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Vorbereitung der Terrassen-Baustelle – 8 Tipps

Zuletzt aktualisiert: 25.10.20196 MinutenVon: OBI Redaktion
Heimwerker setzt Randsteine für seine Terrasse

Eine Terrasse anzulegen, erfordert eine umsichtige Planung und genaue Vorbereitung. Die folgenden Tipps bieten Ihnen einige Anhaltspunkte dafür, was Sie im Vorfeld bedenken sollten.

Wie lässt sich die Baustelle gut planen?

Sobald die Idee von Ihrer neuen Terrasse Gestalt angenommen hat und Sie die Materialien ausgesucht haben, kann die konkrete Organisation des Projektes beginnen. Es empfiehlt sich, rechtzeitig damit zu beginnen, die Abläufe im Detail durchzugehen und möglichst optimale Voraussetzungen für den Bau zu schaffen. Dazu gehören auch die passenden Witterungsbedingungen. Der Boden sollte trocken und frostfrei sein, das Wetter möglichst während der gesamten Bauphase stabil bleiben.

Doch noch vor dem ersten Spatenstich ist es sinnvoll, wenn Sie die Anlieferung und anschließende Lagerung der Materialien planen sowie einen geschützten Platz auswählen, an dem sich Werkzeuge und Baustoffe griffbereit unterbringen lassen. Die spätere Weiterverwendung oder Entsorgung von Erdaushub, Terrassenbelag, Randsteinen und Teilen der Unterkonstruktion sollte ebenfalls frühzeitig in die Planung einfließen.

Ein Neubau mit Unterkonstruktion und Belag ist alleine kaum zu stemmen. Daher ist es wichtig, sich die Unterstützung erfahrener Helfer zu sichern, die an den richtigen Stellen die Rüttelplatte bedienen oder Terrassenplatten tragen. Damit sich niemand verletzt, sollten Sie die Arbeitssicherheit ebenfalls bedenken. Sämtliche Maschinen und Hilfsmittel zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben sowie die wichtigsten Vorschriften zu berücksichtigen, verhindert, dass das Projekt ins Stocken gerät.

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Bevor der Idee vom neuen Sitzplatz unter freiem Himmel Taten folgen, ist ein Blick auf den Wetterbericht ratsam. Grundsätzlich sollte die Bauphase in der frostfreien Zeitspanne vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst fallen. Sonst könnte sich der Boden nachträglich noch setzen und Schäden an der Konstruktion verursachen. 

Damit das natürliche Gefüge für das Fundament möglichst unverändert erhalten bleibt, sollten die Erdarbeiten bei trockener Witterung erfolgen. Sofern sich während der Arbeiten anhaltender Regen einstellt, ist es sinnvoll, die Arbeit vorerst zu unterbrechen und abzuwarten, bis der Boden wieder abgetrocknet ist.

Bei der Planung des Vorhabens empfiehlt es sich außerdem, die Lager- und Verarbeitungsbedingungen der einzelnen Baustoffe zu berücksichtigen. Betonarbeiten erfordern beispielsweise eine Außentemperatur von mindestens 5° Celsius.

Zwei Heimwerker heben Erde auf einer Baustelle für eine Terrasse

Platz für die Materiallieferung schaffen

Terrassendielen oder Betonplatten sowie Baustoffe für die Unterkonstruktion sind sperrig und brauchen bei ihrer Anlieferung Platz. Der Weg zur Baustelle sollte daher frei sein, wenn das Material vor Ort ankommt. Speziell markierte Stellflächen erleichtern den Lieferanten die Orientierung – vor allem, wenn niemand sonst vor Ort ist. Dort wo Schüttgüter lagern sollen, kann eine Vliesunterlage verhindern, dass Rasen oder Pflastersteine verschmutzt werden. Wenn ein Sandkipper oder Kran zum Einsatz kommt, sind entsprechende Anfahrts- und Rangierzonen freizuhalten.

Wichtig: Wenn Sie Baumaterialien im öffentlichen Verkehrsraum lagern müssen, ist eine kostenpflichtige Genehmigung der Stadtverwaltung erforderlich.

Container mit Baumaterialien werden angeliefert

Lagerung von Baustoffen planen

Die jeweiligen Lagerflächen der Materialien sollten Sie umsichtig ausgewählen, damit der Zugang zur Baustelle nicht versperrt wird und sich die verschiedenen Baustoffe ohne Schwierigkeiten verarbeiten lassen. Empfindliche Materialien brauchen einen Witterungsschutz. Abdeckplanen, provisorische Unterbauten oder die Lagerung an der Hauswand bieten in der Regel ausreichend Schutz vor Wind und Wetter. Baumaschinen, Elektrogeräte und Werkzeuge sollten dagegen in verschlossenen Räumen auf ihren Einsatz warten, um Diebstahl zu verhindern.

