
Terrassenplatten versiegeln
Wenn du deine Terrasse vor Verunreinigungen schützen und dir die Pflege deines Terrassenbelages erleichtern möchtest, kannst du deine Terrassenplatten versiegeln. Ob Betonstein, Naturstein oder Pflasterstein: Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du Steinplatten richtig versiegelst und was du dabei beachten solltest.
Warum Terrassenplatten versiegeln?
Ohne eine Terrassenüberdachung sind deine Terrassenplatten ganzjährig Witterungseinflüssen wie Regen, Sonne oder Frost ausgesetzt. Über die Jahre sorgen diese für eine natürliche Verwitterung deines Beton-, Natur- oder Pflastersteins. Anzeichen dafür sind zum Beispiel ein typischer Grauschleier (Patina) oder eine vermehrte Bildung von Grünbelag, wie Algen und Moos. Auch eine hohe Nutzungsintensität und das Eindringen von Flüssigkeiten und Schmutz in die Poren der Steinplatten hinterlassen mit der Zeit Gebrauchsspuren auf der Terrasse.
Durch eine Versiegelung gibst du deinen Terrassenplatten eine Schutzschicht, die sie vor Verwitterung, Schmutz und unschönen Flecken schützen kann. Damit verringerst du den Pflegeaufwand merklich und erleichterst dir die Reinigung der Platten. Ein weiterer Vorteil ist, dass Steinplatten durch eine Versiegelung frostfester werden. Forstschäden an Terrassenplatten entstehen meist dadurch, dass Wasser, welches sich in den Poren der Steine gesammelt hat, gefriert und den Stein so sprengt. Eine Versiegelung verhindert das Eindringen von Wasser in die Platten und schützt sie so. Optisch sorgt die Versiegelung zusätzlich für einen erhöhten Glanz und eine Farbintensivierung der Terrassenplatten.
Wie häufig du deinen Terrassenbelag versiegelst, hängt mit den Witterungseinflüssen und der Nutzung der Terrasse zusammen. In welchen zeitlichen Abständen du die Versiegelung erneuern solltest, entnimmst du den Herstellerangaben der Versiegelung.
Terrassenplatten versiegeln oder imprägnieren?

