch Beton bietet sich als Untergrund für Terrassenplatten an. Wir empfehlen, eine alte Betonschicht vor dem Verlegen der Platten auf mögliche Risse zu überprüfen und von Unreinheiten zu befreien. Außerdem ist ein leichtes Gefälle nötig, damit Wasser ablaufen kann. Andernfalls drohen Haarrisse, die die Betonplatte instabil machen können. Mit Estrich erzeugst du gegebenenfalls ein ausreichendes Gefälle von 2 % bis 3 % am Boden. Zudem ist es wichtig, dass der Untergrund frei von Schmutz, Staub und anderen Partikeln ist. In dieser Anleitung erfährst du, wie du Terrassenplatten auf einem Untergrund aus Beton verlegst.
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Welche Terrassenfliesen?

Für die Terrasse eignen sich verschiedene Arten von Terrassenbelag. Achte darauf, dass du zu solchen Fliesen greifst, die für den Außenbereich geeignet sind. Hier kommen zum Beispiel Außenfliesen aus Feinkeramik infrage. Sie weisen eine hohe Abriebbeständigkeit auf und sind robust sowie frostbeständig. Ebenfalls beliebt sind Spaltplatten wie Terrakotta- und Klinkerfliesen. Durch ihre raue Oberfläche haben sie den Vorteil, dass sie trittsicher sind. Zudem weisen sie ein geringes Gewicht auf und haben eine höhere Bruchfestigkeit als Feinkeramikfliesen.
Achte zudem auf die Rutschhemmung der Fliesen – für den Außenbereich sollten sie mindestens die Rutschklasse R10 oder besser R11 erfüllen. Diese Klassifizierung sorgt für einen sicheren Tritt, auch bei Nässe, und ist besonders wichtig bei Regen oder in moosanfälligen Bereichen.
In unserem Ratgeber zeigen wir dir, worauf du bei Terrassenfliesen achten solltest.
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Tipps zum Wasserablauf
Ein leichtes Gefälle von 2 % bis 3 % ist im Außenbereich nötig, um Wasser von der Terrasse abzuleiten. Das bedeutet, dass die Fläche auf 1 m etwa 2 cm bis 3 cm abfällt. Sofern die angrenzenden Flächen ebenfalls kein Wasser aufnehmen, benötigst du zusätzliche Terrassenabläufe. Schließt die geflieste Fläche unmittelbar an ein Gebäude an, ist eine zusätzliche Entwässerungsrinne an der Fassade notwendig. Wie du ein Gefälle ermitteln kannst, zeigen wir dir in diesem Ratgeber.
Besonders bei Terrassen mit Betonuntergrund oder niedrigen Türanschlüssen sind Drainagematten unter den Fliesen empfehlenswert. Sie leiten Sickerwasser zuverlässig ab und verhindern, dass sich Feuchtigkeit unter dem Belag staut. Ergänzend dazu sorgen die Entwässerungsrinnen an der Hauskante dafür, dass Oberflächenwasser kontrolliert abfließen kann.
So verlegst du Terrassenfliesen
3 Schritte
1Abdichtungs- und Entkopplungsbahn auslegen

Auf einen Blick
Flexkleber auf Beton aufbringen
Bahnen bündig verlegen
2Terrassenplatten verlegen

Auf einen Blick
Fugenverlauf und -breite überprüfen
Fliesenkleber anrühren
Fliesen verlegen
Fliesenkleber trocknen lassen
3Fliesen verfugen

Auf einen Blick
Terrassenplatten reinigen
Fugen mit Fugenmasse auffüllen
Fliesenfläche säubern
Pflege und Wartung
Damit du lange Freude an deinen Terrassenfliesen hast, solltest du sie regelmäßig reinigen. Das solltest du nicht nur aus optischen Gründen tun, sondern auch zur Sicherheit, da Algen und Moose, die sich mit der Zeit bilden können, die Terrasse rutschig machen. Mit einem Fugenkratzer oder einer Fugenbürste kannst du zuerst die Zwischenräume reinigen. Mit einem Besen entfernst du groben Schmutz wie Laub oder Moos, welches du mit dem Fugenkratzer vorher aus den Zwischenräumen geholt hast.
Wie du bei der weiteren Reinigung vorgehst, hängt vom Material der Steine ab. Natursteine sind durch ihre Oberfläche anfällig für Moos und Algen. Deshalb solltest du harte Natursteine mit einem Hochdruckreiniger behandeln. Für weiche Natursteine wie Marmor solltest du den Hochdruckreiniger jedoch nur vorsichtig verwenden, mit einem breiten Strahl und mindestens 30 cm Abstand. Bei Betonplatten arbeitest du mit einem Schrubber und warmen Wasser. Ein Hochdruckreiniger ist eher unpassend für diese Arbeiten, da durch den Wasserstrahl die Fugen ausgespült werden könnten. Chemische Mittel sollten nur dann angewandt werden, wenn sie für die Reinigung der Steine zugelassen sind. Prüfe zudem regelmäßig, ob sich Risse in den Fliesen gebildet haben.
Tabelle mit Pflegehinweisen für unterschiedliches Fliesenmaterial
| Fliesenmaterial | Feinsteinzeug |
|---|---|
| Geeignetes Reinigungsmittel | pH-neutrale Reiniger, Seifenwasser |
| Problemstellen | Kalkflecken, Moos in Fugen |
| Pflegehinweise | Fegen und mit Wasser reinigen, Fugen kontrollieren |
| Fliesenmaterial | Naturstein (weich) |
| Geeignetes Reinigungsmittel | Milde Steinseife |
| Problemstellen | Säureempfindlich, anfällig für Kratzer und Algen |
| Pflegehinweise | Nur weich Bürsten |
| Fliesenmaterial | Naturstein (hart) |
| Geeignetes Reinigungsmittel | Steinreiniger, ggf. Hochdruckreiniger |
| Problemstellen | Moos, Algen, Verfärbungen |
| Pflegehinweise | Algen entfernen, Imprägnierung |
| Fliesenmaterial | Beton |
| Geeignetes Reinigungsmittel | Warmwasser, milder Reiniger |
| Problemstellen | Moos, Ausblühungen, Fugenverlust |
| Pflegehinweise | Hochdruck auf Fuge vermeiden, Unkraut aus Fugen kratzen |
| Fliesenmaterial | Geeignetes Reinigungsmittel | Problemstellen | Pflegehinweise |
|---|---|---|---|
Feinsteinzeug | pH-neutrale Reiniger, Seifenwasser | Kalkflecken, Moos in Fugen | Fegen und mit Wasser reinigen, Fugen kontrollieren |
Naturstein (weich) | Milde Steinseife | Säureempfindlich, anfällig für Kratzer und Algen | Nur weich Bürsten |
Naturstein (hart) | Steinreiniger, ggf. Hochdruckreiniger | Moos, Algen, Verfärbungen | Algen entfernen, Imprägnierung |
Beton | Warmwasser, milder Reiniger | Moos, Ausblühungen, Fugenverlust | Hochdruck auf Fuge vermeiden, Unkraut aus Fugen kratzen |