Materialien werden in großen Säcken angeliefert und müssen gut gelagert werden

Arbeitsfläche einrichten

In unmittelbarer Nähe zur neuen Terrasse sollte zunächst eine wettergeschützte Arbeitsfläche entstehen. Darauf sollten Werkzeuge und Materialien so angeordnet sein, dass sie für den jeweiligen Bauabschnitt griffbereit sind. Das erleichtert die Abläufe und beschleunigt die Fertigstellung des gesamten Projektes.

Die Anschlüsse für Strom und Wasser sollten möglichst gut erreichbar sein. Dann können Sie Elektrogeräte wie die Stichsäge problemlos bedienen, Beton anmischen und die Geräte anschließend auch wieder reinigen.

Heimwerker richten die Arbeitsfläche für den Terrassenbau her

Entsorgung von Anfang an einplanen

Wo gebaut wird, bleiben Reste: Vom Erdhügel nach dem Aushub bis zum Verschnitt von Terrassendielen oder Betonplatten. Die fachgerechte Entsorgung dieser Überschüsse ist daher ebenfalls Teil einer vorausschauenden Planung. Nicht verwendete Platten oder Dielen sowie Verschnitt können Sie am besten auf Paletten zwischenlagern. Mutterboden und andere Schüttgüter sind in Lagersäcken, so genannten Big-Bags, gut aufgehoben. Aufgrund ihres Gewichtes ist es ratsam, sie auf einer ebenen Fläche mit festem Untergrund abzustellen.

Der Erdaushub und weitere überschüssige Materialien könnten möglicherweise noch bei der weiteren Gartengestaltung zum Einsatz kommen.

Erdaushub mit einem Bagger

Unterstützung organisieren

Eine neue Terrasse anzulegen, erfordert Kraft und Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Maschinen und Materialien. Bei einzelnen Arbeitsschritten kann daher Unterstützung hilfreich sein. Während der Vorbereitungsphase ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und frühzeitig abzuwägen, welche Bauabschnitte in Eigenregie entstehen und wo ein oder mehrere Helfer nötig sind. Eine rechtzeitige Planung erleichtert es Familienmitgliedern, Freunden oder Fachleuten, sich für ihren jeweiligen Einsatz Zeit zu nehmen. Die unterschiedlichen Aufgaben sollten auf die Fähigkeiten und Vorkenntnisse der Beteiligten zugeschnitten sein.

Zwei Männer heben gemeinsam Erde aus

Arbeitssicherheit beachten

Bei allen Tätigkeiten auf der Baustelle sollte ein gesundheitsschonendes Vorgehen selbstverständlich sein. Dazu gehört unter anderem, die Sicherheitshinweise zu beachten und stets Schutzausrüstung zu tragen. Hilfsmittel wie Sack- und Schubkarren oder Knieschoner entlasten den Körper zusätzlich.

Schwere Lasten sollten Sie stets mit einer ausreichenden Zahl von Helfern bewegen oder in kleinere Einheiten aufgeteilen. Damit die Wirbelsäule keinen Schaden nimmt, empfiehlt es sich, zunächst in die Knie gehen und sich dann mit geradem Rücken durch Unterstützung der Beinmuskulatur wieder aufrichten, um schwere Maschinen oder Baustoffe anzuheben.

Wichtig: Bei hohen Temperaturen auf regelmäßige Ess-, Trink- und Ruhepausen achten.

Maschinen und Geräte zur Unterstützung einsetzen

Rechtliche Vorgaben einhalten

Neben den Hinweisen zu Materialien und Bauweisen sind zudem nachbarrechtliche Vorschriften für ein solches Projekt relevant. Diese Regeln finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch und zum Teil in den nachbarrechtlichen Landesgesetzen. Die Richtlinien des jeweiligen Bundeslandes rechtzeitig zu lesen und bei Fragen die städtische Behörde zu kontaktieren, trägt entscheidend dazu bei, Konflikte zu vermeiden.

Wichtig: Sie sollten die Nachbarn rechtzeitig vor Baubeginn informieren, damit sie sich auf mögliche Beeinträchtigungen wie Lärm oder Verunreinigungen einstellen können.

Heimwerker schaut Richtlinien und Vorschriften nach

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