Eine Alternative zum Versiegeln von Terrassenplatten ist das Imprägnieren. Die Imprägnierung schützt deinen Terrassenbelag, ähnlich wie eine Versiegelung, vor Schmutz und Flüssigkeiten und erleichtert ebenfalls die regelmäßige Pflege und Reinigung der Platten. Doch worin unterscheiden sich die beiden Schutzbehandlungen dann?
Der entscheidende Unterschied zwischen einer Versiegelung und einer Imprägnierung liegt in der Diffusionsfähigkeit (Wasserdampfdurchlässigkeit) der behandelten Terrassenplatten.
Bei einer Versiegelung werden die Kapillare (kleine Hohlräume/Röhrchen im Stein) an der Oberfläche vollständig verschlossen. Dadurch kann Wasserdampf nicht mehr entweichen. Eine Versiegelung ist somit schichtbildend und nur für Flächen geeignet, bei denen nicht mit aufsteigender Feuchtigkeit gerechnet werden muss.
Eine Imprägnierung dagegen zieht in den Stein ein und überzieht die Kapillarhälse an der Oberfläche mit einem transparenten Film. Dadurch werden die Kapillare nicht vollständig verschlossen, sondern lediglich verengt. Der Stein verliert somit seine Saugfähigkeit, lässt aber nach dem Imprägnieren weiterhin Wasserdampf entweichen.
Ob deine Terrassenplatten besser versiegelt oder imprägniert werden, hängt vom Material ab. Eine Imprägnierung ist zum Beispiel besonders bei Beton- und Natursteinen mit großen Poren empfehlenswert.
Tipp: Egal, ob du eine Versiegelung oder Imprägnierung wählst – berücksichtige stets die individuellen Verarbeitungshinweise auf den Verpackungen. Teste dein Schutzmittel außerdem an einer unauffälligen Stelle der Terrasse oder auf einer Ersatzplatte. So beugst du ungewollten Verfärbungen und Flecken auf der gesamten Terrassenfläche vor.
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Versiegelung und Imprägnierung im Vergleich
Sowohl Versiegelungen als auch Imprägnierungen sind für alle saugfähigen/offenporigen Terrassenbeläge geeignet, wie zum Beispiel Natursteine oder Betonsteinpflaster. Nicht geeignet sind beide Schutzarten für polierte, glasierte und sonstige herstellerseitig vorbehandelte Terrassenplatten sowie nicht saugende Steine.
| Oberfläche | |
|---|---|
| Versiegelung | Schichtbildend |
| Imprägnierung | Dringt in den Stein ein |
| Diffusionsfähigkeit | |
| Versiegelung | Undurchlässig für Wasserdampf |
| Imprägnierung | Durchlässig für Wasserdampf |
| Wirksamkeit | |
| Versiegelung | Kürzerer Schutz |
| Imprägnierung | Längerer Schutz |
| Optik | |
| Versiegelung | Glanz und Farbintensivierung |
| Imprägnierung | i. d. R. keine Veränderungen |
| Preis €/l | |
| Versiegelung | Ab 16 €/l |
| Imprägnierung | 6 € bis 40 €/l |
| Versiegelung | Imprägnierung | |
|---|---|---|
| Oberfläche | Schichtbildend | Dringt in den Stein ein |
| Diffusionsfähigkeit | Undurchlässig für Wasserdampf | Durchlässig für Wasserdampf |
| Wirksamkeit | Kürzerer Schutz | Längerer Schutz |
| Optik | Glanz und Farbintensivierung | i. d. R. keine Veränderungen |
| Preis €/l | Ab 16 €/l | 6 € bis 40 €/l |
Terrassenplatten versiegeln – Schritt für Schritt
4 Schritte
1Vorbereitungen treffen

Auf einen Blick
Materialien und Geräte bereitlegen
Terrassenmöbel beiseite stellen
feste Terrassenkomponenten abdecken/abkleben (z. B. Geländer)
2Terrassenplatten reinigen

Auf einen Blick
Fugen reinigen
groben Schmutz entfernen
Terrassenplatten mit Schrubber gründlich reinigen
Platten trocknen lassen
3Terrassenplatten versiegeln

Auf einen Blick
Versiegelung gleichmäßig auftragen
überschüssige Versiegelung entfernen
bereits versiegelte Fläche nicht mehr betreten
4Terrasse trocknen lassen und vor Nässe schützen

Auf einen Blick
Terrassenplatten mind. 24 Stunden trocknen lassen
Platten vor Nässe schützen
Terrasse nicht betreten und keine Gegenstände darauf stellen
Das benötigst du für dein Projekt
Wann sollte man auf die Versiegelung von Terrassenplatten verzichten?

Deine Terrassenplatten müssen nicht zwingend versiegelt oder imprägniert werden. Bevorzugst du einen natürlichen Look deiner Terrassenplatten oder Pflastersteine, kannst du auf das Versiegeln oder Imprägnieren auch verzichten.
Viele Terrassenplatten, zum Beispiel aus Betonstein, sind zudem bereits herstellerseitig mit einem Oberflächenschutz versehen. Dieser macht das erneute Versiegeln oder Imprägnieren überflüssig. Und auch einige spezielle Materialien wie zum Beispiel glasierte Terrassenplatten müssen ebenfalls nicht zusätzlich versiegelt werden.
Zudem schränkt eine Versiegelung die Wasserdampfdurchlässigkeit der Terrassenplatten ein. Dies kann zu Ausblühungen und Verfärbungen auf dem Belag führen. Wenn du dieses Risiko zugunsten einer besseren Reinigung nicht eingehen möchtest, kannst du ebenfalls auf eine Versieglung verzichten. Wobei die Vorteile einer Versiegelung meist dennoch überwiegen.







