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Steinplatten für die Terrasse im Vergleich

Zuletzt aktualisiert: 14.08.20194 Minuten
Foto einer Terrasse aus Natursteinplatten vor einer Hecke mit Sitzmöbeln aus Holz

Beläge aus Naturstein, Feinsteinzeug oder Beton sind frostsicher, langlebig und pflegeleicht. Dieser Materialvergleich erläutert die Unterschiede – sie liegen im Detail.

Was unterscheidet Naturstein, Feinsteinzeug und Beton?

Terrassenplatten aus diesen Materialien sind besonders witterungsbeständig und pflegeleicht. Die Vor- und Nachteile liegen vor allem in der optischen Wirkung, im Aufwand, sie zu verlegen sowie bei den Kosten. Die Entscheidung, welcher Belag für das persönliche Projekt am besten geeignet ist, sollte sich an den Gestaltungswünschen, den eigenen handwerklichen Fähigkeiten sowie dem Budget orientieren.

Betonsteinplatten sind industriell gefertigt und daher kostengünstiger als Natursteine. Aufgrund ihrer gleichmäßigen Form sind sie zudem einfacher zu verlegen. Sie erscheinen im Gegensatz zu Elementen aus Graphit, Quarzit oder Sandstein nüchterner und fügen sich nicht ganz so harmonisch in die Umgebung ein. 

Der Begriff Feinsteinzeug bezeichnet Fliesen für den Außenbereich. Sie sind günstiger als die Variante aus Beton und der Aufwand beim Verlegen ist ähnlich. Die große Vielfalt verschiedener Formate und Oberflächen bietet zahlreiche Möglichkeiten, Akzente zu setzen. Sie wirken schmuckloser als Natursteinbeläge.

Natursteinplatten schaffen mit ihrer einzigartigen Oberfläche und Struktur einen besonders sanften Übergang zu den umgebenden Pflanzen. Sie sind schwieriger zu verarbeiten und teurer als die anderen Materialien. Eine Sonderform sind Polygonalplatten. Sie bestehen aus gebrochenen Natursteinen und eignen sich mit ihren Ecken und Kanten sehr gut für mediterrane oder naturnahe Sitzplätze. Sie sind außerdem eine kostengünstige Alternative zu Natursteinplatten.

Terrassenplatten aus Stein – die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Betonsteinplatten

Einzelansicht einer grauen Terrassenplatte aus Beton

Betonsteinplatten sind die Multitalente unter den Terrassenbelägen: Neben einer guten Druck- und Tragfähigkeit kann ihnen weder Frost noch Sonne, Regen oder Wind etwas anhaben. Wasser fließt problemlos über die Fugen sowie über spezielle Entwässerungsrinnen und die angrenzende Bepflanzung ab.

Mit ihren unterschiedlichen Farben, Formen und Strukturen können Sie Betonsteinplatten gut auf die Größe der Fläche, den Grundton der Fassade sowie den Stil der Möbel abstimmen. Die regelmäßigen Formen mit glatten Kanten ermöglichen erfahrenen Heimwerkern, Betonsteinplatten ohne größere Schwierigkeiten selbst zu verlegen.

Es empfiehlt sich, die Terrasse später mit Randsteinen einzufassen. Sie halten die Fläche langfristig in Form und verhindern, dass Elemente verrutschen. Im Vergleich zu anderen Belägen aus Stein ist das industriell gefertigte Material eine kostengünstige Variante.

Die Platten sind äußerst pflegeleicht. Einige Hersteller versehen die Oberfläche mit einer Schutzschicht, die den Aufwand bei der Reinigung zusätzlich verringert. Bei unbehandelten Platten ist es ratsam, diese Imprägnierung nachträglich selbst aufzutragen. Sobald Sie den Belag mit Wasser und etwas biologisch abbaubarem Spülmittel gesäubert haben, lässt sich die Terrasse wieder betreten.

Feinsteinzeugplatten

Detailbild einer Terrassenplatte aus Feinsteinzeug

Ähnlich wie die Fliesen für Innenräume ist auch Feinsteinzeug sehr strapazierfähig. Seine Oberfläche ist kratz- und rutschfest und beständig gegenüber Witterungseinflüssen. Selbst strenger Frost kann Feinsteinzeug kaum Schaden zufügen. Die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber UV-Strahlen garantiert, dass die Farbe lange erhalten bleibt.  

Die verschiedenen Größen und Grundtöne erleichtern es, den neuen Sitzplatz passend zum Stil des Hauses sowie der individuellen Vorstellungen anzulegen. Mit seinen unterschiedlichen Oberflächen können Sie Feinsteinzeug dem persönlichen Geschmack entsprechend auswählen. Das geringe Eigengewicht des Materials und seine regelmäßigen Kanten sorgen dafür, dass es sich einfach verlegen lässt. Lediglich das Zuschneiden der feinen Platten erfordert Erfahrung und handwerkliches Geschick.

Wasser kann von der glatten Fläche leicht abfließen und Schmutz hat kaum eine Chance, sich festzusetzen. Sollten sich dennoch Flecken zeigen, sind sie mit Wasser und etwas biologisch abbaubarem Spülmittel leicht zu entfernen.

Natursteinplatten

Detailsansicht einer Terrassenplatte aus hellem Sandstein

Wie Beton und Feinsteinzeug ist auch Naturstein hart im Nehmen. Von der Sonne lassen sie sich nicht bleichen, Regen kann abperlen und dem Frost zeigen sie die kalte Schulter. Bei jedem Schritt bieten sie sicheren Halt, selbst eine starke Nutzung hinterlässt kaum Spuren.

Die verschiedenen Farben und Oberflächen ergeben sich aus der unterschiedlichen Zusammensetzung einzelner Mineralien innerhalb des Gesteins. In Form und Farbe ist jede Platte ein Einzelstück. Die unregelmäßigen Kanten und unterschiedlichen Höhen der einzelnen Platten erhöhen den Schwierigkeitsgrad bei der späteren Verarbeitung. Die vielen Einzelstücke zu einer ebenen Fläche zusammenzufügen, erfordert Erfahrung und Geschick. Im Vergleich zu Betonstein und Feinsteinzeug sind Natursteine deutlich teurer. Die Elemente sind äußerst langlebig und in Kombination mit Grün- und Blühpflanzen ergibt sich ein gewachsenes Gesamtbild.

Das Material lässt sich mit geringem Aufwand reinigen. Um Beläge oder kleinere Flecken zu entfernen, genügen ein Besen und etwas Wasser. Stärkere Verschmutzungen durch Moos oder Algen beseitigt der Hochdruckreiniger mithilfe eines speziellen Bürstenaufsatzes.

Polygonalplatten

Detailansicht eines Terrassenbelags aus Polygonalplatten

Polygonalplatten sind unterschiedlich gebrochene Natursteine. Sie sind ebenso robust und witterungsbeständig wie die in Form gebrachten Verwandten. Besonderes Merkmal der Polygonalplatten ist die unregelmäßige Form. In Verbindung mit der unterschiedlichen Farbgebung ist jede Platte einzigartig. Polygonalplatten machen die gesamte Terrasse zum Blickfang im Garten.

Die uneinheitlichen Formen und Größen beeinflussen die Verarbeitung. Beim Verlegen sind erfahrene Heimwerker gefordert. Gerade im Randbereich müssen sie die Platten mit einer Diamant-Trennscheibe oder einem Winkelschleifer zurechtschneiden können. Je nach Material lassen sie sich mit einem Hammer bearbeiten. Im Vergleich zu Natursteinen sind die Polygonalplatten deutlich günstiger.

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