Verschiedene Terrassendielen aus Holz und WPC

Terrassendielen aus WPC oder Holz – ein Vergleich

Holz und der Verbundstoff WPC fügen sich mit ihrem natürlichen Erscheinungsbild harmonisch in den Garten ein. Beide Materialien schaffen eine warme und wohnliche Atmosphäre. Die Vor- und Nachteile liegen im Detail.

Worin unterscheiden sich WPC und Holz?

Terrassendielen aus Nadel- oder Hartholz sind ein sehr natürlicher Belag. Maserung und Astlöcher machen ihn lebendig und im Zusammenspiel mit Pflanzen entsteht ein stimmiges Gesamtkonzept. Im Vergleich zu WPC ist Holz allerdings pflegeintensiver und weniger witterungsbeständig, dafür aber auch kostengünstiger und temperaturneutral.

WPC ist die Abkürzung der englischen Bezeichnung Wood Polymer Composites, die für ein Materialgemisch aus Holzfasern, Kunststoffanteilen und verschiedenen Zusätzen wie UV-Licht-Blockern, Bindern und Farbpigmenten steht. Diese Verbindung schafft einen ebenso robusten wie pflegeleichten Werkstoff, der dem natürlichen Vorbild ähnelt. Terrassendielen aus WPC splittern und vergrauen nicht, sind aber auch etwas teurer und heizen sich bei Sonneneinstrahlung stärker auf.  

Terrassendielen aus WPC und Holz – die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Projektanspruch
WPC
Holz
Pflegeaufwand
WPC
Holz
Haltbarkeit
WPC
Holz
Kosten
WPC
Ab ca. 30€/m²
Holz
Ab ca.18€/m²

Holz – Terrassendielen

Holz prägt mit seinem warmen Charakter den Stil der Terrasse entscheidend mit. Ähnlich wie Parkett schafft es eine natürliche Atmosphäre, die ebenso rustikal wie elegant wirken kann. Die Oberfläche ist dem Profil entsprechend entweder geriffelt oder glatt. Weichere Nadelhölzer wie Lärche oder Douglasie neigen grundsätzlich eher zu einer Splitterbildung als Harthölzer wie Bambus, Bangkirai oder Robinie. Doch auch die Verarbeitung, Verlegung und Pflege der Hölzer hat einen Einfluss darauf, ob sich die Terrasse später besser oder nur eingeschränkt barfuß betreten lässt. Denn Holz heizt sich auch bei intensiver Sonneneinstrahlung nicht so auf wie WPC, sondern strahlt stets eine angenehme Wärme ab.

Im Vergleich zum Verbundwerkstoff braucht der natürliche Belag mehr Pflege und ist weniger witterungsbeständig. Allerdings variiert die Widerstandsfähigkeit abhängig vom Grundmaterial und seiner Verarbeitung. Hochwertige Harthölzer sind bei entsprechender Behandlung langlebiger als WPC-Dielen.

Entsprechend ihrer Qualität brauchen die Dielen häufiger oder seltener eine Reinigung und einen Anstrich mit pflegendem Öl. Der natürliche Prozess des Vergrauens lässt sich mit entsprechenden Mitteln ebenfalls verhindern.

Heimische Hartholzarten sind im Vergleich zu WPC-Dielen mit einem hohen Kunststoffanteil ökologisch unbedenklicher und die reinen Holzprodukte lassen sich besser recyclen oder wiederverwenden. 

Terrassendielen aus dunklem Nadelholz

Vorteile
  • Natürliche Optik
  • Natürliche Haptik
  • Günstiger als WPC
  • Heimische Holzarten sind umweltverträglicher
  • Temperaturneutral
Nachteile
  • Pflegeintensiv
  • Können splittern
  • Vergrauen stark, wenn sie nicht regelmäßig behandelt werden

WPC – Terrassendielen

Helle WPC-Hohlkammer-Terrassendielen

WPC erinnert auf den ersten Blick an Holz, die Oberfläche fühlt sich jedoch so ebenmäßig an wie Kunststoff. Da der Belag nicht splittert, ist er barfuß deutlich angenehmer zu betreten, er kann sich allerdings bei direkter Sonneneinstrahlung sehr stark aufheizen. Im Vergleich zu seinem natürlichen Vorbild wirkt der Verbundwerkstoff moderner und etwas nüchterner.  

Der Holzanteil variiert je nach Hersteller zwischen 50 und 90 Prozent. Typisch für WPC-Terrassendielen ist ihre Farbreifung nach dem Verlegen: Das Material hellt in der Regel etwas auf. Wie sehr sich der Grundton der Dielen aufgrund von UV-Strahlung und Feuchtigkeit verändert, hängt unter anderem von seiner Intensität und der Qualität der Diele ab.

Bei hochwertigen WPC-Produkten weicht die Farbe nach der Reifung um rund zehn Prozent von der ursprünglichen ab. Die Differenz kann bei einem geringeren Holzanteil entsprechend höher sein. Generell verändern sich intensive Grundtöne deutlicher als helle. Ein dunkles Braun lichtet sich also mehr als ein sanftes Creme. Nach der Reifung bleibt die Farbe allerdings langfristig erhalten.

Tipp: Setzen Sie die Muster-Dielen für einige Wochen genau dort Sonne, Wind und Wetter aus, wo später die Terrasse entstehen soll. Dann können Sie die Farbveränderung verfolgen und anschließend die Entscheidung für den gewünschten Grundton treffen.

Vorteile
  • Pflegeleicht
  • Hohe Witterungsbeständigkeit
  • Barfußfreundlich
  • Große Farbauswahl
  • Rutschfest
Nachteile
  • Heizt sich schnell auf
  • Teurer als Holzdielen
  • Nicht so langlebig wie Harthölzer
  • Farbreifung
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